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Region Cham
Sonntag, 23. September 2018 23° 8

Ereignis

Riesentrubel auf Schorndorfs Straßen

60 Vereine erwiesen der SuKK, die ihren 125. Geburtstag und das 30-jährige Bestehen der Reservisten feierte, die Ehre.

  • Beim Festzug ging es im Schorndorfer Ortskern ganz schön eng zu. Foto: csa
  • Ein Traum in Türkisblau: die Festdamen Foto: csa
  • Schwerstarbeit leisteten die Fahnenträger. Foto: csa

Schorndorf.Nochmals einen großartigen Tag erlebte Schorndorf am Sonntag anlässlich des 125-jährigen Bestehens der SuKK mit dem Festgottesdienst beim Kriegerdenkmal, dem Festzug durch den Ortskern und dem Festakt im Festzelt. Fast 60 Vereine erwiesen dem Jubelverein, der zugleich das 30-jährige Bestehen der Reservistengruppe feierte, die Ehre.

Der Ehrenpatenverein SuKK Untertraubenbach Foto: csa
Der Ehrenpatenverein SuKK Untertraubenbach Foto: csa

„Heimat ist ein starker Begriff“, sagte Pfarrer Martin Schöpf bei seiner Festpredigt, viele Soldaten hätten in Kriegen fern der Heimat ihr Leben verloren. Ebenso seien viele vertrieben worden und hätten sich auf die Suche nach einer neuen Heimat machen müssen. Das Kriegerdenkmal auch hier in Schorndorf erinnere daran. Allerdings gehe es dabei nur um die irdische Heimat, sagte der Geistliche. „Mit der Taufe ziehen wir hin zur eigentlichen Heimat, zum Himmel.“ Vor dem Schlusssegen segnete er den neuen Reservisten-Wimpel und die Festbänder.

Zum 30-jährigen Bestehen der Reservistengruppe wurde ein Wimpel neu angeschafft. Foto: csa
Zum 30-jährigen Bestehen der Reservistengruppe wurde ein Wimpel neu angeschafft. Foto: csa

Nach dem Gottesdienst ergriff Oberst a. D. Richard Drexl in seiner Funktion als Präsident des Bayerischen Soldatenbundes das Wort. Er verwies auf das Tagesdatum, den 17. Juni, mit der Niederschlagung des Volksaufstandes in der DDR 1953. „Für Ältere war das ein Gedenktag, den man ein Leben lang begangen hat, heute ist er nahezu vergessen und Jüngere können mit dem Datum kaum mehr etwas anfangen.“ Für Drexl ebenfalls unbegreiflich: „Man muss mit der eigenen Regierungschefin streiten, damit Grenzen wieder Grenzen werden“. Der SuKK Schorndorf gratulierte er zum Jubiläum: „Das bedeutet auch: 125 Jahre Erinnerungs- und Friedenswerk der Nachwelt erhalten, damit niemals wieder passiert, was unseren Vorfahren passiert ist“.

Die Blicke auf sich zogen besonders Festbraut Andrea Lang, Festmutter Nina Sturz-Molot sowie die Festdamen und Festkinder. Foto: csa
Die Blicke auf sich zogen besonders Festbraut Andrea Lang, Festmutter Nina Sturz-Molot sowie die Festdamen und Festkinder. Foto: csa

Bürgermeister Max Schmaderer sagte im Festzelt: „Auch wenn wir seit 73 Jahren in unserem Land in Frieden leben dürfen, sind die SuKKs in der aktuellen weltweiten Krisensituation als Vorbild und Mahner für die Friedenssicherung und Völkerverständigung aktueller denn je und von hoher Bedeutung“. Die SuKK Schorndorf sei Macher und Gestalter des öffentlichen Lebens. Für den Kreisverband Cham gratulierte Stellvertreter Martin Kürzinger dem „mitgliedstärksten und aktivsten Verein“.

Michael Klinger für den Patenverein SuKK Altenmarkt-Janahof und Daniel Zimmermann für den Ehrenpatenverein SuKK Untertraubenbach zeigten sich stolz, dass mit diesen Festtagen sowohl Zusammenhalt als auch Kameradschaft weiter gestärkt werden, um auch in Zukunft die Tradition der Kriegervereine fortführen zu können.

Einen weiteren Höhepunkt bildete am Nachmittag der Festzug. Die Schirmherren Manfred Sturz und Ludwig Mandl waren erleichtert, denn es blieb trotz dunkler Wolken nur bei ein paar Regentropfen. (csa)

125 Jahre SuKK Schorndorf

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