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Rundfunkmuseum zieht Jung und Alt an

Schüler, Senioren und Familien waren zuletzt zu Gast. Noch in diesem Jahr ist ein großer Um- und Erweiterungsbau geplant.

Michael Heller (r.) übergibt ein Radio an den stellvertretenden Schulleiter Ulli Fischer. Foto: Heller
Michael Heller (r.) übergibt ein Radio an den stellvertretenden Schulleiter Ulli Fischer. Foto: Heller

Cham.Das Rundfunkmuseumsteam um Michael Heller war im Juni und Anfang Juli besonders gefordert. Auf dem Programm standen Radiobau mit anschließender Museumsführung von 22 Schülern der Berufsschule. Um 8 Uhr trafen die beiden Schulbetreuer des Museums, Adi Donat und Günter Bauer, in der Berufsschule ein, um zusammen mit dem Lehrer Stefan Treu den Bau des vom Museum entwickelten Mittelwellenradios zu begleiten.

22 Schüler der 12. Jahrgangsstufe Elektronik nahmen daran teil und waren stolz und begeistert, als gegen Mittag alle Radios das Programm des Museumssenders klar und deutlich empfangen konnten. Beim Museumsbesuch hatten alle ihr Radio dabei, und die Musik des Senders hallte vielstimmig durch die Museumsräume. Der stellvertretende Schulleiter Ulli Fischer stellte die ganz besondere Win-win-Situationvon Schule und Museum heraus. Freudig überrascht zeigte er sich über das Radioexemplar, das Michael Heller ihm überreichte. Das Rundfunkmuseum entwickelt sich immer mehr zur außerschulischen Bildungsstätte. In den letzten drei Monaten wurden fast 100 Radiobausätze von Schülern der Gymnasien, der Maristen-Realschule und der Staatlichen Berufsschule zusammengebaut. Die Bausätze werden vom Landratsamt und vom Rundfunkmuseum gesponsert. Derzeit ist zusätzlich unter der Regie des Physikers Jürgen Putzger, Beisitzer im Förderverein, eine Hightech-Umweltmessstation im Werden, die in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Gymnasium entsteht. Weitere Schulprojekte sind geplant und werden umgesetzt. Insbesondere der Physiksaal, der bis zu 60 Personen fasst, wird begeistert aufgenommen.

So begann auch für die „Radiobauer“ der eineinhalbstündige Museumsbesuch im Physiksaal, wo Michael Heller von den Ursprüngen der Elektrizitätsforschung bis zur Anwendung moderner Techniken einen unterhaltsamen und auch humorvollen Bogen spannte und damit auch so manchen Aha-Effekt hervorrief.

Noch während die 22 Berufschüler im Museum weilten trafen 20 Senioren vom Bayerischen Philologenverband und vier Familien aus Nürnberg ein, die in Cham übernachteten. Die Exponate, die Geschichten die dahinterstehen, und die Einbettung in den sozialgeschichtlichen Rahmen durch die Führer Hans Schweiger und Michael Heller begeisterte alle Teilnehmer. Die vier Frauen aus Nürnberg berichteten, dass sie dem Besuch eines Rundfunkmuseums vorher skeptisch gegenüber gestanden waren. Um so mehr freuten sie sich, dass „keine Minute langweilig war“.

Das war auch der Tenor der ehemaligen Studiendirektoren und Schulleiter aus ganz Bayern.

Mittlerweile platzt das Rundfunkmuseum aus den Nähten. Am Samstag, 6.7 waren etwa 150 Gäste und Vereinsmitglieder zum Erfahrungsaustausch mit Tauschbörse im Museum. Am Freitag, 12 Juli hat sich der Lehrstuhl für technische Physik der Universität Erlangen mit 50 Personen angekündigt. Um den ständig steigenden Besucherzahlen gewachsen zu sein und mittelfristig das Museum auch für Einzelbesucher öffnen zu können, ist ein großer Um- und Erweiterungsbau geplant, der noch in diesem Jahr fertig werden soll. Danach wird die Ausstellungsfläche etwa 1050 qm betragen.

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