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Politik

Rolle Deutschlands in Europäischer Union

Mitglieder des Landesverbandes Bayern der Paneuropa-Jugend Deutschland trafen sich in Furth zum XXXI. Further Seminar.
Volkmar Dimpfl

Die Seminar-Teilnehmer der Paneuropa-Jugend Bayern im Further Rathaus mit Bürgermeister Sandro Bauer und Karin Stelzer
Die Seminar-Teilnehmer der Paneuropa-Jugend Bayern im Further Rathaus mit Bürgermeister Sandro Bauer und Karin Stelzer

Furth im Wald.Mitglieder des Landesverbandes Bayern der Paneuropa-Jugend Deutschland trafen sich am Wochenende zum XXXI. Further Seminar. Thema war „Europäisches Deutschland oder deutsches Europa? Die Rolle der Bundesrepublik in der Europäischen Union“.

Dass Furth im Wald immer wieder zum Ort dieser Seminare gewählt wird, liegt wohl vor allem daran, dass der Gründer der Paneuropa-Bewegung, Richard Nikolaus Graf Coudenhove-Kalergi, in Schloss Ronsperg, nur 30 Kilometer von Furth entfernt, geboren wurde. Viele der Paneuropa-Bewegung bezeichnen dieses Schloss als Geburtsort der Europäischen Union.

Deutschland und Tschechien

Am Freitagabend eröffnete Christian Hoferer, Landesvorsitzender der Paneuropa-Jugend Bayern, das Seminar im Hotel Hohenbogen. Der Journalist Jaroslav Sonka, langjähriger Studienleiter an der Europäischen Akademie Berlin, referierte über „Deutschland und Tschechien: Vergleich der politischen Kultur und ihrer Wurzeln“. Am Samstagvormittag fand zunächst die Landesversammlung statt. Danach sprach Zoltan Balog, Beauftragter des ungarischen Ministerpräsidenten, zum Thema „Warum ist der Boden unter dem Brandenburger Tor ungarisch?“.

Am Nachmittag empfing Bürgermeister Sandro Bauer die Paneuropa-Jugend im Rathaus. Er wies auf die Probleme hin, die es immer noch in Europa gibt. Mit einem Vergleich aus der Kommunalpolitik machte er klar, dass diese Probleme nicht einfach zu lösen sind, denn meist geht es dabei ums Empfinden der Bürger, die oft an alten Strukturen festhalten wollen. Und auch ein Kommunalpolitiker will wiedergewählt werden.

Christian Hoferer bedankte sich bei Bürgermeister Sandro Bauer und bei Karin Stelzer vom Further Europe direct-Infozentrum für die Gastfreundschaft, die die Paneuropa-Jugend immer wieder hier erleben dürfe. Er ging auf die aktuellen weltpolitischen Probleme speziell im Zusammenhang mit den USA, der Türkei und Ungarn ein und zog daraus den Schluss, Europa müsse noch enger zusammenarbeiten.

Danach machten sich die Seminar-Teilnehmer auf den Weg nach Pilsen, wo das Seminar am Sonntag mit einer Podiumsdiskussion beendet wurde. Fürst Karl Schwarzenberg, ehemaliger Außenminister der Tschechischen Republik, Milan Horácek, MdB a.D., und Bernd Posselt, ehemaliges Mitglied des Europaparlaments, Mitbegründer der Partei Die Grünen und Präsident der Paneuropa-Union Deutschland diskutierten über „Deutschland: Taktgeber oder Moderator in Europa?“.

Europäische Einigungsbewegung

Die Paneuropa-Union wurde 1922 gegründet und ist damit die älteste noch bestehende europäische Einigungsbewegung. Sie tritt für ein politisch und wirtschaftlich geeintes, demokratisches und friedliches Europa auf Grundlage des christlich-abendländischen Wertefundaments ein. Nach dem Tode Coudenhove-Kalergis 1972 wird Dr. Otto von Habsburg zum Internationalen Präsidenten gewählt und setzt der Bewegung neue Ziele. In dieser Zeit hat auch die Paneuropa-Jugend ihre Wurzeln. Walburga von Habsburg und Bernd Posselt stoßen 1975/76 in vielen europäischen Ländern die Gründung von Paneuropa-Jugend Organisationen an, so auch in Deutschland 1975. (fvd)

Further Seminare

Thema: „Europäisches Deutschland oder deutsches Europa? Die Rolle der Bundesrepublik in der Europäischen Union“.

Tagungsort: Dass Furth im Wald zum Ort dieser Seminare gewählt wird, liegt vor allem daran, dass der Gründer der Paneuropa-Bewegung, Richard Nikolaus Graf Coudenhove-Kalergi in Schloss Ronsperg geboren wurde, 30 Kilometer von Furth entfernt.

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