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Rötz und seine Straßennamen

Oft verrät die Bezeichnung, was dahinter steckt: Das Bayerwald-Echo stellt den Ursprung einiger Rötzer Straßennamen vor.
Von Nadine Durka

„Rötzer Straßen erzählen Stadtgeschichte“: Timo Gmach befasste sich für sein Buch mit den Straßen in der Stadt.  Foto: Nadine Durka
„Rötzer Straßen erzählen Stadtgeschichte“: Timo Gmach befasste sich für sein Buch mit den Straßen in der Stadt. Foto: Nadine Durka

Rötz.Der gebürtige Rötzer, Diplomforstwirt und Lehrer Tino Gmach und der Lehrer Albert Spindler haben in ihrem Buch Buch „Rötzer Straßen erzählen Stadtgeschichte“ Informationen zum Ursprung der Straßennamen in Rötz zusammengetragen.

Einige Gründe, warum bestimmte Straßen heutzutage so heißen, wie sie heißen, stellen wir Ihnen hier vor:

1. Die Regensburger Straße war Teil einer Fernstraße

Eine ehemals wichtige Straße war die Regensburger Straße. Die Straße führte über Neukirchen-Balbini, Bruck, Nittenau bis nach Regensburg. Somit war sie Teil der internationalen Fernstraße Mailand - Augsburg - Regensburg - Prag. Die Straße war auch wichtiger Postweg. Heute kommt man am schnellsten über die Neunburger Straße nach Regensburg.

2. Schergenkapelle als Namensgeber

Der Kapellenweg verdankt der Schergenkapelle seinen Namen. Die Kapelle war früher auch als Riedererkapelle bekannt. Der Weg dient als Verbindungsweg zur Siedlung Nord und zur Ostmarkstraße. Bereits im Urkataster von 1832 erschien die Bezeichnung des Kapellenwegs. Die heutige Schergenkapelle ist vor wenigen Jahren entstanden.

3. Eine Erinnerung an die Kriegszeit

Der Name der Schlesier- und Sudetenstraße erinnert an die Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg. 848 Nichtortsansässige zählte man im Sommer 1946. Im Juli 1947 war unter den 2500 Einwohnern mehr als ein Drittel aus anderen Orten. Rötz versuchte, für die Vertriebenen menschenwürdigen Wohnraum zu schaffen.

4. Zwei Wege nach Gmünd

Als Gemeindeverbindungsstraße dient die Gmünder Straße. Die Straße verläuft über die alte Handelsroute von Regensburg nach Prag. Und über den Gmünder Weg kommt man – auch hier legt der Name es nahe – ebenfalls nach Gmünd.

5. 19,6 Kilometer bis in die Kreisstadt

Die Chamer Straße hatte nie eine besondere Bedeutung, da die Postverbindung über Schönthal und Grafenkirchen lief. Um nach Cham zu gelangen, legen die Rötzer 19,6 Kilometer zurück.

6. Der Weg zur Schwarzenburg

An der Neunburger Straße zweigt der Bauhofer Weg ab. Er führte zu den kleinen Ortschaften, aber war zugleich auch die Zufahrt zur Schwarzenburg und damit zum Herrschaftsmittelpunkt der Gegend bis ins 16. Jahrhundert.

7. Diese Straße war einst die Amberger Chaussee

Die Neunburger Straße hieß früher „Amberger Chaussee“. In einer Urkunde 1017 wurde Neunburg vorm Wald erstmals genannt. Rötz erschien ebenfalls in dieser Urkunde.

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