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Donnerstag, 21. Juni 2018 28° 2

Pfarrausflug

Rimbacher in der Herzogsstadt

Von Admont bis Graz: Gläubigengruppe um Pfarrer Seidl war fünf Tage zu Gast in der Steiermark.

Die Teilnehmer am Pfarrausflug vor dem Denkmal Erzherzog Johann auf dem Hauptplatz in Graz. Foto: kvo
Die Teilnehmer am Pfarrausflug vor dem Denkmal Erzherzog Johann auf dem Hauptplatz in Graz. Foto: kvo

Rimbach.Fünf erlebnisreiche Tage brachte der diesjährige Pfarrausflug für die fast 40 Angehörigen der Pfarrei Rimbach und der Expositur Zenching mit sich. Das „Grüne Herz Österreichs“, wie die Steiermark auch genannt wird, hatte Kultur, Geschichte und moderne Technik für die Reisenden aus dem Bayerischen Wald zu bieten. Angefangen von Mariazell, einem der bedeutendsten Wallfahrtsorte der Alpenrepublik, über die Landeshauptstadt Graz mit ihren Sehenswürdigkeiten und die Hundertwasserkirche in Bärnbach, bis hin zum Benediktinerstift von Admont reichten die sehenswerten Reiseziele. Neben der herrlichen Landschaft, die es an allen Tagen bei der Fahrt zu sehen gab, wurde auch das Erzbergwerk in Eisenerz besucht und mit dem 850-PS-Taxi die Abbaustelle erkundet und auch eine Kürbiskern-Ölmühle wurde besucht. Bei der Heimfahrt wurde noch ein Abstecher zum Alpl, der Heimat des Schriftstellers Peter Rosegger gemacht.

Den Pfarrausflug 2018 werden die Mitfahrer sicher noch lange in guter Erinnerung behalten, denn begünstigt durch das schöne Wetter wurde das Reiseprogramm zu einem schönen Erlebnis. In Mariazell, dem wohl bedeutendsten Wallfahrtsort Österreichs, Dort stand die Besichtigung der Basilika auf dem Programm und bei einer Führung konnten die Schatzkammern bestaunt werden. Ein besonderer Blickfang war auch die Muttergottesstatue auf dem Hochaltar, die seit dem Besuch von Mariazell durch Papst Benedikt XVI. mit einer goldenen Rose geschmückt ist. Im Anschluss an die Führung hielt Pfarrer Seidl in einer Seitenkapelle mit der Reisegruppe eine Maiandacht. Nach einer Kaffeepause führte die Fahrt über den Seebergsattel nach Niklasdorf, wo im Hotel Brücklwirt die Zimmer bezogen wurden und der Abend mit einem Candlelight-Dinner ausklang.

Beeindruckt von Graz

Am zweiten Tag stand dann zunächst die Landeshauptstadt Graz auf dem Reiseprogramm. Dazu war ein einheimischer Reiseführer zugestiegen, der die Rimbacher Gruppe dann auch die zwei weiteren Tage begleitete und dabei viel Wissenswertes über das „Grüne Herz Österreichs“ zu erzählen hatte. In Graz startete man zunächst zu einem Rundgang durch die bezaubernde Altstadt, zum Dom und den weiteren Sehenswürdigkeiten, wie das Mausoleum das Kaiser Ferdinand II errichten ließ, die Burg mit der architektonisch interessanten Doppelwendeltreppe und Sitz der Landesregierung, vorbei am Glockenspiel zur Murinsel, die 2003 anlässlich der Ernennung zur Kulturhauptstadt Europas in den Fluss gebaut wurde. Beeindruckend aus der Blick auf das futuristisch erscheinende Kunsthaus, das darum oft auch als „Friendly Alien“ bezeichnet wird. Dann ging es zum Schlossberg mit dem Uhrturm weiter. Während der Großteil der Gruppe den Lift dazu nutzte, ließen es sich die Sportlicheren nicht nehmen, die vielen Stufen zum Plateau zu erklimmen von wo sich allen ein herrlicher Blick über Graz bot.

Mit Kleinbussen wurden die Rimbacher dazu auf die über 500 Jahre alte Alm gebracht die auf fast 900 Metern Höhe liegt. Dort wurden die Ausflügler mit Zirbenschnaps begrüßt und konnten es sich dann aufgrund des herrlichen Wetters im Freien gemütlich machen und das herrliche Bergpanorama genießen, während der Wirt auf dem Holzkohlegrill deftige Schmankerl zu bereitete. Lustige Gruppenspiele und musikalische Unterhaltung mit einem Harmonika-Spieler sorgten zudem für ausgelassene Stimmung, bevor es dann am Abend zurück zum Hotel ging.

Das Gesäuse genossen

Auch der dritte Tag führte die Fahrt zunächst nach Admont, wo in der Benediktiner-Stiftkirche ein Gottesdienst mitgefeiert wurde. Durch die beeindruckende Landschaft des Gesäuses ging es dann weiter zum Leopoldsteiner See der in einer einstündigen Wanderung umrundet wurde. Ein besonderes Erlebnis wurde dann am Nachmittag der Besuch des Erzbergwerkes in Eisenerz, wo im Tagebau rund um die Uhr Erz, hauptsächlich Siderit, abgebaut wird. Mit riesigen Muldenkippern wird das aus dem Berg gesprengte Erz abtransportiert.

Und mit einem solchen mächtigen Fahrzeug, „Hauly“ genannt, das zu einem „Großraumtaxi“ für 60 Personen umgebaut wurde, ging es, angetrieben von 850 PS in atemberaubender Fahrt in das Erzbergwerk, wo die Führerin während der Fahrt und bei einigen Haltepunkten viele Erklärungen zum Erzabbau und dessen Verarbeitung gab.

Am vierten Tag wurde in Herbersdorf eine der ältesten Kürbiskern-Ölmühlen besucht. Am fünften Tag war noch ein Abstecher zum Kluppenegger Hof, dem Geburtshaus des bekannten Schriftstellers Peter Rosegger, auf dem Alpl geplant. Dort wurden die Rimbacher mit dem Ausblick auf weine schöne Landschaft belohnt. (kvo)

Die Steiermark ist eines von neun Bundesländern der Republik Österreich.

Ihre Hauptstadt ist Graz, welche auch mit Abstand die größte Stadt der Steiermark ist.

Das flächenbezogen zweitgrößte, der Einwohnerzahl nach das viertgrößte Bundesland Österreichs grenzt an die Republik Slowenien. Die Bewohner sind die Steirer.

die nummer zwei

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