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Landespolitik

Sackmann kämpft weiter um seine Rückkehr

Bei seinem Weihnachtsbesuch in der Chamer MZ-Redaktion gab sich der an Krebs erkrankte CSU-Staatssekretär hoffnungsvoll. Aus seinen Plänen, 2013 wieder ins Polit-Geschäft einzusteigen, zieht er kurz vor dem Jahreswechsel Kraft.
Von Ernst Fischer

Markus Sackmann mit seinem neuen Mitarbeiter Alexander Vetter (Mitte) und dessen Vorgänger Dr. Gerhard Hopp beim Gespräch in der Chamer MZ-Redaktion Foto: Hladik

Landkreis. „Kein neuer Befund.“ Markus Sackmann spricht offen: „Ich muss weiter gegen den Krebs kämpfen.“ Das bedeutet Chemotherapie gegen die Tumore im Gehirn und „die Hoffnung, dass alles gut ausgeht“. Der CSU-Landtagsabgeordnete und Staatssekretär glaubt an diese Hoffnung: „Ich möchte gerne wieder in der Politik sein!“ Und aus dieser Hoffnung zieht er „die Kraft und Motivation, gegen die Krankheit zu kämpfen.“

Dieses Mal war es kein offizieller Termin, der Sackmann am Dienstag in die Chamer MZ-Redaktion führte (im Gegensatz zu einem ersten Interview, das er der Mittelbayerische Zeitung Mitte November gegeben hatte). Der traditionelle Weihnachtsbesuch, wie ihn alle Mandatsträger pflegen – so war’s gedacht. Und in seinem Gefolge hatte Sackmann den neuen Mann dabei, der ab 1. Januar für die Öffentlichkeitsarbeit in den CSU-Abgeordneten-Büros von Sackmann und seinem Bundestagskollegen Karl Holmeier zuständig ist. Alexander Vetter (26) heißt der Nachfolger von Dr. Gerhard Hopp, der zum 1. Januar zum Raumfahrtkonzern EADS-Deutschland wechselt - als Büroleiter des Vorsitzenden des Gesamtbetriebsrats. Offiziell vorgestellt wird Vetter noch mit Karl Holmeier.

Tagesgeschäft geht noch nicht

Ein Signal, dass Markus Sackmann langsam wieder ins Tagesgeschäft der Politik zurückkehrt? Nein, das kann es noch nicht sein, sagt er auf diese Frage. Er fühle sich gut, aber die Chemo geht weiter. „Und jeder, der so etwas schon einmal durchgemacht hat, der weiß, dass man da besonders vorsichtig sein muss.“ Deshalb bittet Sackmann auch um Verständnis, dass er sich gerade auch bei den diversen Jahreswechsel-Terminen nicht sehen lassen kann.

Dabei hat er so viel Zuspruch gespürt in den letzten Monaten, seit er im Juli die Diagnose Krebs bekam. Und er will Danke sagen für die vielen Briefe, Mails und Anrufe, die er nach seiner Operation bekam. „Das gibt mir den Mut zum Weiterkämpfen.“

Nein, seine eigene Entscheidung, ob er sich selbst gesundheitlich stark genug für einen Wahlkampf fühlt, ist noch nicht gefallen. Sackmann weiß, dass seine Partei ihm dafür alle Zeit lässt. Und das ist auch so eine Erfahrung, die er mit der Krankheit gemacht hat: Wie Karl Holmeier und Landrat Franz Löffler in dieser Situation an seiner Seite stehen, das sei „ein Signal, dass Politik auch menschlich sein kann“. Sackmann empfindet es so: „Freundschaft und Kameradschaft kann einen auch in der Politik mittragen.“ Aber die Politik hat auch eine Routine. Es gibt einen Termin: Ende April stellt die CSU in der Oberpfalz die Kandidatenliste für die Landtagswahl auf. Und davor muss der Direktkandidat für den Stimmkreis Cham nominiert werden. Im Frühjahr will sich Sackmann „intern mit den CSU-Gremien“ zusammensetzen, um dann über seine Entscheidung zu sprechen.

Die ersten Wahlkampf-Pläne

Wer ihn am Dienstag hörte, wie er auf Nachfragen über CSU-Strategie und Aktionen im Wahlkampf plauderte, der weiß, wie er sich seine Entscheidung wünscht. „Regionale Wirtschaftsförderung“, „Straßen und Bahn“ oder „Familie und Beruf“. Das sollen die zentralen Themen sein. Ilse Aigner hat sich schon auf Visite angesagt. Und der Ministerpräsident „wird sicher auch mal vorbeischauen“. Die Diskussionsrunde „Jetzt red’s Ihr, und wir hören zu!“ wird noch forciert.

Und Markus Sackmann möchte gern wieder Landtagsabgeordneter und Staatssekretär werden. Das traut er sich auch zu. Nur: „Ich werde mir der Gesundheit zuliebe öfter auch mal Auszeiten nehmen.“

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