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Vernissage

Retrospektive in 80 Bildern

Die Ausstellung in der Fronfeste blickt auf die Schaffensphasen der Maler Christa und Emil Kerstein zurück.
Von Jakob Moro

  • Neubäu interessierte natürlich die Neubäuer, auch CSU-Bürgermeisterkandidat Rainer Gleixner aus Neubäu (links) Foto: Jakob Moro
  • Enkelin Nicole Kerstein kam zur Vernissage mit demselben Kleid, das Oma und Opa malten. Foto: J. Moro
  • Sie freuten sie über zwei Bilder Rodings, die Christa und Emil Kerstein ausstellten. Foto: Jakob Moro

Roding.Bei der Vernissage zum Gedenken an Christa Kerstein am Sonntagabend hieß die Vorsitzende des Rodinger Kunst- und Kulturvereins, Elisabeth Ertl, neben Bürgermeister Franz Reichold und Laudator Wolfgang Stieglitz besonders die Familie Kerstein willkommen, die von weit her angereist war. Enkelin Nicole Kerstein kam mit dem Kleid auf einem Bild, das ihre Großeltern Christa und Emil Kerstein von ihr gemalt hatten. Es war bei der Ausstellung zu sehen. Elisabeth Ertl zitierte Oscar Wilde, der Kunst so ausdrückte: „Ziel der Kunst ist, einfach eine Stimmung zu erzeugen.“

Laudator Wolfgang Stieglitz sagte: „Ich empfinde es als große Ehre, zur Ausstellungseröffnung von Christa und Emil zu Ihnen sprechen zu dürfen. Uns verbindet eine fast 30-jährige Freundschaft“. Beide haben schon in ihrer Kindheit die Liebe zum Zeichnen und Malen entdeckt.“ Ihr gemeinsames Kunstinteresse führte Christa und Emil auf viele Studienreisen durch zahlreiche Galerien und große Kunsthäuser und Museen im In- und Ausland. Das Studium einschlägiger Literatur in Kunstbüchern inspirierte beide, mit Pinsel und Farbe zu experimentieren. So entstanden viele verschiedenste Werke, die förmlich nach Ausstellungen bettelten. Die Teilnahme an zahlreichen Ausstellungen war die logische Folge. Seine Laudatio auf die Künstler schloss er mit einem Text von Rainer Maria Rilke über das Künstlertum ab: „Künstler sein heißt nicht rechnen und zählen, reifen wie der Baum, der seine Säfte nicht drängt und getrost in den Stürmen des Frühlings steht, ohne die Angst, dass dahinter kein Sommer kommen könnte. Er kommt doch. Aber er kommt nur zu den Geduldigen, die da sind, als ob die Ewigkeit vor ihnen läge, so sorglos still und weit. Ich lerne still und weit. Ich lerne es täglich, lerne es unter Schmerzen, denen ich dankbar bin: Geduld ist alles.“ Stieglitz wünschte viel Freude beim Betrachten der Bilder und vielleicht der Auswahl eines oder gar mehrerer Mitbringsel von dieser Ausstellung.

Einen Rückblick über die Schaffensphasen von Christa und Emil Kerstein gibt die Ausstellung „Bilder-Retrospektive“ mit rund 80 Objekten in der Fronfeste. Das Vorhaben zum 80. Geburtstag, eine Ausstellung ihrer Werke zu präsentieren, konnte Christa Kerstein nicht mehr in die Tat umsetzen. Er liebe Stillleben, Ikonen, Landschaften und Porträts, sagt Kerstein über seine Leidenschaft. Christa und Emil Kerstein kamen 1996 aus München nach Neubäu. Sie haben viele Jahre begeistert gemalt. So sammelte sich ein großer Schatz an Bildern an. Christa Kerstein wollte zu ihrem 80. Geburtstag ihre Werke in einer Ausstellung präsentieren. Doch vor zwei Jahren starb sie mit 79 Jahren. Ihr Ehemann Emil hat gemeinsam mit Elisabeth Ertl die Ausstellung „Bilder-Retrospektive“ organisiert. Die Ausstellungsstücke sind überwiegend in Öl und Acryl gefertigt. Emil Kerstein ist 1939 in Zagreb geboren und gelernter Maschinenbautechniker. Von ihm sind Stillleben, Porträts, Landschaften und einige Ikonen zu sehen. Für die musikalische Umrahmung sorgten Monika Neppl, Mathias Forst, Fritz Maier, die mit dem Lieblingsstück „Amazing Grace“ der Kersteins die Veranstaltung abschlossen.

die Ausstellung

  • Online:

    Bilder von Christa und
    Emil Kerstein sind auch im Internet auf der Homepage des Kunst- und Kulturvereins Roding zu sehen, www.kunst-kultur-roding.de (rjm)

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