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Tradition

Prozession als Glaubensbekenntnis

Pfarrei Mariä Himmelfahrt in Furth im Wald erwies ihrem Stadtpatron Sankt Sebastian die Ehre. In einer langen Prozession zog man über den Stadtplatz.

  • Viele Gläubige der Pfarrei Mariä Himmelfahrt beteiligten sich an der Sebastianiprozession.Fotos: fhh
  • Schützen der Gesellschaft 1866 trugen die Sebastiansstatue mit.
  • Die Geistlichkeit trug das Allerheiligste und die Sebastiansreliquie über den Stadtplatz, gefolgt vom Stadtrat und Pfarrgemeinderat.

Furth im Wald.Ihrem Stadtpatron Sankt Sebastian hat die katholische Pfarrei Furth im Wald am Sonntag die Ehre gegeben. In einem Festgottesdienst um 10 Uhr, den Bürgermeister, Vertreter von Stadt und Stadtrat, kirchlichen und weltlichen Vereinen und Gremien mitfeierten, erinnerte Dekan Richard Meier an den römischen Märtyrer.

„Da steht er, gespickt mit den Pfeilen der Intoleranz, der Gottlosigkeit“, wies Meier auf die Figur des Heiligen, der im fünften Jahrhundert unter Kaiser Diokletian zuerst mit Pfeilen beschossen und dann mit Knüppeln erschlagen wurde.

Der Hl. Sebastian hatte dem Kaiser Vorhaltungen gemacht ob dessen Grausamkeit gegenüber Christen. In Rom ist er bestattet worden und seine Reliquie kann besucht werden. Der heilige Johannes der Täufer habe nach dem Evangelium auf Jesus gezeigt als „das Lamm Gottes“ und genauso mache es Sebastian. Er fordere: „Schaut hin zu Jesus, der sein Leben für uns hingegeben hat, damit wir alle einmal das Leben in Fülle haben.“ Jedes Zeugnis und Martyrium von Christen, auch heute, sei so ein Verweisen auf Jesus. Durch die Taufe sei jeder Getaufte so ein Zeuge in der Welt. Damit sei gemeint, in Geduld und Ausdauer seinen Glauben zu leben. Dabei könne man jederzeit auf die Hilfe des heiligen Geistes bauen.

„Outen wir uns als Christen!“ ermunterte der Pfarrer. Das Hinschauen auf Jesus sei jedoch nicht alles, man müsse sich, wie das Vorbild des Sebastian das Leben nach ihm ausrichten. Der Patron der Stadt Furth sei mächtiger Fürsprecher bei Gott.

In einer langen Prozession zog man anschließend als aktives Glaubenszeugnis über den Stadtplatz. Das Allerheiligste trug dabei Pfarrer Meier und eine Reliquie des hl. Sebastian führte Kaplan Martin Schöpf mit. Die Figur trugen auch heuer wieder Schützen des Vereins „Schützengesellschaft 1866“, da Sebastian auch als Patron der Schützen und Soldaten gilt. In der Messfeier gestaltete der Kirchenchor unter Leitung von Wolfgang Kraus die Eucharistie; es wurde die „Missa pro patria! Von J. B. Hilber dargeboten. Ein Bläserensemble unterstützte die Prozession am Stadtplatz.(fhh)

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