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Politik

Rodings Kandidaten auf der Echo-Bühne

Drei der vier Bewerber um das Bürgermeisteramt stellen sich bei unserer Podiumsdiskussion in der Stadthalle den Fragen.
Von Bastian Schreiner

Neben Cham und Waldmünchen veranstaltet das Bayerwald-Echo auch in Roding eine Podiumsdiskussion mit den Bürgermeister-Kandidaten. In Roding wird das Polit-Event zu einem Dreikampf zwischen SPD, FDP und Freien Wählern. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Neben Cham und Waldmünchen veranstaltet das Bayerwald-Echo auch in Roding eine Podiumsdiskussion mit den Bürgermeister-Kandidaten. In Roding wird das Polit-Event zu einem Dreikampf zwischen SPD, FDP und Freien Wählern. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Roding.Das wird einer der spannendsten Termine im Rodinger Wahlkampf: Am Freitag, 21. Februar, 19 Uhr, bittet unser Medienhaus die Bürgermeister-Kandidaten zur Podiumsdiskussion. Das direkte Aufeinandertreffen von Alexandra Riedl (Freie Wähler), Renate Hecht (SPD) und Alfred Stuiber (FDP) geht in der Rodinger Stadthalle über die Bühne und ist öffentlich. Rainer Gleixner (CSU) hat den Termin abgesagt.

„Eine lebendige Demokratie lebt vom Wettstreit der Meinungen. In besonderer Weise gilt dies natürlich für Wahlkampfzeiten“, sagt Frank Betthausen, Redaktionsleiter des Bayerwald-Echos, der mit Rodings MZ-Büroleiter Bastian Schreiner durch den Abend führt. Bei der Veranstaltung können die Kommunalpolitiker zum einen ihre Vorstellungen zur Weiterentwicklung der Stadt darlegen. Zum anderen können auch die Wähler den Kandidaten auf den Zahn fühlen.

Die Gründe für die Absage

Gerne hätte unser Medienhaus auch CSU-Kandidat Rainer Gleixner auf dem Podium gehabt. Er möchte jedoch seinen, wie er sagt, „langfristig und informativ angelegten sowie programmatisch aufgebauten Wahlkampf“ durchziehen. Die Beweggründe seiner Absage erklärt Gleixner so: „Ich sehe einen echten Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger, wie sich täglich zeigt, nur in meinem persönlichen Bürgertreff, damit sich im demokratischen Sinne durch eine hohe Wahlbeteiligung auch der echte Wählerwille in Roding abbilden kann.“ Da er diesen Weg bis zum Wahltag mit aller Kraft weiterverfolgen und seine Programmatik einhalten wolle, werde er dem Treffen fernbleiben.

Rainer Gleixner (CSU) Foto: Schwarzfischer
Rainer Gleixner (CSU) Foto: Schwarzfischer

Redaktionsleiter Frank Betthausen bedauert die Absage. „Ich kann sie als Zeitungsmann immer noch nicht nachvollziehen, aber ich respektiere sie“, sagt er und betont, dass die MZ allen Kandidaten die gleichen Chancen und Möglichkeiten habe einräumen wollen.

So freut es ihn, dass die drei Bewerber von SPD, FDP und Freien Wählern ihre Bereitschaft signalisiert haben und sich den Fragen der Moderatoren und Rodinger Bürger stellen. Die Diskussion soll sich mit den drängendsten lokalpolitischen Themen befassen und in sachlicher Atmosphäre stattfinden.

Sich informieren und mitreden

  • Termin:

    Die Podiumsdiskussion mit den drei Kandidaten Alexandra Riedl (Freie Wähler), Renate Hecht (SPD) und Alfred Stuiber (FDP) findet am Freitag, 21. Februar, um 19 Uhr in der Rodinger Stadthalle statt. Einlass ist ab 18 Uhr. Alle Bürger, die sich das Polit-Ereignis nicht entgehen lassen wollen, sind eingeladen.

  • Ablauf:

    Nach einer kurzen Vorstellungsrunde werden die beiden Moderatoren – Redaktionsleiter Frank Betthausen und MZ-Redakteur Bastian Schreiner – Themenschwerpunkte setzen und Fragen stellen. Danach werden die Kandidaten mit Fragen unserer Leser sowie live mit denen der Gäste konfrontiert.

