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Bilanz

Rotkreuzler sind einfach „immer da“

Der BRK-Bereich Waldmünchen legte für 2017 wieder eindrucksvolle Zahlen vor. Einzig der Mitgliederstand bereitet Sorge.
Von Nikolaus Scherr

  • Aus- und Weiterbildung wird beim BRK großgeschrieben. Zu gute kommt dies Menschen, die Hilfe brauchen. Archivfoto: ps
  • Dr. Peter Hering (links) freute sich über den guten Besuch. Die ersten Presseberichte vom Neujahrsskispringen hätten schon bewiesen, dass die BRK Familie in Waldmünchen von der ersten bis zur letzten Minute im Jahr aktiv ist. Foto: wik

Waldmünchen.Von der ersten bis zur letzten Minute eines Jahres ist die BRK-Familie aktiv – Dieses Fazit hat Bereichsvorsitzender Dr. Peter Hering bei der Jahresversammlung am Samstag gezogen. Untermauert wurde seine Einschätzung durch die Berichte.

Dieter Müller als Leiter der Bereitschaft Waldmünchen hatte ein ganzes Album an Fotos dabei, das die Aktivitäten aufzeigte. Neben vielen Sanitätsdiensten und der Gewerbeschau, bei der sich die Bereitschaft präsentierte, besuchten einige die Partnerstadt Elz zum 110-jährigen Gründungsjubiläum der dortigen Rotkreuzgruppe. Angenehme Highlights waren der Ausflug zum Chiemsee und die Besichtigung der neuen Rettungswache in Furth im Wald. Der Mitgliederstand mit 46 aktiven und 29 passiven Rotkreuzlern macht Müller Sorge, zumal sich im Vorjahr nur ein neues Mitglied fand. Die Mitgliederwerbung müsse als großes Ziel verfolgt werden, so Müller.

Bereitschaft: 3456 Stunden

An Zahlen legte er 28 (2016: 33) Sanitätsdiensteinsätze mit 391 (313) Stunden und Aus- und Fortbildung 992 (1290) vor. Im Rettungsdienst schlugen 1135 Stunden (1735) zu Buche, hinzu kamen 329 Stunden Dienstabende. Für Mittelbeschaffung fielen 100 Stunden (445), für Sanitätsdienste 334 Stunden an. Mit sonstigen Aktivitäten waren dies in Summe 3456 (4649).

Lisa Scherr, Leiterin des Jugendrotkreuzes, dankte ihrer Schwester Elena (l.) für 88 geleistete Stunden. Insgesamt brachte die Nachwuchsgruppe 854 Stunden ein. In Kürze beginnen die Vorbereitungen für den Kreiswettbewerb. Foto: wik
Lisa Scherr, Leiterin des Jugendrotkreuzes, dankte ihrer Schwester Elena (l.) für 88 geleistete Stunden. Insgesamt brachte die Nachwuchsgruppe 854 Stunden ein. In Kürze beginnen die Vorbereitungen für den Kreiswettbewerb. Foto: wik

Lisa Scherr, Leiterin der Jugendrotkreuzgruppe, wurde erst im Frühjahr 2017 mit Florian Loibl und Elena Scherr gewählt. 584 Stunden enthielten 181 Gesellschaftliches, 163 Aus-und Fortbildung und 128 für Gruppenstunden, die 14-tägig stattfinden.

Die Bilanz für die Wasserwacht legte erstmals Martin Kolbeck vor. Die mit 522 Mitgliedern stärkste Gemeinschaft im BRK Waldmünchen bot wieder Schwimmkurse und wöchentliches Training an. Die Wasserwacht stellte sich 2017 neu aufDurch die Reduzierung auf zwei Schwimmbahnen im AquaFit und die weiterhin starke Nachfrage mussten die Trainingszahlen begrenzt werden. Eine Hauptaufgabe sei die Aufsicht im AquaFit und am Perlsee. Der Vorsitzende möchte die Schnelle Einsatz Gruppe reaktivieren und dazu ein leichtes Schlauchboot anschaffen. Grandiosen Besuch verzeichnete das Seefest. Mit 1430 Arbeitsstunden war das Pensum weiterhin hoch, enthalten sind Einsätze am Drachen- und Silbersee, sowie eine Personenrettung aus einem Brunnen.

Gaby Loibl vertrat für den Frauenarbeitskreis Vorsitzende Karin Betz und listete je vier Blutspendetermine in Schönthal und Waldmünchen auf, die von der Gruppe betreut werden. Daneben helfen die Damen beim Seniorennachmittag der Stadt und nehmen an gesellschaftlichen Anlässen teil. Mit 780 Stunden leistet die Gruppe einen wertvollen Beitrag im BRK Bereich.

