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Auszeichnung

Rötz ehrt Bürgermeister Ludwig Reger

Seit 18 Jahren ist Reger im Amt und drückte der Stadt seinen Stempel auf. Dafür bekam er nun die goldene Bürgermedaille.

Noch-Bürgermeister Ludwig Reger trug sich in das goldene Buch der Stadt Rötz ein.  Foto: Franz Bucher
Noch-Bürgermeister Ludwig Reger trug sich in das goldene Buch der Stadt Rötz ein. Foto: Franz Bucher

Rötz.Bürgermeister Ludwig Reger hat in seiner Amtszeit der Stadt Rötz seinen Stempel aufgedrückt und das Ansehen im Landkreis und darüber hinaus gestärkt. Für seine Verdienste verlieh ihm die Stadt am Montag im Fürstenkasten die goldene Bürgermedaille. Dazu waren neben Regers Familienangehörigen die Träger der Bürgermedaille Fritz Winklmann, Alois Gruber, Albert Haimerl senior, Norbert Przybyla und Freunde aus den Partnergemeinden Retz und Altenmarkt an der Triesting aus Österreich gekommen, ebenso die Mitarbeiter der Stadt und Stadtratskollegen.

Nach einem Stehempfang mit Sekt hielt Vize-Bürgermeister Wolfgang Spießl die Laudatio. Mit Ludwig Reger werde eine Persönlichkeit geehrt, die sich besondere Verdienste um die Stadt erworben habe, sagte er. Da am 30. April 2020 die Amtszeit Regers endet, sei es den Stadträten ein Anliegen, ihn für die fruchtbare Zusammenarbeit zu ehren. „Heute kann ich nur ansatzweise die Verdienste von Ludwig Reger um die Stadt Rötz würdigen, die keinesfalls Anspruch auf Vollständigkeit erheben“, so Spießl. Regers kommunalpolitische Karriere begann 1996 mit der Wahl in den Stadtrat, 1999 wurde er 3. Bürgermeister. 2002 wurde er zum 1. Bürgermeister gewählt. 2008 und 2014 wurde er im Amt bestätigt.

Erste Amtshandlungen

Wolfgang Spießl (li.) überreichte Reger die Urkunde.  Foto: Franz Bucher
Wolfgang Spießl (li.) überreichte Reger die Urkunde. Foto: Franz Bucher

Spießl erinnerte an eine seiner ersten Amtshandlungen, die Verlängerung des Gehwegs an der Gütlstraße, die ihm den Spitznamen „Gehweg-Bürgermeister“ einbrachte. Vorausschauend sei seine Strategie in der Energienutzung mit dem Bau der Photovoltaik-Anlagen auf städtischen Gebäuden zur Stromerzeugung für den Eigenverbrauch gewesen. Lang war die Liste der Baumaßnahmen in Regers Amtszeit, die Spießl auflistete: Ausbau des Hackschnitzelheizkraftwerkes, Neubau der Wasserversorgung, Sanierung des Kanals, Bereitstellung von Bauland und Gewerbegebieten, Bau der Sporthalle und Ortsdurchfahrt, Sanierung von Gemeindeverbindungsstraßen. Auf seine Initiative wurde das Flurbereinigungsverfahren eröffnet. Die langersehnte Ortsumgehung ist jetzt im Bau. Regers Hartnäckigkeit sei es zu verdanken, dass dieser Wunsch Wirklichkeit wurde, so Spießl. Ein Markenzeichen Regers seien die soliden Finanzen. Besonders mit dem Namen Reger verbunden seien die Städtepartnerschaften mit Retz und Altenmarkt an der Triesting.

Menschen

Was von 18 Jahren Reger in Rötz bleibt

Seit 2002 ist Ludwig Reger Bürgermeister von Rötz. 2020 will er aufhören. Die Jahre im Amt prägten ihn so, wie er die Stadt.

