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Musikunterricht

Saxophon und Römergott

Vom Förderverein gab es ein Geschenk für die Landkreismusikschule und eines für den scheidenden Direktor.

Paul Windschüttl mit seinem Abschiedsgeschenk vom Förderverein, überreicht vom Vorsitzenden Dr. Hartmut Holzinger
Paul Windschüttl mit seinem Abschiedsgeschenk vom Förderverein, überreicht vom Vorsitzenden Dr. Hartmut Holzinger

Cham.Die Verabschiedung von Direktor Paul Windschüttl und die Vorstellung der Jahresgabe, eines Baritonsaxophons, standen im Mittelpunkt der Jahresversammlung des Fördervereins der Landkreismusikschule.

Dem ging die offizielle, im Vereinsrecht vorgeschriebene jährliche Mitgliederversammlung des gemeinnützigen Vereins mit allen Inhalten voraus: Der Vorsitzende Dr. Hartmut Holzinger gab einen kurzen Rechenschaftsbericht, Schatzmeister Franz Roider trug den erfreulichen Kassenstand vor, die Kassenprüfer hatten ihres Amtes gewaltet – Hans Maier bescheinigte eine vorbildliche Führung der Vereinskasse.

Dr. Holzinger richtete das Wort an den scheidenden Direktor: 27 Jahre an der Spitze einer solchen Einrichtung zu stehen, die er selbst maßgeblich aus der Taufe gehoben habe, und die er beständig und mit viel persönlichem Engagement zu dem heutigen Stand geführt habe, sei eine lange ereignisreiche Zeitspanne, die jetzt in den Ruhestand münde. Vor allem eine stabile Gesundheit wünschte Dr. Holzinger im Namen des Vereines. Als Symbol für die Verbundenheit solle ein Geschenk stehen, das aus der Werkstatt von Fritz Albrecht stamme: Die Nachbildung eines „Tanzendes LAR“; eines römischen Hausgottes. Die Statuette stammt aus dem „Straubinger Römerschatz“ – was eine Verbindung zum Wohnort Windschütts sei.

Paul Windschüttl bedankte sich sehr für das noble Geschenk und ließ dann diese lange Zeitspanne gegenüber dem Förderverein Revue passieren, erzählte von den Anfängen der Gründung der LKMS, vom Beginn mit noch geringer Schülerzahl, die recht schnell vierstellig wurde. Mit großzügiger Unterstützung der politischen Landkreisführung und mit einem verlässlichen Kreis von Mitarbeitern – Willi Schramm als Geschäftsführer, fleißigen Sekretärinnen und hervorragenden Lehrern – wurde es nun jedem Schüler ermöglicht, ein Instrument, auch ein selteneres zu erlernen und es auch mit anderen, ob in kleiner Gruppe oder aber in einem Orchester, zu spielen. Es seien auch glückliche Umstände über all die Jahre gewesen, und dazu dieses belastbare tolle Team und seine Familie. Und abschließend: „Ich gehe mit zwei lachenden Augen und ganz viel Zufriedenheit.“

Anton Lautenschlager stellte dann die Jahresgabe als Ergänzung der Saxophonfamilie vor: Zuvor schon hatte er mit Paul Windschüttl am Flügel eine Kostprobe vom weichen sonoren Klang des Baritonsaxophons gegeben – mit einer Komposition von Karen Street „Bon Bridge Town Co. Down“. Nebeneinander hatte er die ganze „Familie“ aufgebaut: Das zierliche Sopran-, das Alt-, das Tenorsaxophon und schließlich die Komplettierung - das Bariton als Tieftöner. Er deutete an, dass ein solches Stück schon mal 5000 Euro (aufwärts) kosten würde. Dass aber der Sax-Satz in einer BigBand ohne es nicht „rund“ klingen würde. (cjr)

Förderung: Der Förderverein vergibt einmal pro Jahr einen Bestenpreis oder er stattet die Schule mit einem Instrument aus, das sie sich sonst nicht leisten könnte.

Vergangenheit: Bisher waren dies eine große Konzertharfe oder ein wesentlicher Beitrag zum Erwerb des neuen Schulflügels.

Heuer: Die Landkreismusikschule erhält ein großes Baritonsaxophon, das die Instrumentenfamilie der BigBand komplettiert.

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