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Krankenhaus

Sana: Pflegekräfte-Mangel „hausgemacht“

Der Vorsitzende des Rodinger Vereins Pro Gesundheit kritisiert den Klinikkonzern erneut. Der zeigt sich verwundert.

Pro Gesundheit sieht das Rodinger Haus in einer Abwärtsspirale. Foto: bs
Pro Gesundheit sieht das Rodinger Haus in einer Abwärtsspirale. Foto: bs

Roding.Dr. Michael Jobst, Vorsitzender des Vereins Pro Gesundheit, hat sich am Freitag zur Stellungnahme der Sana Kliniken im MZ-Artikel „Pro Gesundheit: ,Sana muss liefern'“ vom 19. Januar geäußert. Denn darin würden sich zwei Aussagen befinden, die aus seiner Sicht nicht richtig sind.

Zum einen spricht Dr. Jobst den „angeblichen Patientenrückgang im Rodinger Krankenhaus“ an. Nach seiner Kenntnis hatte die Innere in Roding im Jahresvergleich 2016/2017 einen Zuwachs an Patienten und die Chirurgie (trotz Chefarztwechsels) einen nur leichten Rückgang. Insgesamt ergibt sich seinen Informationen zufolge ein Plus bei den Hauptabteilungen Innere und Chirurgie in Roding. „Mir drängt sich der Verdacht auf, dass suggeriert werden soll, dass die Bevölkerung das Rodinger Haus nicht mehr annimmt, was angesichts der vorgenannten Zahlen nicht stimmt“, schreibt Jobst.

Zum anderen greift der Vorsitzende das Thema „Mangel an Pflegepersonal“ auf. Nach seiner Kenntnis hat es durch Sana das Angebot einer „Sprinter-Prämie“ gegeben, mit der das vorzeitige Ausscheiden von Pflegekräften „belohnt“ wird. Hierdurch sei das Pflegepersonal reduziert worden. Somit wäre das Problem des Mangels an Pflegekräften ein hausgemachtes Problem. „Es ist dann aber nicht nachvollziehbar, wenn gleichzeitig beklagt wird, dass man nicht genügend Pflegepersonal bekomme“, meint Jobst.

Forderung

  • Konzept:

    Der Verein Pro Gesundheit fordert von den Sana Kliniken des Landkreises Cham ein Zukunftskonzept – insbesondere für das Krankenhaus in Roding.

  • Zeitplan:

    Mit Geschäftsführer Oliver Bredel wurde vereinbart, dass der Konzern dafür bis zum Ende des 1. Quartals 2018 Zeit hat.

  • Kampagne:

    Gibt es kein tragfähiges Konzept, will der Verein die Öffentlichkeit mobilisieren. (bs)

Mit den Aussagen des Vorsitzenden hat unser Medienhaus die Sana Kliniken des Landkreises Cham konfrontiert. Dazu äußert sich Alexander Schlaak, Leiter der Unternehmenskommunikation: Die Aussagen von Sana zum Krankenhausstandort Roding in der Ausgabe des Bayerwald-Echos vom 19. Januar würden sich auf längerfristige Entwicklungen beziehen und nicht auf situative Momentaufnahmen. „Da Herr Dr. Jobst unsere Aussagen, die wir in ähnlicher Form bereits mehrfach getroffen haben, in den vergangenen Monaten unkommentiert gelassen hat, sind wir zudem verwundert über nun von ihm vorgebrachte, vermeintliche Richtigstellungen“, so Schlaak. (bs)

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