Ein Geheimnis des Erfolges von Ludwig Reger sei das gelebte Miteinander. Stets habe er ein offenes Ohr für die Anliegen der Bürger. Im Stadtrat wurde stets nach einvernehmlichen Lösungen unter dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“ gesucht. Reger habe gute Kontakte zu den Mandatsträgern und sich im Ehrenamt um die Allgemeinheit verdient gemacht, betonte Spießl. Als förderndes Mitglied sei Reger in vielen Vereinen.

In Würdigung seiner Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung verlieh ihm Regierungspräsident Axel Bartelt die kommunale Verdienstmedaille in Bronze. Spießls Fazit: „Ludwig Reger war ein Macher, kein Jammerer.“ Seine Ziele habe er auch gegen Widerstände hartnäckig verfolgt. Viele Projekte für die Zukunft seien angestoßen. Spießl: „Er wird ein geordnetes Haus übergeben.“

Vize-Bürgermeister Alfred Kliegl von der Partnerstadt Retz hob Regers Engagement um die Freundschaft hervor, erinnerte an viele gemeinsame Aktionen und gratulierte ihm zur Ehrung. Josef Balber, Bürgermeister der Marktgemeinde Altenmarkt an der Triesting, erinnerte an 2007, als mit der Partnerschaft „eine wunderbare Freundschaft zu Rötz“ entstand. Als hohe Auszeichnung wertete er die Bestellung zum Schirmherrn der Schwarzenburg-Festspiele 2019. „Du bist Gestalter und Verwalter“, betonte Balber.

Kommunalwahl

Die schwere Bürgermeisterwahl in Rötz

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Im Namen des Stadtrats und der Rötzer Bürger überreichte Spießl an Reger die goldene Bürgermedaille samt Urkunde. Anschließend durfte sich Reger in das goldene Buch der Stadt eintragen, ebenso seine Lebenspartnerin Gerlinde und die Teilnehmer der Festsitzung.

Starke Unterstützung

Sichtlich gerührt bedankte sich Reger für die Ehre der goldenen Bürgermedaille. „Viele Bürger, der Stadtrat und die Bediensteten der Stadt haben mich immer stark unterstützt. Darum nehme ich die Auszeichnung stellvertretend für alle gerne an und sage Vergelt’s Gott“, so Reger. Ohne großen Gemeinschaftssinn wäre manches Projekt nicht umsetzbar und 60 Millionen Euro zu investieren gewesen. Für das Vertrauen und die Unterstützung dankte Reger den Bediensteten der Stadt, stellvertretend Geschäftsstellenleiterin Andrea Süß, Kämmerin Elisabeth Spießl, Ordnungsamtsleiter Josef Kulzer, Bauhofleiter Rudolf Christoph, Sekretärin Monika Spießl sowie den Familienangehörigen und seinem Stellvertreter Wolfgang Spießl und überreichte Präsente.

Reger betonte, es sei ihm eine Ehre gewesen, 18 Jahre lang als Bürgermeister für Stadt und Bürger gearbeitet zu haben. Für ihn sei es ein Lebensabschnitt gewesen, der großen Raum eingenommen habe. Der Stadt Rötz wünschte er „eine stetige Aufwärtsentwicklung und ein gutes Miteinander“. Anschließen waren die Gäste zum Büfett eingeladen. (wbx)

Aus der Laudatio

  • Karriere:

    Regers Karriere begann 1996 mit der Wahl in den Stadtrat, 1999 wurde er 3. Bürgermeister, 2002 1. Bürgermeister. 2008 und 2014 wurde er im Amt bestätigt.

  • Spitzname:

    Eine seiner ersten Amtshandlungen, die Verlängerung des Gehwegs in der Gütlstraße, brachte Reger den Spitznamen „Gehweg-Bürgermeister“ ein.

  • Projekte:

    Zahlreiche Projekte setzte Reger um, vor allem auch Photovoltaik-Anlagen auf städtischen Gebäuden und den Ausbau des Hackschnitzelheizkraftwerks.

  • Markenzeichen:

    Eines seiner Markenzeichen war die soliden städtischen Finanzen, so der Laudator, stellvertretender Bürgermeister Wolfgang Spießl.

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