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Vortrag

Richtiger Blick auf den Wohlstand

„Gut leben statt immer mehr haben“ hieß es beim Frauenbund.

Frauenbund-Vorsitzende Michaela Göttlinger bedankte sich Bernhard Suttner.Foto: cpf
Frauenbund-Vorsitzende Michaela Göttlinger bedankte sich Bernhard Suttner.Foto: cpf

Pemfling.Der Frauenbund Pemfling hatte zum Vortrag „Gut leben statt immer mehr haben“ mit Bildungsreferent Bernhard Suttner ins Pfarrheim eingeladen. Sich an das Materielle zu klammern, ist nicht der Weg zu gutem Leben. Es benötige einen richtigen Blick auf den Wohlstand, so Suttner. Dieser gelinge nur mit dem Hintergrundwissen, dass Wohlstand aus Materiellem, Zeit und Beziehungen besteht. Heutzutage beschränkt er sich oftmals nur auf Ersteres. „Wir müssen uns befreien vom ‚Haben, haben, haben‘ und alle drei Säulen des Wohlstands berücksichtigen“.

Suttner erklärte, dass der materielle Umsatz zu hoch ist. Dies gelte es zu ändern, da der Mensch von einem erneuerbaren System lebt, für dessen Erhalt Pflanzen verantwortlich sind. Dabei handelt es sich um ein begrenztes System, es kann also knapp werden für alle Menschen. Die Sucht nach dem Materiellen zieht eine enorme Abfallproduktion nach sich; auch die Atmosphäre wird von gasförmigen Müll überbeansprucht. Dies wissend, gelte es, den MIPS (=Materialinput pro Serviceeinheit) zu drosseln. Als Empfehlungen dazu nannte der Referent die Schlagwörter höchste Qualität beim Einkauf, Effizienz, Regionalität und Saisonalität bei der Versorgung, Suffizienz sowie Nutzung von erneuerbaren Systemen.

Weiter ist die Zeitnot eine große Not der modernen Menschen, vor allem in der „heißen Phase ihres Lebens“. Sie haben immer mehr Aufgaben und halsen sich auch immer mehr auf. Nur durch das rigorose Streichen eingeschliffener Aufgaben – hier nannte er den Freizeitstress, soziale Netzwerke, Ehrenämter, „Erziehung erwachsener Kinder“ – könne man aus diesem Teufelskreis ausbrechen.

Die damit gewonnene Zeit kann man schließlich für den Beziehungs-Wohlstand einsetzen. Das Geheimnis für diesen ist eine gute, eine hervorragende Kommunikation. Das Symbol eines Fächers verwendend, ist der Kommunikations-Fächer bei einer guten Beziehung zwischen den Menschen weit geöffnet; es gibt viele verschiedene Gesprächsformen. Reduziert sich deren breite Palette jedoch auf die drei schlimmen Kommunikationsformen der negativen Kritik, der Anordnungen und der Verhöre, gibt es keine Chance mehr – der Fächer ist fast ganz geschlossen, die Beziehung funktioniert nicht mehr.

Nach einer kurzen Diskussion bedankte sich Frauenbund-Vorsitzende Michaela Göttlinger bei Bernhard Suttner mit einem kleinen Präsent für den interessanten Abend. (cpf)

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