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Satte Beitragserhöhung droht

30 Prozent mehr sollen die Eigenheimer ab 2021 zahlen. Rechtsanwältin Kestler gab Tipps zum Pflegerecht.

Vorstand Mößel bei der Übergabe von Blumen an Rechtsanwältin Elke Kestler  Foto: E. Roider
Vorstand Mößel bei der Übergabe von Blumen an Rechtsanwältin Elke Kestler Foto: E. Roider

Pösing.Am Wochenende fand die Jahreshauptversammlung der Eigenheimer „Pösing-Langwald e. V.“ statt. Vorstand Johann Mößel begrüßte eine überschaubare Zahl an Mitgliedern, unter ihnen auch Bürgermeister Edmund Roider.

Er stellte in seinem Rechenschaftsbericht die Vorzüge der Mitgliedschaft bei den Eigenheimern dar. Der Verband bietet eine Beratung in allen mit dem Haus- und Grundbesitz zusammenhängenden Rechts-, Steuer- und Versicherungsfragen an. Mitglieder können sich über staatliche Förderprogramme sowie über öffentliches und privates Baurecht informieren lassen. Auch eine Gartenberatung ist möglich. Im Beitrag ist die monatliche Verbandszeitschrift inbegriffen.

Vorstand Mößel berichtete, dass laut Landesverband der Vereinsbeitrag der Eigenheimer ab 2021 um 10 auf 32 Euro jährlich angehoben werden soll. Ob eine Beitragserhöhung um stolze 30 Prozent durch einen Zuschuss aus dem Vereinsvermögen abgefangen werden kann, muss erst noch recherchiert werden.

Anwesende Mitglieder würden einen Teil der Rücklagen lieber in das neue Bürgerhaus oder in ein anderes Projekt der Gemeinde investieren, das dann auch den Eigenheimern letztendlich zugutekommen würde. Ebenso könnte ein Vereinsausflug damit finanziert werden. Die Entscheidung wurde vertagt.

Mößel berichtete zum Thema „Satzungsänderung“, dass die in der Jahresversammlung 2018 beschlossene Mustersatzung des Eigenheimer-Landesverbandes vom Vereinsregistergericht Regensburg in zwei Punkten beanstandet wurde. Die korrigierte Fassung wurde von den Mitgliedern einstimmig angenommen.

Im zweiten Teil der Hauptversammlung hielt Elke Kestler, Fachanwältin für Erbrecht aus Waldmünchen, einen Vortrag mit dem Thema „Der Tag, an dem die Pflege kam“. Sie ging auf eine Reihe von weit verbreiteten Irrtümern ein und erläuterte, wie man für den Fall des Falles bestmöglich vorbereitet ist. Eine Kernaussage war, dass nur etwa drei Prozent der Bevölkerung eine private Pflegezusatzversicherung haben, obwohl laut Statistik die Wahrscheinlichkeit, dass mindestens einer der beiden Ehegatten zum Pflegefall wird, bei 80 Prozent liegt. Kestler empfahl in diesem Zusammenhang, sich an einen Versicherungsmakler zu wenden, da dieser an keine Versicherung gebunden ist und so günstige Angebote vermitteln kann. Ihre abschließende Empfehlung war, sich rechtzeitig um eine Vorsorgevollmacht sowie eine Patientenverfügung zu kümmern. Zum Dank für das interessante Referat überreichte Johann Mößel ihr einen Blumenstrauß. Anschließend stand sie für Fragen aus der Zuhörerschaft zur Verfügung.

Die Eigenheimer

  • Zeitschrift:

    Im Jahresbeitrag von 22 Euro ist die monatliche Verbandszeitschrift enthalten.

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