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Region Cham
Montag, 20. August 2018 29° 1

Schule

RSG-Schülerinnen auf Theaterbühne

Drei Mädchen vom Chamer Robert-Schuman-Gymnasium wurden für ihr Engagement beim Jungen Landestheater Bayern ausgezeichnet.

Schulleiter Günter Habel und Lehrer Wolfram Steininger überreichen den Schülerinnen Magdalena Merkler, Leonie Rötzer und Hannah Baltes (v.l.n.r.) die Zertifikate.Foto: csg
Schulleiter Günter Habel und Lehrer Wolfram Steininger überreichen den Schülerinnen Magdalena Merkler, Leonie Rötzer und Hannah Baltes (v.l.n.r.) die Zertifikate.Foto: csg

Cham.Während das Junge Landestheater Bayern in dieser Spielsaison im Rodinger Cinema gastierte, hatten die drei Schülerinnen Hannah Baltes, Magdalena Merkler und Leonie Rötzer die Gelegenheit, an einem Projekt teilzunehmen, das in Kooperation mit der Stiftung Zuhören des Bayerischen Rundfunks realisiert wurde.

Die drei Schumanistinnen folgten zusammen mit Schülern anderer Schulen der Einladung der Regisseure Matthias Fischer und Vera Schweinstetter und wurden vom gesamten Ensemble, das in Roding das Stück „Menschenerde – ein anderer kleiner Prinz“ inszenierte, herzlich aufgenommen.

Unter der Anleitung von Peter Allgaier bekamen die Schülerinnen aus der 11. Jahrgangsstufe aus erster Hand sehr konkrete Einblicke in ein Asylverfahren, leisteten journalistische Recherchearbeit und erarbeiteten Videobeiträge, die auf der Plattform www.grenzgeschichten.net abrufbar sind (Titel: Der Fall Aziz).

Hannah findet es im Rückblick „super, dass wir die Möglichkeit hatten, so selbstständig zu arbeiten, und dass uns viel zugetraut wurde.“ Und alle stimmen dem zu, was Magdalena als besonders beeindruckend empfand: „Das Highlight war für mich, als wir mit Aziz in sein Flüchtlingsheim gefahren sind und seine Tante, seinen Onkel und deren Kinder kennenlernen durften. Die waren alle total nett und super gastfreundlich, obwohl sie uns nicht kannten.“ Der Kontakt zu dem jungen Mann aus Afghanistan besteht auch aktuell noch. Das zeigt, wie nachhaltig dieses Erlebnisse wirken.

Als im März das Junge Landestheater für sein herausragendes kulturelles Engagement und seine Integrationsarbeit mit dem Kulturpreis des Kulturvereins Bayerischer Wald e.V. geehrt wurde, waren die RSG-Schülerinnen auch vertreten. Als Anerkennung für ihre engagierte Teilnahme an dem Projekt wurde ihnen durch die Stiftung Zuhören und die Bayerische Sparkassenstiftung ein Zertifikat ausgestellt, das ihnen Schulleiter Günter Habel und Theaterlehrer Wolfram Steininger überreichen durften. Die drei Schülerinnen spielen seit vielen Jahren am Robert-Schuman-Gymnasium Theater. Letztes Jahr waren sie in der „Krabat“-Inszenierung Juro, Lyschko und Lobosch. Selbstverständlich werden sie auch in diesem Jahr bei Frank Wedekinds „Frühlings Erwachen“ wieder mit von der Partie sein. Leonie Rötzer wird dabei Wendla verkörpern.

Theater am RSG

Frühlings Erwachen: Viele Jugendliche tummeln sich da auf dem Spielplatz des Lebens – äußerlich cool. Aber in den meisten brodelt es. Sie sehen sich konfrontiert mit einer Erwachsenenwelt, die nach außen hin meist stocksteif, im Inneren verlogen ist. – Hauptsache, die „Fassade“ ist makellos. Dafür geht man auch über Leichen und opfert sogar das eigene Kind: Wendla wird die Kleinkariertheit ihrer Mutter nicht überleben.

Aufführung: Das 1891 erschienene Stück von Frank Wedekind wurde erst 1906 uraufgeführt. Damals ein Skandalstück – und auch heute noch keine „leichte Kost“. Die Schauspielgruppe des Robert-Schuman-Gymnasiums unter der Regie von Wolfram Steininger wagt eine Inszenierung. Die Aufführung beginnt am nächsten Donnerstag um 19 Uhr in der Turnhalle des RSG.

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