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Region Cham
Dienstag, 17. Juli 2018 27° 3

Jahresausflug

Rimbacher Gartler im Holunderdorf

Der OGV besuchte in Bischofsmais die Wallfahrtsstätte St. Hermann und die Burgruine Weißenstein mit dem gläsernen Wald.

Die Rimbacher Gartler im gläsernen Wald nahe der Burgruine Weißenstein auf dem Pfahl Foto: kvo
Die Rimbacher Gartler im gläsernen Wald nahe der Burgruine Weißenstein auf dem Pfahl Foto: kvo

Rimbach.Zum Programm gehörte auch ein Vortrag über den Holunder, der ein wahrer Gesundbrunnen sei, wie die Teilnehmer erfuhren und in verschiedenen Variationen auch verköstigen konnten.

„Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah“, so könnte der Jahresausflug des Obst- und Gartenbauvereins Rimbach bezeichnet werden, der am vergangenen Sonntag ins Holunderdorf Bischofsmais führte. In Bischofsmais, das sich als Holunderdorf bezeichnet, stieg dann die Reiseführerin Barbara Hintermair zu, die die Rimbacher dann zunächst zur Wallfahrtsstätte St. Hermann führte und schon während der kurzen Fahrt einiges über diese besondere Einheit mit den drei Kirchen zu erzählen wusste. Vor Ort berichtete die Reiseführerin, dass im Jahre 1322 der aus Heidelberg stammende Einsiedler Hermann in der Nähe vom heutigen Bischofsmais eine Klause und eine Kapelle errichtete. Aus dieser Einsiedelei entwickelte sich bald eine Wallfahrt, da viele Menschen aus der Umgebung bei dem Laienbruder Hilfe und Rat erbaten und wohl auch fanden, wie die große Zahl von Votivbildern beweist.

Wohl kaum ein Besucher der Kapellen, der sich nicht die Augen mit dem Wasser wäscht und einen Schluck aus der Quelle nimmt. Als auch die Brunnenkapelle zu klein wurde, um die Wallfahrer aufzunehmen, entstand Mitte des 17. Jahrhunderts die Wallfahrtskirche, die dann 1677 den hl. Laurentius und dem hl. Bartholomäus geweiht wurde.

Mit den zwei Kirchenpatronen kann auch zweimal Patrozinium gefeiert werden. In der Wallfahrtskirche stimmten die Rimbacher ein Marienlied an, bevor die Fahrt weiter nach Habischried führte, wo im Gasthaus „Zum alten Wirt“ ein Vortrag über den Holunder auf dem Programm stand.

Nach dem Mittagessen führte die Fahrt zur Burgruine Weißenstein auf dem Pfahl. Hier informierte die Reiseführerin über die Entstehung dieser einmaligen Felsformation, auf der die Burg errichtet wurde. Sie gab auch umfassende Informationen über „das fressende Haus“, das der Dichter Siegfried von Vegesack bewohnte und darüber in seinen Büchern berichtet hat. Besichtigt konnten dort auch die aus Glas errichteten Skulpturen des „gläsernen Waldes“ werden, bevor dann die Heimfahrt angetreten wurde. (kvo)

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