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Regeln für die Gottesdienste

Messen dürfen wieder öffentlich gefeiert werden – aber unter großen Einschränkungen. Der Stadtpfarrer gibt einen Überblick.

Ab dieser Woche sind Gottesdienste wieder öffentlich. Für die ganze Dauer gilt jedoch Maskenpflicht – ausgenommen bei der Kommunion. Foto: Schreiner
Ab dieser Woche sind Gottesdienste wieder öffentlich. Für die ganze Dauer gilt jedoch Maskenpflicht – ausgenommen bei der Kommunion. Foto: Schreiner

Roding.Pfarrer Holger Kruschina gibt Regeln bekannt, die es erlauben, in Corona-Zeiten wieder öffentliche Gottesdienste zu feiern. Es sei durchaus kompliziert, jedoch müsse man sich nun damit arrangieren. Weitere Informationen finden sich im Pfarrbrief.

Um die Maximalzahl der Mitfeiernden nicht zu überschreiten, brauche es ein System. Da Anmeldungen und Tickets nicht praktikabel und ungerecht seien, bleibe es bei der angedachten Einteilung nach dem Nachnamen und dem Alphabet. „Daher teilen Sie bitte dem Ordner, wie im letzten Pfarrbrief schon angekündigt, Ihren Namen mit. Das geht am besten, wenn Sie dazu das kleine Namenszettelchen einwerfen, da die Notierung jedes Namens zu lange dauern würde“, so Kruschina. Somit können man auch mögliche Infektionskette leichter zurückzuverfolgen.

Nun gilt das Alphabet-System

Für Roding und Trasching werden die Zahlen kein Problem, Obertrübenbach und Wetterfeld müssen sich einspielen, eventuell man (beim ersten Mal) auch Menschen zurückschicken. Deshalb gelte das Alphabet-System für die ganze Pfarrei. So habe man eine Abend- und eine Morgenmesse zur Auswahl, jeweils entweder in der Stadtpfarrkirche oder in einer der drei anderen Kirchen. Info: Alle Obertrübenbacher, Traschinger und Wetterfelder, die alphabetisch nicht in ihrer Kirche dran sind, sollen in eine der anderen gehen. Die Rodinger dürfen sich nach Alphabet ebenfalls auf die Filialen verteilen. Eine Ausnahme gilt für liturgische Dienste und ihre direkten Angehörigen.

Im Eingang steht ein Ordner mit einer Liste und einem Körbchen. In dieses soll der Adresszettel gegeben werden. Eine Vorlage gibt es im Pfarrbrief. Diese liegt auch in den Kirchen auf und kann per Mail angefordert werden. Sie können auch eigene Vorlagen verwenden. Kruschina: „Wenn Sie keinen solchen Zettel dabei haben, wird der Ordner Ihren Namen notieren, um das Einhalten der Namensreglung zu kontrollieren.“ Zudem mache er eine Strichliste, um eine Übersicht über die Anzahl der Mitfeierenden zu haben.

Um diese Zahl samstags und sonntags zu steuern, werde man aber mindestens am ersten Wochenende auf die Sortierung der Nachnamen durch das Alphabet zurückgreifen. „Sie finden Ihre Gruppe jeweils vor der Gottesdienstzeit. Kern- (nicht Groß-!) Familien mit unterschiedlichen Nachnamen oder Partner werden wir auf Vertrauensbasis nicht zurückweisen, dennoch soll die Regel nicht durchlöchert werden“, so Kruschina. Und weiter: „Haben Sie ausgerechnet an diesem Wochenende eine Messe zu einem anderen Zeitpunkt aufschreiben lassen, bitten wir Sie dennoch, in den Gottesdienst zu gehen, dem Sie dem Namen nach zugeteilt sind!“ Bei Beibehaltung werde man jedes Wochenende rotieren, damit nicht immer alle um ihre Lieblingszeit gebracht werden! Grundsätzlich gelten Abstand- und Hygienevorschriften sowie die Maskenpflicht für die ganze Dauer – ausgenommen den Kommunionempfang.

Weitere Hinweise

  • Werktage:

    Die Teilnehmerzahl unter der Woche sieht Kruschina unproblematisch, es gelten aber ansonsten die gleichen Regeln.

  • Maiandachten:

    Gottesdienste im Freien sind mit 50 Personen und einem Abstand von 1,5 Meter erlaubt. Maiandachten finden aber ebenfalls nicht statt. Familien und Nachbarn könnten sich aber unter Wahrung der Vorschriften zusammensagen, seien dann aber auch als „Veranstalter“ verantwortlich.

Es finden keine „Sammelrosenkränze“ statt. Die Kirche kann frühestens eine halbe Stunde vorher betreten werden. In Roding ist nur der hintere Teil als Eingang geöffnet. Zum Verlassen nach der Messe sind auch die Seiteneingänge offen. Es wäre hilfreich, wenn die Kirchgänger spätestens fünf Minuten vor Beginn da wären.

Im Kirchenraum sind Begegnungen im Gegenverkehr zu vermeiden: In Roding geht man nach links und rechts ab und benutzt die seitlichen Mittelgänge. In diese tritt man auch, wenn man die Kommunion empfangen will und geht dann durch den Mittelgang oder an den Außenwänden entlang jeweils in den Block zurück. In Obertrübenbach und Trasching kann man einen Platz aufsuchen, also die Bänke von beiden Seiten betreten. Wenn Sie die Kommunion empfangen wollen, suchen Sie bitte einen Platz Richtung Mittelgang, gehen nach der Kommunion seitlich ganz zurück und kehren zu Ihrem Platz wieder über den Mittelgang zurück. Ähnlich wird es am Heilbrünnl sein.

In Wetterfeld kann – außer Personen des gleichen Hausstandes – ohnehin immer nur eine Person pro freigegebener Bankreihe sitzen. Hier wird der Spender durch die Reihe gehen und diese an alle austeilen, die die Kommunion empfangen möchten.

Nur eigene Gotteslobe erlaubt

Zum Kommunionempfang: Wichtig sei es, Abstand zu halten. In Roding werde sie nur an den beiden Seiten, nicht in der Mitte, gereicht. Der Kommunionspender desinfiziert sich vor der Austeilung die Hände und trägt vielleicht sogar Handschuhe. Der Dialog „Der Leib Christi – Amen“ werde vor dem Austeilen vom Altar aus einmal für/mit allen gesprochen und unterbleibt bei der eigentlichen Austeilung. „Dazu können Sie die Maske kurz herunterziehen“, so Kruschina.

Nun gelte auch die Anordnung, dass nur eigene Gotteslobe erlaubt sind. Vermutlich werde man die Zahl der Lieder reduzieren. Sowohl wegen der maximalen Länge der Gottesdienste als auch wegen der potenziellen Gefahr beim intensiven Aus- und Einatmen, „aber auch weil es sich mit Mundschutz eh schwerer singt.“ Laut Kruschina wird man vermehrt auf Vorsänger und Kehrverse zurückgreifen.

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