mz_logo

Region Cham
Mittwoch, 19. September 2018 26° 1

Krankenhaus

Sana sucht Gespräch mit Pro Gesundheit

Rodinger Verein befürwortet Zusammenarbeit zwischen Ärztehaus und Sana Kliniken, stellt aber Bedingungen auf.

Pro Gesundheit fordert weiterhin ein Nutzungskonzept für Leerstände im Rodinger Krankenhaus. Foto: B. Schreiner
Pro Gesundheit fordert weiterhin ein Nutzungskonzept für Leerstände im Rodinger Krankenhaus. Foto: B. Schreiner

Roding.Der Verein Pro Gesundheit hat sich am Montag zur Vorstands- und Beiratssitzung getroffen. Anlass gewesen ist nach Mitteilung des Vereins der Ablauf des an Sana gestellten „Ultimatums“ zur Vorlage eines Zukunftskonzeptes für den Krankenhausstandort Roding. Die Mitglieder, teilt der Verein mit, hätten mit Interesse zur Kenntnis genommen, dass Sana eine enge Verzahnung mit dem in Roding von einer Investorengruppe geplanten ambulanten Ärztezentrum anstrebe. Entscheidend sei aber nun, wie sich diese Verzahnung konkret gestaltet. Sana-Geschäftsführer Oliver Bredel habe dem Pro-Gesundheit-Vorsitzenden Dr. Michael Jobst ein Gesprächsangebot unterbreitet, das dieser gemeinsam mit Bürgermeister Franz Reichold wahrnehmen werde. Das Gespräch werde nach Ostern stattfinden. In dem Gespräch erwarte sich der Verein konkrete Aussagen über die von Sana angestrebte Form der Kooperation und einen Zeitplan der Entscheidungen in den zuständigen Gremien bei Sana. Pro Gesundheit sehe eine Zusammenarbeit zwischen dem ambulanten Bereich mit der Investorengruppe „Gesundheitsforum“ und dem stationären Bereich mit dem Betreiber Sana durchaus als Chance an. Folgende Bedingungen müssen jedoch aus Sicht von Pro Gesundheit in jedem Fall gewährleistet sein: 1. Langfristige Sicherstellung der stationären medizinischen Versorgung, insbesondere der Notfallversorgung, für den westlichen Landkreis Cham; 2. Ausbau einer qualitativ hochwertigen fachärztlichen Versorgung – ambulant und stationär; 3. Investitionen von Sana in die baulichen Voraussetzungen und die Medizintechnik; 4. Nutzungskonzept für Leerstände im Rodinger Haus. „Unsere Mitglieder sind bereit, die Bemühungen um eine zukunftsorientierte Lösung konstruktiv zu unterstützen. Wenn es notwendig wird, sind sie jedoch ebenso bereit, die Bürger zu mobilisieren und auf Fehlentwicklungen deutlich hinzuweisen.“, betont Vorsitzender Michael Jobst.

Unternehmenssprecher Alexander Schlaak teilt mit, dass die Sana Kliniken des Landkreises Cham gemeinsam mit dem Landkreis, der Stadt und den Initiatoren des Gesundheitsforums Roding derzeit prüfen, wie das geplante ambulante Ärztezentrum am Standort Roding eng mit einer stationären Versorgung für den westlichen Landkreis verzahnt werden kann. „Daher begrüßen wir den Fortgang von Gesprächen auf unterschiedlichen Ebenen, die dazu dienen, in diesem Zusammenhang konstruktive Lösungsansätze zu finden“, so Schlaak. Und weiter: „Um eine optimale Vorgehensweise zu entwickeln, sollte zunächst klar sein, wohin die Reise gehen kann, bevor mit der konkreten Ausarbeitung von Fahrplänen begonnen wird. Es gilt deshalb, gemeinsam und mit Sorgfalt daran zu arbeiten, dass ein durchaus ambitioniertes Projekt für die Zukunft auch in der Spur bleibt – im Interesse einer zukunftsgerichteten medizinischen Versorgung der Landkreisbevölkerung.“

Weitere Nachrichten aus Roding lesen Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht