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Tradition

Rötzer begingen den Volkstrauertag

Stadt und Reservisten ehren beim Volkstrauertag Gefallene und Vermisste am Rötzer Ehrenmal mit einer Kranzniederlegung.
Von Günther Hofmann

Bürgermeister Ludwig Reger trug die Fürbitten zum Volkstrauertag vor Foto: Günther Hofmann
Bürgermeister Ludwig Reger trug die Fürbitten zum Volkstrauertag vor Foto: Günther Hofmann

Rötz.„Der Volkstrauertag ist nicht nur Erinnerung, sondern auch Warnung!“ Dies sagte Stadtpfarrer Alexander Dyadychenko in seiner Predigt beim Gottesdienst zum Volkstrauertag.

Memoria, das bedeutet Erinnerung, auch was am Gründonnerstag geschah. Dieses Geschehen muss vergegenwärtigt werden. Pfarrer Alexander Dyadychenko sagte bei seiner Begrüßung, dass alles was schlecht ist, wollen wir nicht haben und darum muss, was gut ist, verstärkt werden. Die Stimmung in der Gesellschaft sehnt sich nach Harmonie und Frieden. Doch die Stimmung ist am heutigen Tag bedrückt. Es gibt immer noch Hungersnöte und Kriege, aber eigentlich wollen wir so etwas nicht mehr erleben. Und darum muss der Frieden gepflegt werden, aber der Frieden ist nicht immer einfach zu haben und muss auch einmal erkämpft werden. Frieden ist wirklich wichtig. Es ist nicht vorbei wenn wir an die Weltkriege denken. Es wird immer noch gekämpft. Man braucht zum Beispiel nur an die Ukraine oder Syrien denken. Auch Bischöfe und Priester werden in China oder Kuba eingesperrt.

Nach dem Gottesdienst zogen die Vereine mit der Blaskapelle St. Nikolaus aus Heinrichskirchen zum Kriegerdenkmal neben dem Rathaus.

Stadt Rötz und die Reservistenkameradschaft legten jeweils einen Kranz am Denkmal nieder  Foto: Günther Hofmann
Stadt Rötz und die Reservistenkameradschaft legten jeweils einen Kranz am Denkmal nieder Foto: Günther Hofmann

Dort sprach Bürgermeister Ludwig Reger zu den Anwesenden. Er meinte, dass der Volkstrauertag ein Gedenktag sei, mit dem viele Menschen in unserer heutigen Gesellschaft nicht mehr anzufangen wissen, weil sie den Sinngehalt dieses Tages nicht kennen. Volkstrauertag – das hat doch irgendetwas mit Krieg, mit Soldaten, mit Schicksalen, mit den Erlebnissen einer anderen Generation, mit Vergangenem, mit Tod und Trauer zu tun. Reger fragte, ob der Volkstrauertag tatsächlich etwas Altmodisches, Verstaubtes und Vergangenes, ein Relikt des 20. Jahrhunderts sei, der in unserem Jahrhundert keinen Platz mehr hat.

Erinnerung

  • Warnung:

    Volkstrauertag sei nicht nur Erinnerung, sondern auch Warnung. Und wenn der Friede nicht bei uns Einzug hält, kann er auch nicht in der Welt existieren, so die Redner.

  • Kränze:

    Zu den Klängen des Liedes „Vom guten Kameraden“ legten Bürgermeister Ludwig Reger und die Reservistenkameradschaft jeweils einen Kranz am Denkmal nieder.

Der Volkstrauertag sei notwendig, so der Bürgermeister. Er gebe den Menschen die Möglichkeit, inne zu halten, sich wieder einmal die Folgen von Krieg und Gewalt zu vergegenwärtigen, die eigene Haltung zu überdenken und an die Verantwortlichen, die Politiker und jeden Einzelnen zu appellieren, andere Wege einer Konfliktlösung zu finden. Zu den Klängen des Liedes „Vom guten Kameraden“ legten Bürgermeister Ludwig Reger und die Reservistenkameradschaft jeweils einen Kranz am Denkmal nieder.

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