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Ausbildung

Rüstzeug für das Berufsleben

Vertreter der Bauinnung waren zu Gast im BTZ Cham. Die zunehmende Digitalisierung entwickelt sich zu einer Herausforderung.

Die derzeit im BTZ beschulten Azubis aus drei Lehrjahren mit den BTZ Leiter, den Ausbildern der HWK, dem Berufsschulvertreter, und der Delegation der Bauinnung Cham Foto: Platzer
Die derzeit im BTZ beschulten Azubis aus drei Lehrjahren mit den BTZ Leiter, den Ausbildern der HWK, dem Berufsschulvertreter, und der Delegation der Bauinnung Cham Foto: Platzer

Cham.Zum turnusmäßigen Informationsaustausch bezüglich der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung im BTZ der Handwerkskammer konnte BTZ-Leiter Dipl. Ing. Josef Ramsauer eine Delegation der Bauinnung Cham mit Obermeister Anton Aumer und stellvertretender Obermeisterin Ingrid Weindl, die Vorstandschaftsmitglieder Johann Wutz jun. und Siegfried Wagner jun. sowie die scheidende Geschäftsführerin Anna Gierstner und zukünftige Geschäftsführerin Petra Weinberger begrüßen. Als Vertreter der Berufsschule fand sich StD Karl Daschner ein.

Bei der sich anschließenden Besichtigung der Baulehrwerkstätten konnten sich die Besucher über die derzeit laufenden Lehrgänge und den Ausbildungsstand der Azubis ihrer Mitgliedsbetriebe informieren. Die Ausbildungsordnung sieht hier im ersten Lehrjahr 17 Wochen Grundbildung und im zweiten und dritten Lehrjahr 15 Wochen Fachbildung zusätzlich zum Berufsschulunterricht vor.

In der Holzbauhalle unterweist derzeit Maurermeister Andreas Umlauf in einem zweiwöchigen Lehrgang alle Vorschriften zum Bau von geradläufigen und gewendelten Treppen. Angefangen von der Berechnung, Verziehung und Konstruktion der Schalung bis hin zu den Vorschriften der Landesbauordnung. Auch Bewehrungsführung und Schallschutz bei Treppen wird vermittelt.

In einer der Bauhallen findet ein weiterer Lehrgang zu den Themen Stahlbetonbalken mit Kragplatte sowie Bau eines Schornsteins mit Formteilen statt. Ausbilder Maurermeister Johann Stiegler vermittelt den Lehrlingen, wie bautechnisch eine einwandfreie Leistung bei diesen anspruchsvoll zu erstellenden Bauteilen gewährleistet ist. Den dritten Baulehrgang im BTZ schult derzeit Maurermeister Alois Platzer. Im ersten Lehrjahr bekommen die Azubis hier die einschlägigen Eurocode 6-Vorgaben des Mauerwerkbaus vermittelt. Wichtig dabei ist auch das maßgenaue Erstellen von Mauerwerk hinsichtlich der Maßtoleranzen. Auch Vorgaben der Energieeinsparverordnung EnEV2016 bzw. Gebäudeenergiegesetztes (GEG) werden vermittelt.

In der folgenden Diskussionsrunde äußerten sich Obermeister Anton Aumer und Stellvertreterin Ingrid Weindl dahingehend, dass den Auszubildenden in der Lehrzeit sowohl in den Betrieben, der Berufsschule und in der überbetrieblichen Ausbildung der Handwerkskammer das Beste für das spätere Berufsleben vermittelt werden müsse. Insbesondere schwächere Azubis und Migranten erforderten große Anstrengungen durch die Lehrer.

Eine weitere Herausforderung werde die zunehmende Digitalisierung sein. Bei der Übermittlung von Daten und bei der Funktion vieler Maschinen sei dies schon in den Betrieben erkennbar. Ein erster Schritt soll künftig bei den Lehrlingen die digitale Berichtsheftführung sein. StD Karl Daschner wird dies mit den Lehrern in den Berufsschulunterricht mit einfließen lassen und Hilfestellung geben. Weitere Anregungen zum Ausbildungsablauf kamen auch von den Vorstandschaftsmitgliedern Wutz und Wagner.

Abschließend dankte BTZ-Leiter Josef Ramsauer Anna Girstner für das langjährige, loyale Zusammenwirken mit einem Präsent und der neuen Geschäftsführerin der Bauinnung Petra Weinberger bot er ebenfalls mit einer kleinen Aufmerksamkeit gute Zusammenarbeit an. (cao)

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