MyMz
Anzeige

messe

Ränkam verabschiedet Pfarrer

Mit einem Kirchenzug der Ortsvereine, Geschenken und Liedern der Kinderhaus-Kinder bedankten sich die Leute bei Richard Meier.

  • Dekan Richard Meier vor dem Einzug in die Dreifaltigkeits-Kirche in Ränkam Fotos: fkr
  • Die Sprösslinge des Kinderhauses Sankt Nepomuk sangen für den scheidenden Geistlichen das Lied „Wie groß ist Gottes Liebe“.
  • Kirchenpfleger Dr. Heinrich Fischer und Pfarrgemeinderatssprecherin Ingrid Belnarsch überraschten den Dekan mit einem Skapulier.

Furth im Wald.Es schien, als ob auch der Himmel weint, als die Pfarrgemeinde am Sonntag Stadtpfarrer Richard Meier verabschiedete, denn der Kirchenzug wurde begleitet von Regenfällen. Bei dem Kirchenzug zeigten sich die Ortsvereine noch einmal von ihrer besten Seite, denn sie waren mit starken Abordnungen gekommen. Beim Dankgottesdienst sorgte der Kirchenchor für eine gelungene gesangliche Umrahmung des Gottesdienstes, begleitet an der Orgel von Xaver Schneider, einem früheren Musikerkollegen von Stadtpfarrer Meier.

Der Kirchenzug, der sich vom Hof der Feuerwehr zur Dreifaltigkeitskirche bewegte, wurde angeführt von drei Ministranten, wobei einer das Kreuz voraustrug. Dahinter folgten die Sprösslinge des Kinderhauses Sankt Johann Nepomuk und dessen Personal, die Feuerwehrkapelle, die Ortsvereine, die Vertreter des Pfarrgemeinderats und der Kirchenverwaltung, die Ehrengäste mit Stadtrat Ernst Glaser und der Pfarrgemeinderatssprecherin aus Furth im Wald, Johanna Plach. Den Abschluss des Zuges bildeten Ministranten mit Stadtpfarrer Richard Meier.

„Wie groß ist Gottes Liebe“

Am Kirchplatz angekommen, sorgten Mädchen und Jungen des Kinderhauses Sankt Nepomuk für eine Überraschung, denn sie sangen das Lied „Wie groß ist Gottes Liebe“. Danach wurde in die Kirche eingezogen, über dem Altarraum prangten große Buchstaben mit dem Wort „Danke“. Der Altarraum war zudem schön dekoriert. Sofort in das Auge stachen die Zeichnungen von vielen kleinen Schafen.

Dekan Richard Meier bekannte, „dass doch auch etwas Wehmut mitschwingt“, denn nach neunjährigem Wirken in Ränkam, in dem er das Leben von der Wiege bis zur Bahre begleitet habe, gehe diese Zeit in vier Wochen zu Ende. In der Predigt meinte der Stadtpfarrer, dass sich ein Geistlicher immer so ein volles Haus wünsche, wie bei diesem Dankgottesdienst oder wie zuletzt beim Gründungsfest des FC, dem er noch zu dem schönen Fest gratulierte. Meier bemerkte, dass ein guter Hirte seine Schafe kenne und deshalb zeigte er sich erfreut über die Dekoration. Zu der neuerlichen Statistik über die vielen Kirchenaustritte bemerkte er, dass nicht die Quantität ausschlaggebend sei, sondern die Qualität. Deshalb zeigte er sich dankbar gegenüber all denen, die sich zum Glauben bekennen. Die Botschaft Jesus sei nicht an Zahlen gebunden. Wer im Leben Liebe erfahre, der werde das Leben wirklich lieben.

Nach dem Gottesdienst folgten, eingeleitet von Kirchenpfleger Dr. Heinrich Fischer, die Ansprachen. Pfarrgemeinderatssprecherin Ingrid Belnarsch wies darauf hin, dass Richard Meier seit 16 Jahren Pfarrer in Furth im Wald war und seit neun Jahren auch die Pfarrei Ränkam seelsorgerisch betreut habe. Dies sei ein Zeitraum, in dem er sicher viel Positives erlebt habe, aber auch die eine oder andere Schwierigkeit überwinden musste. Sie bescheinigte dem Geistlichen, der Feier der Liturgie immer einen würdigen Rahmen gegeben zu haben. Meier habe Kinder getauft und junge Menschen zur Kommunion geführt, Ehen geschlossen und Verstorbene zur letzten Ruhestätte geleitet. Der Stadtpfarrer sei Ansprechpartner für Glaubensfragen gewesen und habe es verstanden, seine Botschaft den Menschen zu vermitteln, mit dem nötigen Ernst, manchmal auch humorvoll. Bei Festen und Feiern sei Meier immer ein gerne gesehener Gast in Ränkam gewesen und habe damit seine Verbundenheit mit der Gemeinde gezeigt, die er nun bald verlassen werde, um sich mit der Übernahme der Pfarrgemeinden Parkstetten und Oberalteich neuen Zielen zuzuwenden. „Wir lassen Sie nicht gerne ziehen“, bemerkte Belnarsch. Im Namen aller Mitglieder der Pfarrei bedankte sie sich für alles und wünschte Meier für den weiteren Lebensweg alles Gute, Kraft für die neuen Aufgaben, weiterhin viel Humor, Gesundheit und Gottes Segen.

Eine Gruppenaufnahme

In Versform, gespickt mit zum Teil humorvollen Anmerkungen, verabschiedeten sich auch Pfarrsekretärin Martina Hochstraßer sowie die Mesner Angelika Stockinger und Johann Hoch von dem Geistlichen und überraschten ihn mit Geschenken. Die Ministranten überreichten eine Gruppenaufnahme, damit der Dekan immer an sie denkt.

Sichtlich gerührt bedankte sich der Stadtpfarrer für den Abschied. Er sei reich beschenkt worden, bemerkte er. Er stellte fest, dass es nicht immer eine einfache Zeit war, „aber es war eine erfüllte und gesegnete Zeit“. Er äußerte sich dankbar für all das Schöne, dass er hier erleben durfte. Namentlich nannte er den ehemaligen Pfarrgemeinderatssprecher Karl-Heinz Kolbeck und dessen Nachfolgerin Belnarsch sowie Kirchenpfleger Fischer. Es sei Vieles auf den Weg gebracht worden. Ein Vergelt’s Gott sagte er auch den kirchlichen Gremien und Vereinen, den Mesnern und der Pfarrsekretärin. Nicht unerwähnt ließ er auch die weltlichen Vereine. Es sei immer ein schönes Miteinander gewesen, und dabei sei das Dorf zum Tragen gekommen. Besonders stellte er auch den Kirchenchor heraus und zeigte sich erfreut, dass dieser an Mitgliedern zugenommen hat.

Vergelt’s Gott sagte er aber auch all denen, die ihn in all den Jahren unterstützt haben. Sein Gedenken galt an diesem Tag aber auch dem verstorbenen Missionar Konrad Fischer. Abschließend versprach der scheidende Stadtpfarrer: „Ich werde Sie immer in meinem Herzen behalten.“ Und seine Bitte war: „Kommen sie immer wieder hier in das Haus des Herrn.“ Nach dem Gottesdienst waren alle Messebesucher zu einem Umtrunk in das Pfarrheim eingeladen, wo noch die Gelegenheit bestand, sich mit Stadtpfarrer Richard Meier auszutauschen. (fkr)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht