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Freitag, 17. August 2018 28° 2

Theater

Proben für die „Rote Res“ auf Hochtouren

In Hohenwarth wird wieder das Stück über das Leben der Geliebten des berühmten Räuber Heigl aufgeführt.

D’rote Res wird gespielt von Susanne Amberger. Foto: kha
D’rote Res wird gespielt von Susanne Amberger. Foto: kha

Hohenwarth.Seit einigen Tagen probt die Spielerschar der Theatergruppe Woidzauber unter der Leitung von Elisabeth Silberbauer wieder auf der Rathausbühne für das Volkstheater „D’rote Res“. Die Geschichte erzählt das Drama der roten Res, a Leb’m für d’Liab und für d’Freiheit.

Das Theaterstück wird am Freitag, 8. Juni, und Sonntag, 10. Juni, jeweils um 20.30 Uhr aufgeführt.

Die Spielerschar umfasst fast 40 Mitwirkende. Die kloane Res spielt Mia Aschenbrenner. Die achtjährige Schülerin ist voller Eifer bei der Sache Die große Res spielt Susanne Amberger. Sie ist Geschäftsstellenleiterin und Kämmerin des Marktes Lam, wohnt in Hohenwarth und spielt leidenschaftlich Theater. Den Michael Heigl spielt Karl – Heinrich Brandl, seinen Freund, den Maulaffenhiasl, Florian Berlinger.

Die verarmte Landbevölkerung kämpft Mitte des 19. Jahrhunderts ums tägliche Überleben, während die Fürsten und Monarchen immer reicher werden. Das Stück beginnt mit der ersten Vernehmung Heigls und der roten Res. Beide verweigern die Aussage und werden inhaftiert.

Ein Leben als Gesetzlose

Im Gerichtssaal wiegelt die freiheitsliebende Res vor allem die armen Zuschauer auf, gegen die Obrigkeit, Fürsten, Pfarrer und reiche Bürger, die das Volk unterdrücken. Bei den Zeugenvernehmungen erfährt man durch Rückblendungen Einzelheiten über die jungen Jahre von Res und Heigl. Michael Heigl kommt als Hüterbub auf den Hof des Ramsrieder Bauern. Als der junge Heigl beim Wildern erwischt wird, geht der alte Ramsrieder für ihn ins Zuchthaus. Heigl verlässt den Hof, sein unstetes Leben beginnt. Die kleine Res kommt nach dem frühen Tod ihrer Mutter auf den Ramsrieder Hof. Sie rebelliert immer mehr gegen die Ungerechtigkeit im Land. Mit dem Gesetz kommt sie bald in Konflikt. Die Bäuerin, welche Res nie leiden konnte, drängt sie, den Hof zu verlassen. Die junge Res geht nach München, um sich dort Arbeit zu suchen. Als sie nach langer Zeit wieder nach Hause kommt, trifft sie auf Heigl und verliebt sich in ihn. Heigl verlässt für sie seine Geliebte.

Das freiheitsliebende Paar führt fortan ein unstetes Leben. Die Beute, die es beim Wildern und durch Raubzüge ergattert, teilt es mit der armen Landbevölkerung, die den beiden Sympathie entgegenbringt und Unterschlupf gewährt. Die Polizei ist überfordert. Heigl und sein Freund, der Maulaffenhiasl, werden immer dreister. Die Lage ändert sich, als der Regierungskommissar in den Bayerischen Wald entsandt wird. Die Polizei geht auf dessen Anordnung immer schärfer gegen die Verbrecher und die arme Landbevölkerung vor, die Heigl bislang auf seiner Seite hatte. Die Lage für Heigl und Res werden aussichtslos und sie werden inhaftiert.

Brotzeit vorm Rathaus

Die weiteren Darsteller: Weib und Ansage: Christine Höcherl. Richter Persch : Dieter Schuster, Annamirl : Jenny Aschenbrenner, Pfarrer: Thomas Gmach, Anna Gruber: Maria Nazet, Regierungskommissar: Stephan Pongratz, Schrank: Josef Berlinger, Ramsrieder Alois: Richard Bscheid, Landrichter : Josef Grassl, Haushälterin Berta: Christine Pritzl, Mühlbauerin: Jessica Grave, Sturmin: Heidi Müller, Josefa: Ilse Hofmann, Johann Paul: Otto Aschenbrenner, Mühlbauer: Tobias Mühlbauer, Alter Ramsrieder: Fritz Gerl, Gendarmen: Sebastian Pongratz und Alois Multerer, besucher/Gericht: Karl Baur, Knecht: Josef Berlinger, Buben: Johannes Pongratz, Michael Brandl, Max Heitzer, Mädchen: Gina Hupf und Giulia Aschenbrenner. Requisite : Alfred Pritzl, Trommler: Spielmannszug FFW Ansdorf-Simpering, Woidzaubermuse: Lisa , Elfriede und Julia Heitzer, Luise Vogl, Marianne Kirschbauer, Maria Brandl und Timo , Akkordeon / Gesang: Otto Aschenbrenner, Kostüm: Elisabeth Jeter und Ton und Licht : Tony Jeter.

Ein besonderes Schmankerl erwartet die Besucher vor der Aufführung. Am Rathausplatz spielt eine Bayerische Musi und es wird eine Wirtshausatmosphäre geschaffen, mit bayerischen Schmankerln und Bier. (kha)

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