Leichter Rückgang

Die Zahlen für den Rettungsdienst brachten laut Wachleiter Alfred Gillitzer nur leichte Veränderungen. Diese waren: Krankentransporte 445 (506), Notfalleinsätze 186 (170), Notarzteinsätze 393 (374), Gesamt: 1026 (1050). Dieser Rückgang von 2,3 Prozent steht einem landkreisweiten Plus von 3,98 gegenüber. BRK bildet Notfallsanitäter aus Drei Mitarbeiter hätten ihre Prüfung zum Notfallsanitäter abgelegt, berichtete er erfreut. Der ehrenamtlich erbrachte Anteil der Stunden war mit 1521 Stunden (1970) wieder stark rückläufig – krankheitsbedingt verursacht, informierte er.

Fleißige Helfer

 Nikolaus Scherr (rechts) hatte mit 488 die meisten Stunden geleistet, geehrt wurden auch Franziska Babl und Andreas Urban. Nikolaus Scherr forderte Applaus für den eigentlichen Spitzenreiter Dieter Müller, der mit 756 Stunden die Hauptlast bei der Bereitschaft trug. Foto: wik
Nikolaus Scherr (rechts) hatte mit 488 die meisten Stunden geleistet, geehrt wurden auch Franziska Babl und Andreas Urban. Nikolaus Scherr forderte Applaus für den eigentlichen Spitzenreiter Dieter Müller, der mit 756 Stunden die Hauptlast bei der Bereitschaft trug. Foto: wik

Die fleißigsten ehrenamtlichen Mitarbeiter beim Rettungsdienst waren Dieter Müller mit 437 Stunden, Annette Malterer (313) und Andrea Lommer (241). Herzlichen Dank sagte Gillitzer der Unterstützungsgruppe für den Rettungsdienst (UGRD). Dieses zusätzliche Einsatzfahrzeug rückte 75 Mal aus.

Die Zahlen für den Bereich Blutspende gab Gillitzer als Organisator und Betreuer ebenfalls bekannt. In Waldmünchen, Rötz, Schönthal und Tiefenbach spendeten 1396 (1515) Männer und Frauen. Davon waren 67 (71) „Ersttäter“, was ein Minus von rund sechs Prozent bedeutete.

Spenden für „Übungsphantom“
Sachgebietsleiter Stefan Raab unterstrich, dass das BRK seine Leistungen auch zeigen dürfen. Stetes Wachstum gebe es bei den hauptamtlichen Mitarbeitern, deren Zahl im Jahr 2000 noch bei 258 lag und nun die 600er-Grenze überschritten hat, darunter 38 Auszubildende. An Dr. Hering überreichte Raab einen Geldbetrag, der zur Anschaffung eines Übungsphantoms verwendet wird. Für dieses hochwertige Trainingsgerät bittet das BRK Waldmünchen um Spenden. Überweisungen bitte an Sparkasse Cham IBAN: DE 65 7425 1020 0240 0007 37 Stichwort: BRK Waldmünchen.

Mit Urkunden wurden langjährige ehrenamtliche Rotkreuzler ausgezeichnet. (Von links) Stefan Raab, Martin Frank, Norbert Winkler, Franziska Babl (fünf Jahre) , Marianne Simon (25), Dr. Peter Hering (zehn), Dieter Müller. Silvia Schillinger (25 Jahre) war nicht anwesend. Foto: wik
Mit Urkunden wurden langjährige ehrenamtliche Rotkreuzler ausgezeichnet. (Von links) Stefan Raab, Martin Frank, Norbert Winkler, Franziska Babl (fünf Jahre) , Marianne Simon (25), Dr. Peter Hering (zehn), Dieter Müller. Silvia Schillinger (25 Jahre) war nicht anwesend. Foto: wik

Kreisbereitschaftsleiter Norbert Winkler fragte, warum man beim BRK mitarbeite und lieferte die Antwort gleich mit. „Weil es Menschen gibt, die mithelfen, wo Hilfe gebraucht wird!“ Die Zukunft werde Herausforderungen bringen, doch „wenn wir zusammenhalten, werden wir alle weiterhin erfolgreich sein.“ Vize-Bürgermeister Martin Frank sprach von einer tollen Bilanz, die sich sehen lassen kann und lobte alle aktive Rotkreuzler für die geleistete Arbeit. Das Schlusswort oblag Dr. Hering: Ihm sei nicht bange für das Rote Kreuz im Jahr 2018.

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