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Restauration geht voran

Die Lohberger Pfarrkirche ist jetzt eingerüstet. Gottesdienste sind im Dorfstadel.
Maria Frisch

Ein Raumgerüst dient als Arbeitsbühne.  Foto: Maria Frisch
Ein Raumgerüst dient als Arbeitsbühne. Foto: Maria Frisch

Lohberg.Seit dem Ausräumen der Pfarrkirche „St. Walburga“ nach Ostern ist einiges geschehen. So wurden die Kirchenbänke abgebaut und eingelagert, um sie nach und nach abzuschleifen und mit einem neuen Anstrich zu versehen. Außerdem hat die Firma Aschenbrenner aus Lohberg in der Sockelpartie den Putz bis 1,60 Meter Höhe entfernt, so dass die Mauern austrocknen können.

In dieser Woche stellte die Firma Hauser aus Riedenburg im Langhaus, das ist der langgestreckte Hauptteil des Kirchenbauwerks, ein Raumgerüst auf, das als Arbeitsbühne für die Innenrenovierung dient. Der Altarraum wurde noch ausgespart. Hier rüstet die beauftragte Firma erst im Juni ein. Ein weiterer Arbeitsschritt ist der Ausbau der alten Kabel durch die Firma Elektro Wollinger, die auch die neue Rohinstallation vornimmt.

Architekt Ludwig Pongratz behält den Überblick über die Arbeiten. Auch an den Fenstern ist Hand anzulegen. „Die Glaskunstwerkstätten Fritz aus Pocking bereiten die bestehenden Fensterflügel der Kirchenfenster so vor, dass sie mit Elektromotoren betrieben werden können“, sagt er. Durch den Einbau der Fensterlüftungsanlage werden die Fenster dann automatisch öffnen und schließen. So soll nach der Renovierung eine optimale Klimatisierung gewährleistet werden.

Die Firma Stocker ist mit den Natursteinarbeiten beauftragt. Im Bereich des Seiteneingangs müssen ein bis zwei Bankreihen weichen, weil dort der Bodenbelag so umgebaut wird, dass ein Rollstuhlfahrer nicht das Kirchenbankpodest überwinden muss, sondern auf dem Natursteinbelag verbleiben kann.

Die Firma Eis führt im Anschluss die Kirchenmalerarbeiten aus. „Das sind hauptsächlich Reinigungsmaßnahmen. Einen kompletten Erneuerungsanstrich wird man trotzdem aufbringen, damit sich ein gleichmäßiges Erscheinungsbild ergibt“, sagt Pongratz. Die Apostel-Leuchter müssen nachbearbeitet werden, weil in diesen Bereich Elektroleitungen hineinreichen. Die Firma Schwarz aus Lam fertigt neue Sitzbankauflagen.

Insgesamt hat die Katholische Pfarrkirchenstiftung Lohberg rund 600000 Euro – ohne Orgel – für die Innenrenovierung veranschlagt. Die Bischöfliche Finanzkammer hat zugesagt, entsprechend den geltenden Richtlinien einen Zuschuss aus Kirchensteuermitteln in Höhe von 304400 Euro zu gewähren, der in drei Raten ausbezahlt wird. Da mittlerweile die Ausgangsbeschränkung gelockert wurde, werden die Gottesdienstfeiern an den Wochenenden bis auf Weiteres im Dorfstadl abgehalten. Allerdings sind Mundschutz und Abstand Bedingung für das Mitfeiern.

Die allererste Maßnahme war der Abbau der Orgel, der als Bauabschnitt III deklariert ist. Die Sanierung derselben schlägt mit weiteren rund 60000 Euro zu Buche und wird ebenso mit 50 Prozent gefördert. Die Königin der Instrumente in der Pfarrkirche Lohberg wurde 1960 von Michael Weise aus Plattling erbaut. (kfl)

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