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Arnschwang

Rennen bis hin zur totalen Erschöpfung

Dieses Jahr im August feierte Extremsportler Rainer Steinberger seinen bisher größten sportlichen Erfolg.

Rainer Steinberger blickte aufs Race around Austria zurück.  Foto: Petra Wutz
Rainer Steinberger blickte aufs Race around Austria zurück. Foto: Petra Wutz

Arnschwang.Er gewann als Einzelfahrer das härteste Radrennen Europas – das Race around Austria: 2200 Kilometer, 30 000 Höhenmeter. Doch der Weg bis dahin war hart, sehr hart. Eine Gratwanderung zwischen Vernunft und Wahnsinn.

Gemeinsam mit rund 100 radbegeisterten Freunden und Fans ließ Ultracyclist Rainer Steinberger sein Sportjahr Revue passieren. Dazu hatte er am Samstagabend ins Fahrradmuseum nach Arnschwang zu dem Vortrag „Race around Austria – gegen jede Vernunft, jetzt erst recht“ geladen.

Unterschiedlichste Herausforderungen im Vorfeld ließen Steinbergers Vorhaben, das härteste Radrennen zu fahren, mehrmals ins Wanken geraten: Knieprobleme oder plötzlich ausfallende Betreuer, um nur ein paar zu nennen. Am Ende gab es für alles eine Lösung, und so startete Steinberger perfekt vorbereitet mit seinem sechsköpfigen Betreuerteam am 12. August in Richtung St. Georgen in Österreich.

Anhand von Bild- und Filmmaterial nahm Steinberger seine Gäste nochmals mit auf die 2200 Kilometer lange Rennstrecke rund um Österreich und erzählte so manche Anekdote über Vorkommnisse während des Rennens, bei dem er schon nach dem ersten Tag in Führung lag. Sein Antrieb: Dieses Jahr die Stecke zu bewältigen, nachdem er 2018 beim ersten Versuch wegen Schlafmangels aufgeben musste. Die Motivation während des Rennens: seine Betreuer, die teilweise bis zu 20-Stunden am Stück hochkonzentriert im Einsatz waren, und natürlich seine Familie, Freunde und Sponsoren, die im Ziel auf ihn warteten.

Nach drei Tagen, 21 Stunden, 15 Minuten und insgesamt eineinhalb Stunden Schlaf waren ihm im Ziel die Strapazen nicht nur ins Gesicht geschrieben. Die Stimme komplett weg, jede Faser im Körper restlos ausgelaugt. Die Freude dafür aber riesengroß. All die monatelangen harten Trainingseinheiten und Strapazen hatten sich am Ende gelohnt. Ob er nächstes Jahr nochmals an den Start geht? Lassen wir uns überraschen. Schließlich wäre noch der Streckenrekord zu unterbieten... Weitere Betreuer wären bei Steinberger willkommen und dürfen sich gerne mit ihm in Verbindung setzen.

Mit dem Erlös des Vortrages in Höhe von 500 Euro unterstützt Rainer Steinberger eine Herzensangelegenheit: Lebensmittel für ein Waisenhaus in Nepal. Diese Einrichtung wird direkt von der Deutschen Daniela Singh Maharjan und ihrem Mann betreut. Hier kommt jeder Cent dahin, wo er dringend benötigt wird.

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