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„Raupe Henry“ gibt Hoffnung

Es wird bunt am Kindergarten – trotz Corona: Die Kinder bilden eine Steinschlange.
Helga Brandl

Das Erzieherinnen-Team freut sich, dass Kinder das Angebot annehmen und mit ihren Steinen die Hoffnungs-Raupe „Henry“ immer weiter wachsen lassen.  Foto: Helga Brandl
Das Erzieherinnen-Team freut sich, dass Kinder das Angebot annehmen und mit ihren Steinen die Hoffnungs-Raupe „Henry“ immer weiter wachsen lassen. Foto: Helga Brandl

Neukirchen b Hl Blut.Kreativität der Kinder fördern und in Zeiten von Corona Kontakt halten – das waren die Grundgedanken zum aktuellen Projekt „Hoffnungs-Raupe Henry“ im Kindergarten Sankt Nikolaus, wie Kindergartenleiterin Diana Hammelmann sagt. Im Eingangsbereich der Kinder-Tagesstätte macht sich eine dicke lange Raupe aus kunterbunt bemalten Steinen breit, die zudem als Abstands-Objekt zur Eingangstüre dient.

Die Erzieherinnen vermissen ihre Schützlinge sehr. „Ein Kindergarten ohne Kinder ist nichts und wir würden uns freuen, wenn bald wieder Leben einkehren könnte“, sagt das Team. Daher reifte die Idee, anhand eines Briefes samt Gedicht über die „Hoffnungs-Raupe Henry“ mit den Kindern und Eltern in Kontakt zu treten. Darin wurden die Familien aufgefordert, kreativ zu werden und vor der Türe im Eingangsbereich farbenfroh gestaltete Steine abzulegen. Hintergrund der Aktion ist, dass Kinder, Eltern und auch das Kindergartenpersonal die Hoffnung nicht aufgeben, die Corona-Krise gesund zu überstehen. Tatsächlich waren innerhalb weniger Tage die ersten Steine abgelegt worden, die sich zur facettenreichen Raupe formierten. Verziert mit bunten Diamanten, knalligen Farben und tollen Motiven wie Marienkäfer, Bienen, Blumen und individuelle Symbole hängen am großen Kopf von „Henry“. Inzwischen sind es knapp 300 Steine. Doch es dürfen ruhig noch mehr werden – denn die Hoffnungs-Raupe soll immer weiter wachsen, wünschen sich die Erzieherinnen, denen die Ideen nicht ausgehen. Neue Projekte sind in Planung, weshalb auch weitere Kontaktbriefe an die Familien versandt werden. Was es sein wird, wollen sie noch nicht verraten …

Da wegen der Ausgangsbeschränkungen auch die vorbereiteten Osternester nicht an die Kinder verteilt werden konnten, bittet das Team darum, diese am Dienstag und Mittwoch abzuholen. Dabei sollten die Instruktionen im Einladungsschreiben beachtet werden. Aufgrund der Corona-Krise wird heuer über die Pfingstferien eine Notbetreuung für Kinder erwerbstätiger Eltern in systemrelevanten Berufen gewährleistet. (kbr)

Bunte Steine am Weg

  • Grundidee:

    Schon vor Corona hat sich über die Sozialen Medien die Idee verbreitet, bunte Steine zu verteilen. Diese Wandersteine durften die Finder mitnehmen und wieder an eine andere Stelle legen, so dass sie jedem, der es gerade braucht, eine Freude machen.

  • Corona-Anpassung:

    Jetzt bleiben die Steine meist liegen und sollen ergänzt werden. Die so entstehende Schlange soll Hoffnung geben.

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