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Ratsmitglieder verabschiedet

Bürgermeister Eckl dankte Blaibacher Gemeinderäten für ihr Engagement. Ärger gab es wegen Bankschließung und Friedhof.
Von Alexander Ziereis

Bürgermeister Wolfgang Eckl (li.) mit den scheidenden Gemeinderatsmitgliedern Karl Trenner, Alexander Engl, Ludwig Bielmeier, Ludwig Baumgartner, Elisabeth Höpfl, Rudolf Lenk, Josef Kirschbauer und Ludwig Meier (von li.) foto: Alexander Ziereis
Bürgermeister Wolfgang Eckl (li.) mit den scheidenden Gemeinderatsmitgliedern Karl Trenner, Alexander Engl, Ludwig Bielmeier, Ludwig Baumgartner, Elisabeth Höpfl, Rudolf Lenk, Josef Kirschbauer und Ludwig Meier (von li.) foto: Alexander Ziereis

Blaibach.Weil das Haus des Gastes derzeit saniert wird, trafen sich Bürgermeister und Gemeinderäte in der Fahrzeughalle der Feuerwehr Blaibach, wo wegen der Corona-Pandemie mit ausreichend Abstand die letzte Sitzung der zu Ende gehenden Amtsperiode abgehalten werden konnte.

Bürgermeister Wolfgang Eckl dankte den scheidenden Gremiumsmitgliedern, die seit 2014 in dieser Konstellation über die Entwicklung der Regentalgemeinde Blaibach entschieden hatten. Dank gelte auch den Familien, die oft Verzicht aufgrund der Termine leisten mussten.

In seinem Rückblick hob Eckl unter anderem die Erneuerung der Blaibacher Ortsmitte mit dem Konzerthaus hervor, aber auch die Fertigstellung der Wasserversorgung sowie zahlreiche Straßensanierungen. Einige Entscheidungen, so das Resümee des Gemeindeoberhaupts, hätte man für die Bürger transparenter darstellen müssen.

Bei der anschließenden Verabschiedung dankte Eckl jedem einzelnen Gemeinderatsmitglied; zusätzlich zur Urkunde gab es für jeden einen „Blaibacher Dreiklang“ und eine „Honigsinfonie“ als Präsent. Alexander Engl gehörte dem Gremium sechs Jahre an und war Mitglied im Kommunikationsausschuss. Ludwig Meier war acht Jahre im Gemeinderat und wirkte im Touristik- und Kulturausschuss mit.

Blumen für Elisabeth Höpfl

Elisabeth Höpfl verließ das Gremium nach zwölf Jahren; für sie gab es zusätzlich einen Blumenstrauß. Sie war unter anderem im Kindergartenausschuss tätig. Zwölf Jahre gehörte Josef Kirschbauer dem Gemeinderat an, wo er im Finanzausschuss mitwirkte. Für Karl Trenner junior endeten 18 Jahre im Gemeinderat, wo er bis zuletzt im Rechnungsprüfungsausschuss mitwirkte.

Rudolf Lenk war 24 Jahre lang Mitglied im Gremium und blickte kurz auf diese Zeit zurück, in der er unter anderem im Finanzausschuss tätig war. Den neuen, verjüngten Gemeinderat bezeichnete Lenk als positiven Schritt. Ludwig Bielmeier war 31 Jahre Gemeinderat und Mitglied im Bauausschuss. Er erinnerte ebenfalls an Höhen und Tiefen und zeigte sich, wie Rudi Lenk, erfreut, mit drei Bürgermeistern zusammengearbeitet zu haben.

Mehr als sein halbes Leben war Ludwig Baumgartner im Gemeinderat tätig. In diesen 36 Jahren war er zwölf Jahre stellvertretender Bürgermeister und zwölf Jahre erster Bürgermeister. Zwei Punkte habe er schmerzlich in Erinnerung: die Schließung der Blaibacher Schule und des Freibads.

Gemeinderat in Kürze

  • Schließung

    Auch Blaibach ist von der Filialschließung der Sparkasse betroffen.

  • Ärger

    Die „fünf vor 12“ angekündigte Schließung ärgert nicht nur Bürgermeister Eckl. Der Wunsch, ob zumindest ein Geldautomat im Ort verbleibe, wurde im Vorfeld geklärt, doch die kurzfristige Bekanntgabe war ebenfalls Thema im Gemeinderat. Die Filialschließung stieß auf kein Verständnis.

Der zweite Tagesordnungspunkt war schnell abgehandelt. Nach kurzer Diskussion und einigen Fragen aus dem Gremium wurde mit einer Gegenstimme der Beitritt zum Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) zum nächstmöglichen Zeitpunkt beschlossen. Unter „Fragen und Anregungen“ teilte Bürgermeister Eckl mit, dass die Asphaltierungsarbeiten im Ahornweg wegen Regens kurzfristig verschoben werden mussten.

Negativ falle seit einiger Zeit auf, so der Hinweis eines Gemeinderats, dass einzelne Hundebesitzer an manchen Stellen Sammeltüten mit den Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner einfach wegwerfen. Die von der Gemeinde bereitgestellten Tüten würden zwar benutzt, doch nicht entsprechend entsorgt. Hier solle man über Strafmaßnahmen nachdenken.

Abfall am Friedhof

Zum Friedhof gebe es öfter Aussagen, dass er nicht gepflegt sei. Doch könne man feststellen, dass beispielsweise am Ende von Querwegen verwelkte Blumen und Müll abgelagert würden. Somit seien einige Friedhofsbesucher selbst für die Ungepflegtheit verantwortlich. Vielen Bürgern sei zudem nicht bewusst, dass Gerätschaften wie Rechen, Schubkarren und dergleichen zur Nutzung in der Hütte am oberen Eingang zur freien Verwendung lagern. Von einem anderen Gemeinderat kam der Hinweis, dass immer wieder Gartenabfälle am Lagerplatz beim Friedhof angeliefert werden, obwohl die Sammelstelle dafür nur wenige hundert Meter entfernt sei. Das sei nicht zu dulden, weil die Entsorgung der Friedhofsabfälle der Gemeinde Kosten verursache.

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