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Gericht

Schierer-Unglück: Pilot wurde verurteilt

Der Franzose steuerte das Kleinflugzeug, das 2019 mit dem Helikopter kollidierte, in dem sich der Chamer Unternehmer befand.

Der Chamer Unternehmer starb beim Zusammenstoß eines Helikopters mit einem Flugzeug. Foto: Klöckner/Archiv
Der Chamer Unternehmer starb beim Zusammenstoß eines Helikopters mit einem Flugzeug. Foto: Klöckner/Archiv

Cham.Vor einem Gericht in Italien ging am Mittwoch der Prozess gegen einen Mann mit französischer Staatsbürgerschaft zu Ende. Dieser war der verantwortliche Fluglehrer eines Kleinflugzeugs, das am 25. Januar 2019 mit dem Helikopter kollidierte, in dem sich auch der Chamer Unternehmer Max Schierer jun. befand. Max Schierer jun. war bei dem Absturz tödlich verunglückt.

Neben einem Passagier des Helikopters hatte nur der angeklagte französische Pilot (65) das Unglück überlebt. Das Gericht verurteilte diesen nun für mehrere Verstöße gegen das italienische Luftfahrt- und Strafrecht zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und acht Monaten. Darüber hat nun die Max Schierer Gruppe in einer Pressemitteilung informiert.

Gottesdienst

Tausende trauern um Max Schierer

Tausende erwiesen dem Unternehmer die letzte Ehre. Vertreter aus Politik, Gesellschaft und Sport würdigten sein Leben.

Familie verfolgte Prozess

Die Familie Schierer hatte den Prozess verfolgt und sei froh, dass die damit verbundenen Belastungen nun vorüber sind. Sie möchte nun nach vorne blicken. Die Geschäftsführung der Max Schierer Gruppe sei familienintern inzwischen neu organisiert worden. Nach dem Unfalltod ihres Mannes ist Martina Schierer an die Spitze des Chamer Familienunternehmens gerückt. Der Verbleib des Unternehmens in Familienhand ist damit auch langfristig gesichert.

Seit April steht Martina Schierer an der Spitze des Traditionsunternehmens, das mittlerweile über 400 Mitarbeiter an zwölf Standorten in Ostbayern und Tschechien hat. Foto: Schiedermeier /Archiv
Seit April steht Martina Schierer an der Spitze des Traditionsunternehmens, das mittlerweile über 400 Mitarbeiter an zwölf Standorten in Ostbayern und Tschechien hat. Foto: Schiedermeier /Archiv

Der Chamer Unternehmer war bei einem Flugunglück vor einem Jahr ums Leben gekommen. Der Helikopter, mit dem Schierer zum Heli-Skiing aufgebrochen war, war im Januar 2019 im Grenzgebiet zwischen Italien und Frankreich mit einem Kleinflugzeug zusammengestoßen und abgestürzt. Sieben Menschen sind dabei gestorben. Wie das italienische Nachrichtenportal AestoSera berichtet, musste sich der 65-jährige Pilot nun wegen „fahrlässigen und unüberlegten Verhaltens“ vor Gericht verantworten.

Gegen Regeln verstoßen

Der Franzose sei zum Unglückszeitpunkt mit zwei Schülern unterwegs gewesen. Vor Gericht hieß es, dass sich der 65-Jährige an verschiedene Regeln der Luftverkehrspraxis nicht gehalten habe und es dadurch zum Zusammenstoß kam. Laut AestoSera muss der Mann eine Entschädigung an die Angehörigen der Opfer zahlen. Diese belaufen sich auf rund fünf Millionen. Wie es auf dem Nachrichtenportal weiter heißt, habe der Richter angeordnet, den Angeklagten für fünf Jahre vom Beruf des Piloten auszuschließen. (bs)

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