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Rodinger beten an der frischen Luft

In Roding fand der erste Gottesdienst der evangelischen Kirchengemeinde nach der Corona-Pause statt – vor der Kirche.
Von Josef Kneitinger

Am Pfingstsonntag fand auf dem Martin-Luther-Platz ein Gottesdienst im Freien statt. Foto: Josef Kneitinger
Am Pfingstsonntag fand auf dem Martin-Luther-Platz ein Gottesdienst im Freien statt. Foto: Josef Kneitinger Foto: Josef Kneitinger

Roding.Pfingsten gilt als der Geburtstag der Kirche – und zum ersten Gottesdienst nach der langen Corona-Pause hatte die evangelische Kirchengemeinde Roding am Sonntagvormittag eingeladen. Pfarrer Michael Hinderer begrüßte die Gläubigen auf dem Martin-Luther-Platz vor der Christuskirche. Die Gottesdienste werden künftig im 14-tätigen Wechsel mit den Ge(h)danken Stations-Gottesdiensten im Stadtpark stattfinden.

„Das Gefühl dieser Tage ist, dass wir alle eine Sehnsucht nach Normalität haben und dass wir wieder gerne zurückkehren möchten, wie es vorher war und das ist ganz verständlich. Wir sitzen zwar nicht im selben Boot, aber haben alle denselben Sturm erlebt auf ganz unterschiedliche Weise“, so Pfarrer Hinderer. „Wir blicken auch zurück auf die vergangene Woche und jede(r) bringt so seine eigenen Gedanken und Sorgen mit. Die Freude über die Lockerungen der Beschränkungen, dass man Freunde und Familie treffen kann und dass das soziale Leben wieder zurückkehrt, das tut gut.“

Sorgen und angegriffene Nerven

Es gebe aber auch noch vieles, was noch Sorgen bereite, denn mancher muss um seinen Job und um seine Existenz bangen. Kurzarbeit, Home-Office sowie plärrende und spielende Kinder zerrten an den Nerven.

Auch für die Kinder selbst sei es eine anstrengende Zeit gewesen und wird auch noch anstrengend werden. „Und alles was uns jetzt beschäftigt, wollen wir in der Stille vor Gott bringen“, so Pfarrer Hinderer. „Vom Heiligen Geist gibt es viele Bilder, wie wir aussagekräftig erleben. Gott als Wirkkraft als Geistkraft.“

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Ansteckend kann auch der Glaube sein

Pfarrer Hinderer sprach Worte zum Pfingstwunder aus der Apostelgeschichte, bei der ganz unterschiedliche Menschen mit verschiedenen Sprachen versammelt waren. Raus aus der Kirche, rein in den Alltag. „So wie Corona über die Luft übertragen wird, kann auch der Glaube ansteckend sein“.

Der Geist Gottes führe Menschen zusammen und das schenke uns der Heilige Geist. Mit dem Segen endete der Gottesdienst im Freien, der von Helmut Hofmann musikalisch umrahmt wurde, und unter der Einhaltung des Mindestabstandes und der Maskenpflicht stattfand.

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