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Robinie ergänzt den Baumlehrpfad

Vereine pflanzen den Baum des Jahres in Raubersried und zeigen seine Besonderheiten.
Jakob Moro

Das bewährte Team des OGV Friedersried und des Kapellenvereins Raubersried pflanzte heuer in aller Stille den Baum des Jahres 2020. Foto: Jakob Moro
Das bewährte Team des OGV Friedersried und des Kapellenvereins Raubersried pflanzte heuer in aller Stille den Baum des Jahres 2020. Foto: Jakob Moro

Stamsried.Befänden wir uns nicht in der „Corona-Zeit“, gäbe es nun ein kleines Fest in Raubersried. So wurde am vergangenen Montag der Baumlehrpfad, das Ziel von Naturfreunden aus der ganzen Oberpfalz, in aller Stille mit einem weiteren Baum ergänzt. Das Team des Kapellenvereins Raubersried und des Obst- und Gartenbauvereins Friedersried pflanzten den Baum des Jahres 2020, eine Robinie. Der Raubersrieder Baumlehrpfad sei eine einmalige Einrichtung in der Region und werde mittlerweile häufig durch auswärtige Gruppen von Naturfreunden besucht, sagte Fritsch, der erste Vorsitzende des örtlichen Obst- und Gartenbauvereins. Neben den 31 jeweiligen Bäumen des Jahres, ergänze auch der Baum des Jahrtausends, der Ginkgo, den Lehrpfad. Mit der Robinie rücke die Stiftung von Dr. Wodarz nun eine Ulmenart ins Licht der Öffentlichkeit, die bisher wenig bekannt sei: die Robinie (Robinia pseudoacacia). „Der auch als Scheinakazie bekannte Baum kam 1601 durch den Hofgärtner französischer Könige, Jean Robin, nach Europa. Bei einem Umfang von fünf Metern kann sie bis zu 25 Meter hoch werden. Als Pioniergehölz verträgt sie Trockenheit. Bakterien, die an ihren Wurzeln leben, fixieren Luftstickstoff. So verdrängt sie Pflanzen, die nährstoffarme Böden lieben,“ erklärt Wodarz.

Ihr Samen sei jahrzehntelang keimfähig und sie kreiere extrem starke Wurzelausläufer. Oft könne sie bis zu 100, seltener 200 Jahre alt werden. Als invasive Art bedrohe sie sensible Ökosysteme. Die nektarreiche weiße Schmetterlingsblüte erfolge spät und bringe wichtige Nahrung für Insekten. Der Baumsei wichtiger Lebensbaum vor allem für Pilze, Spinnen, Insekten und Vögel. Wodarz sagt: „Sie ist ein beliebter Parkbaum. Das Holz ist extrem hart und widerstandsfähig. Es wird im Spielplatzbau, Landschaftsbau und in Weinbergen verwendet.“ (rjm)

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