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Unwetter

Rohrbrüche sorgen für Stau in Roding

Ein Wasserrohr aus Vorkriegszeiten bricht gleich zweimal hintereinander – an fast gleicher Stelle und an einer Hauptkreuzung.
Von Christoph Klöckner

Das Übel liegt im Boden: Das beschädigte Rohr (im Vordergrund) wurde ausgetauscht, nachdem bereits am Dienstag ein Stück geflickt worden war und am Mittwoch das altersschwache Rohr erneut brach. Foto: Klöckner
Das Übel liegt im Boden: Das beschädigte Rohr (im Vordergrund) wurde ausgetauscht, nachdem bereits am Dienstag ein Stück geflickt worden war und am Mittwoch das altersschwache Rohr erneut brach. Foto: Klöckner

Roding.Morgens halb zehn in Deutschland ist in der Werbung eigentlich Zeit für eine Schokoladenwaffel – in Roding war es am Mittwoch die Zeit, zu der der Himmel herunterkam und Wassermassen die Gullys zum Sprudeln brachten und die Straßen fluteten.

In zwei Metern Tiefe

War dort zu viel Wasser unterwegs, gab es in der Innenstadt derweil Haushalte, die im wahrsten Sinne auf dem Trockenen saßen. Deren Einwohner drehten vergeblich die Wasserhähne auf oder standen wasserlos unter der Dusche.

An einem neuralgischen Punkt der Stadt war wegen des Rohrbruchs gesperrt. Foto: Klöckner
An einem neuralgischen Punkt der Stadt war wegen des Rohrbruchs gesperrt. Foto: Klöckner

Der Grund fürs fehlende Nass: ein Wasserrohrbruch. Oder genauer – gleich mehrere Wasserrohrbrüche. In etwa zwei Metern Tiefe war wohl am Montag zunächst ein Rohr geborsten und hatte die Bauarbeiter der Firma Wutz im städtischen Auftrag auf den Plan gerufen. Das sei noch am Dienstag geflickt worden, so Anita Fischer von den Städtischen Betrieben, die für die Wasserversorgung zuständig sind.

Am Mittwoch wurde jedoch ein erneuter Rohrbruch fast an gleicher Stelle festgestellt. Erneut wurde aufgegraben. Die Leitung sei marode, so ein Arbeiter vor Ort. Dadurch, dass es während der Reparatur nicht unter Druck gestanden und dann wieder in Belastung gekommen sei, habe das Rohr erneut nachgegeben. Und auch beim zweiten Öffnen am Mittwoch wurden weitere Schadstellen am Rohr entdeckt. Wie alt das Rohr ist, weiß man bei der Stadt nicht. „Es stammt noch aus der Vorkriegszeit“, so Anita Fischer.

Eine prekäre Lage

Die Baustelle sollte aber noch am Mittwoch beendet werden – und damit auch die wasserlose Zeit der betroffenen Anwohner. Wobei extra geprüft werde, ob es dicht sei, was aber auch am Dienstag geschehen sei. Prekär war die Lage des Rohrs: Es war nicht irgendwo in einer Nebenstraße geplatzt, sondern an einem neuralgischen Punkt – an der Hauptinnenstadtkreuzung Schulstraße/Regensburger Straße und vor allem der Falkensteiner Straße, wo dann voll gesperrt und aufgegraben wurde. Der Verkehr musste sich durch die Adolph-Kolping-Straße zwängen, was zu langen Staus führte.

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