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Gemeinde

Richard Plötz nach 32 Jahren imVorruhestand

In der Jahresabschlusssitzung zog Bürgermeister Franz Haberl Bilanz und wagte einen Blick ins Jahr 2018.
Von Werner Weiss

  • Der „Ruheständler“ Richard Plötz (2.v.r.) mit Bürgermeister Haberl, der Ehefrau Agnes Plötz und 2. Bürgermeister Ederer (v.l.n.r.) beim Eintrag in das Goldene Buch der Gemeinde.Foto: cpf
  • Dieser Grenzstein wird künftig das Territorium des Richard Plötz abgrenzen.

Pemfling.Zur Jahresabschlusssitzung hatte Bürgermeister Franz Haberl ins Gasthaus „Zum Bräu“ nach Pemfling eingeladen. Der öffentlichen Sitzung ging bereits der nichtöffentliche Sitzungsteil voraus.

Das Ergebnis der Globalberechnung verbunden mit der 1. Änderung der Beitrags- und Gebührensatzung zur Entwässerungssatzung (BGS/EWS) sowie Billigungsbeschluss des Bebauungsplanes Nr. 8 Baugebiet „Großbergerdorf-Erlenstraße- waren die Schwerpunkte dieser Abschlusssitzung.

Die Vor- und Nachkalkulation der Globalberechnung durch das Fachbüro Radlbeck ergab, dass bisher erhobene Gebühren nicht kostendeckend sind. Zwei Varianten standen zur Entscheidung an (siehe Info). Die Variante zwei, so der Bürgermeister wäre sein Vorschlag ans Gremium. Nach kurzer Beratung wurde mit 9 : 4 Stimmen die Variante zwei angenommen.

Der Vollzug des Kommunalabgabengesetzes mit dem Erlass der ersten Änderung der Beitrags- und Gebührensatzung zur Entwässerungssatzung stand zur nächsten Entscheidung an. Die Grundgebühr beträgt bei der Verwendung von Wasserzählern mit Dauerdurchfluss bis vier Kubilmeter 58 Euro/Jahr, bis zehn Kubikmeter 92 Euro und über zehn Kubikmeter 126 Euro. Die Einleitungsgebühr wird mit 2,25 Euro je Kubikmeter festgesetzt. Die Änderungssatzung tritt zum 1. Januar in Kraft.

Ein weiterer Schwerpunkt war der Bebauungsplan Nr. 8 Baugebiet „Großbergerdorf-Erlenstraße“ mit der Abhandlung der Stellungnahmen Träger öffentlicher Belange und der Fassung des Billigungsbeschlusses. Der Stellungnahme des Landratsamtes, die Zaunhöhe zu regeln, wurde einstimmig zugestimmt. und auf 1,20 Meter festgelegt. Weitere Stellungnahmen waren nicht relevant, so dass der Gemeinderat den vom Planungsbüro Altmann, Cham erarbeiteten Bebauungsplan und Erläuterungsbericht einstimmig genehmigte.

Vor dem Jahresrückblick lud der Bürgermeister Franz Haberl alle Anwesenden, darunter auch die Bediensteten zu einem gemeinsamen Essen ein.

„Die Jahresschlusssitzung ist ein guter Moment einen kurzen Blick zurückzuwerfen auf ein arbeitsreiches und interessantes Jahr 2017“, so Bürgermeister Haberl. Erfreulich sei, dass die Geburtenzahlen mit bisher 25 über den Sterbefällen von bisher 17 Gemeindebürgern liegen. Die Einwohnerzahl ist erneut leicht auf 2246 angestiegen.Zehn Brautpaare gaben sich das Versprechen auf Lebenszeit.

Zwei Großbaustellen

Zwei Großbaustellen prägten die Kommune. Zum einen war dies die Erweiterung und Generalsanierung der Kindertagesstätte St. Anna und die Sanierung der GV-Straße von Wöhrhof bis Schiltlmühle mit einer Oberbauverstärkung, die auf einem Teilstück sogar einen Vollausbau erfuhr. Mit dem Regenüberlaufbecken in Großbergerdorf wurde eine Auflage der Wasserwirtschaft zur gedrosselten Einleitung von Oberflächenwasser erfüllt. In Verbindung mit Tauschgeschäften konnte in Großbergerdorf Rohbauland erworben werden, auf dem das Baugebiet „Großbergerdorf-Erlenstraße“ entsteht. Auf dem Gebiet der Kultur entwickelt sich die Kommune immer besser mit zahlreichen Konzerten. Ein weiteres Highlight im zu Ende gehenden Jahr war die Waldweihnacht am letzten Wochenende in Kreuth. Im Sport hatten die Fußballer des TSV mit dem Aufstieg in die Kreisliga ein schier unerreichbares Ziel erreicht. Klein aber fein Form begann der Obst- und Gartenbauverein Grafenkirchen seinen 80. Geburtstag. Eine Glockensegnung konnte man in Elsing miterleben. Nicht unerwähnt blieb die Auszeichnung der Grafenkirchener Jugendfeuerwehr mit dem Jugendpreis des Landkreises. Gleiches ist auf die mehrfachen Fahrten der Rumänienhilfe durch Franz Irrgang und seinem Helferteam zutreffend.

Neues TSF 2018

Zum Abschluss gab Bürgermeister Haberl eine kurze Vorausschau auf 2018. Die FFW Großbergerdorf bekommt ihr neues TSF. Die Frauenholzwege können saniert werden, soweit alle Anlieger mitmachen. Die GV-Straße nach Frieding erfährt eine Oberbauverstärkung. Der Investitionsschwerpunkt liegt allerdings beim Ausbau der Ortsdurchfahrt von Großbergerdorf. Weiterführung und Verbesserung der DSL Versorgung bleibt ein Dauerbrenner. Die Erschließung mittels FTTH (Glasfaser bis ins Haus) für etwa 100 bisher nicht erschlossene Anwesen 2018 und 2019 ist beschlossene Sache.

In die Jahresschlusssitzung integriert war auch die Verabschiedung von Amtsinspektor Richard Plötz in den Vorruhestand nach 32 Jahren bei der Gemeinde. Der Bürgermeister bescheinigte Richard Plötz, dass dieser als Kassenverwalter der Gemeinde seine Aufgaben vorbildhaft erfüllte. Nipsild war sein Leitwort – es stand für „Nicht in Problemen, sondern in Lösungen denken“. „Richard du bist ein feiner Mensch, ein Kumpel mit dem man hervorragend diskutieren, aber nicht streiten kann“, so Haberl. Als Abschiedsgeschenke wurden ihm eine Uhr und ein Grenzstein mit dem Wappen der Gemeinde Pemfling und den eingemeißelten Initialen P. R. übergeben. Seiner Ehefrau Agnes überreichte er einen Erholungsgutschein.

Die Berechnung

  • Variante 1:

    Anhebung der Verbrauchsgebühren von derzeit 2,09 auf 2,36 Euro jeKubikmeter.

  • Variante 2:

    Anhebung Verbrauchsgebühren um 0,16 Euro je Kubikmeter (2,25) und gleichzeitig Erhöhung der Grundgebühr um 10, 20 bzw. 30 Euro.Dies ergibt bei Wasserzählern bis vier Kubikmeter auf 58, bis 10 Kubikmeter auf 92 und über zehn Kubikmeter auf 126 Euro pro Jahr.

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