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Roter Farbtupfer zieht den Blick nach oben

Eine Laune der Natur sorgt im Wald bei Rimbach für einen auffallenden Kontrast.
Siegfried Volkner

Das leuchtende Rot einer Blutbuche bildet auf dem Wanderweg Ri 1 bei Rimbach einen Kontrast zum Grün der Umgebung.  Foto: Siegfried Volkner
Das leuchtende Rot einer Blutbuche bildet auf dem Wanderweg Ri 1 bei Rimbach einen Kontrast zum Grün der Umgebung. Foto: Siegfried Volkner

Rimbach.Wohl den wenigsten Wanderern, die den Wanderweg Ri 1 gehen, der nach dem Weiler Hinterlichteneck von der Straße abzweigt, würde wohl die Besonderheit auffallen, die als Laune der Natur bezeichnet werden kann, wenn nicht an einem Baumstamm in unmittelbarer Nähe des Weges das Wort „Blutbuche“ zu sehen wäre.

Erst der Blick in die Kronen der Bäume zeigt einen farblichen Unterschied der frisch austreibenden Blätter. Inmitten der hellgrünen Blätter bilden die Blätter dieser einen Buche nämlich einen geradezu rot leuchtenden Farbtupfer, der an die Farbe von Blut erinnert. Wer jetzt glaubt, dass dieser Baum jetzt im Frühjahr schon eine Herbstfärbung habe, liegt nicht richtig. Denn es gibt die Blutbuche tatsächlich.

Laut Wikipedia gehört die Blutbuche, wie auch die Rotbuche zu den Buchengewächsen. Während die Rotbuche - sie wird so genannt wegen des leicht rötlichen Holzes – grüne Blätter hat, wie man sie bei Buchen normalerweise kennt, hat die Blutbuche eben diese roten Blätter. Es liegt daran, dass bei diesen Exemplaren das Cyanidin, ein roter Farbstoff in einem wesentlich höheren Anteil vorliegt als des Chlorophylls, das bei der Rotbuche die Blätter grün färbt. Gartenexperten gehen davon aus, dass der Farbunterschied durch eine Mutation zustande gekommen ist.

Dieses Beispiel zeigt, dass es durchaus interessant ist, beim Wandern den Blick nicht nur auf den Weg, sondern nach rechts, links und nach oben zu richten, um die Schönheiten und Besonderheiten der Natur zu sehen. (kvo)

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