  • Fragen:

    Es gibt Themen, die Ihnen auf den Nägeln brennen? Schreiben Sie uns gerne Ihre Fragen, mit denen die Moderatoren die drei Kandidaten konfrontieren sollen, unter der Mail-Adresse roding@mittelbayerische.de oder geben Sie sie in der Redaktion in der Paul-Gerhardt-Straße 17 in Roding ab.

Alexandra Riedl von den Freien Wählern freut sich auf die Podiumsdiskussion, „bei der sich ein breites Publikum einen Überblick über die Kandidaten verschaffen kann“. An diesem Abend könnten die Bürger auch die Unterschiede zwischen den Bewerbern herausfinden. „Das soll die Entscheidung bei der Wahl erleichtern“, meint Riedl. Die Gäste werden ein interessantes Aufeinandertreffen in der Stadthalle erleben, ist die 32-Jährige überzeugt. Das Frage-Antwort-Spiel mit den Bürgern mache die Veranstaltung zusätzlich spannend.

„Der direkte Vergleich wird dabei helfen, leichter eine Entscheidung treffen zu können.“

Alfred Stuiber, FDP-Kandidat

Als „gut für die Bürger“ bezeichnet Alfred Stuiber von der FDP die Podiumsdiskussion des Bayerwald-Echos. Der Termin am 21. Februar eigne sich vor allem für die Wähler, die nicht zu Einzelveranstaltungen der Parteien gehen möchten. Das neutrale Podium biete den Besuchern eine bessere Plattform, um sich zu informieren. Seiner Meinung nach sind noch viele Rodinger unentschlossen, bei welchem der vier Bewerber sie ihr Kreuzchen machen werden. „Der direkte Vergleich wird dabei helfen, leichter eine Entscheidung treffen zu können,“ ist sich Stuiber sicher.

Renate Hecht (SPD) Foto: Schwarzfischer
Renate Hecht (SPD) Foto: Schwarzfischer

Auch Renate Hecht von der SPD sieht die Podiumsdiskussion als gute Plattform, um sich der Öffentlichkeit vorzustellen und die Bürger zu informieren. „Das ist bestimmt im Sinne der Wähler, die sich ein Bild von den Kandidaten machen können“, erklärt die Altenpflege-Fachkraft, die einen interessanten Abend erwartet.

Thematische Schlaglichter

Taktieren oder Schlagabtausch – es bleibt abzuwarten, wie sich die Akteure auf dem Podium drei Wochen vor dem 15. März den Wählern präsentieren werden. Einige thematische Schlaglichter stehen hingegen jetzt schon fest. Die Komplexe Krankenhaus, Ganzjahresbad und Bildung schweben schon seit einigen Monaten über der Stadt und werden die Bürger auch weiterhin bewegen.

Alexandra Riedl (Freie Wähler) Foto: Haselsteiner
Alexandra Riedl (Freie Wähler) Foto: Haselsteiner

„Die künftige Gesundheitsversorgung ist ein Riesenthema“, weiß Alexandra Riedl von ihren bisherigen Wahlversammlungen. Aber auch über die Baupolitik und die Bildung werde in Roding rege diskutiert. „Viele fragen sich, wie es in Zukunft mit Kitaplätzen aussieht und was mit den Schulen passiert“, so Riedl. Die Steuerinspektorin und gelernte Busfahrerin hatte im August als Erste verkündet, dass sie auf den Stuhl des amtierenden Bürgermeisters Franz Reichold, der 2020 nicht mehr antritt, will.

Alfred Stuiber (FDP) Foto: Schwarzfischer
Alfred Stuiber (FDP) Foto: Schwarzfischer

Ein wichtiges Thema für Alfred Stuiber ist die Umstellung der Straßenlaternen im Stadtgebiet. Durch die LED-Technik spare man sich zwar Geld, baue aber dafür immer mehr Lichtquellen. Der „Verlust der Nacht“ macht ihm Kopfschmerzen. Ferner fordert der Gärtnermeister, der bei der Wahl 2014 gegen den Amtsinhaber knapp 13 Prozent geholt hatte, ein Gymnasium für Roding. Den weiteren Ausbau der Grund- und Mittelschule Roding hält er für bedenklich. „Die Schule ist mir zu groß“, sagt er.

Neben dem Krankenhaus nennt Renate Hecht den zunehmenden Schwerlastverkehr in der Stadt als Thema, das diskutiert werden sollte. Zu ihren Zielen, die sie umsetzen würde, zählen auch behindertengerechte Wege und Zugänge. Zudem sollte man in Roding einen Baumarkt ansiedeln und den Edeka-Markt halten.

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