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Vortrag

Reise nach Indien

Barbara Bachmeier über Arbeit und Leben in Armut
Michael Kainz

Frauenbund-Vorsitzende Birgit Kainz (re.) übergab eine Spende an Barbara Bachmeier. Foto: Kainz
Frauenbund-Vorsitzende Birgit Kainz (re.) übergab eine Spende an Barbara Bachmeier. Foto: Kainz

Wald.Am Donnerstag lud der Frauenbund Wald zum Vortrag „Indien echt hautnah“ ins Pfarrheim ein. Vorsitzende Birgit Kainz begrüßte die Referentin Barbara Bachmeier und zahlreiche Zuhörer.

Die Pfarrsekretärin von St. Elisabeth und ehrenamtliche Mitarbeiterin beim Franziskus Hospizverein berichtete über ihren vierwöchigen Indien-Aufenthalt 2017 in der Pfarrei Saint Francis Xavier in Gollaprolu, Ostindien, und zeigte Bilder von ihren Begegnungen. Pater Laban, der schon öfter in St. Elisabeth die Urlaubsvertretung übernahm, hat sie in die Heimat mitgenommen, aber nicht als Touristin, sondern als Barbara kam sie ins Land, um mit den Indern auf Augenhöhe Zeit zu verbringen.

Sie erzählte über Herzlichkeit, Gastfreundschaft und Armut. Die Menschen dort sind nach ihren Worten offen und wollen Kontakt. Sie lernte das Leben der Kinder im „Children home“ kennen und verbrachte Zeit mit ihnen und Frauen des Tailoring-Centers, das von dem Pallottiner-Pater Jay Raj geleitet wird. Mit Father Jaya Raj hat sie Kranke und Alte besucht und Krankenkommunion ausgeteilt.

„Die Menschen brauchen ihren Glauben, ihre Kirche und ihren Priester, um Kraft im alltäglichen Leben zu schöpfen, damit sie ihre Krankheiten und ihre Armut tragen können“, berichtete Barbara Bachmeier. In Gottesdiensten werden Reis und Grundnahrungsmittel gesammelt und an Bedürftige verteilt. „Die Menschen in Indien haben mich froh gemacht“, betonte Bachmeier. „Sie waren stolz auf mich, dass ich bei Festen ein Sari-Wickelgewand trug, um die Kultur näher zu bringen.“

Während ihres Besuchs wurde die alte Kirche abgerissen, die durch die Unterspülung beim Hochwasser 2013 baufällig geworden war. Bei der Grundsteinlegung der neuen Kirche 2017 war sie vor Ort. Zahlreiche Priester waren anwesend. Die Kirche dient nicht nur bei Gottesdiensten, sondern soll auch für 15 Familien Schutz vor dem jährlichen Hochwasser bieten.

Alle halfen beim Kirchenbau mit – unter schwersten Bedingungen. Ohne Schutzhelm und ohne Gerüst schleppten die Helfer auf ihren Köpfen Ziegel, Sand und andere Baumaterialien. Zum Patrozinium der Pfarrei am 3. Dezember 2019 soll die neue Kirche eingeweiht werden, so Barbara Bachmeier. Zur Fertigstellung der Kirche fehlen noch 22000 Euro. Geld ist knapp, Zuschüsse aus dem eigenen Land sind nicht zu erwarten.

Barbara Bachmeier erzählte, sie habe 300 Spendenbriefe geschrieben und seit Monaten Blümchen gehäkelt, die sie für 5 Euro verkaufte. 5 Euro entsprächen in Indien 50 Ziegelsteinen.

Weil sie dort die Menschen kennen und lieben lernte, startete Bachmeier eine Spendenaktion. Um dazu einen Beitrag zu leisten, überreichte ihr Vorsitzende Birgit Kainz eine Spende in Höhe von 300 Euro. (rma)

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