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Politik

Schinderbuckel-Erweiterung angestoßen

Neben der Erweiterung des Schinderbuckels um mehrere Parzellen, war die Arbeit des Jugendrates Thema im Kötztinger Stadtrat.
Von Stefan Weber

Die Erweiterung des Baugebietes am Schinderbuckel hat am Dienstag die erste Hürde im Stadtrat genommen.  Foto: S. Weber
Die Erweiterung des Baugebietes am Schinderbuckel hat am Dienstag die erste Hürde im Stadtrat genommen. Foto: S. Weber

Bad Kötzting.Nachdem es im Vorfeld der geplanten Erweiterung des Baugebietes am Schinderbuckel bereits eine Bürgerinitiative gegeben hatte, die sich gegen die Maßnahme ausgesprochen hatte, wollte der Stadtrat – der die Pläne einstimmig befürwortet hatte – in seiner Sitzung am Dienstagabend zeigen, dass er ernst meint, was der Bürgermeister versprochen hatte: Die Mitglieder werden bei allen nun kommenden Planungen genau hinsehen, was und wie gebaut werden soll.

So ging Stadtbauamtsleiter Christian Kopf schon bei den vorgelegten Stellungnahmen zur Änderung des Flächennutzungsplanes sehr genau auf die Stellungnahmen der Behörden ein. Als Ergebnis kam heraus, dass eine Fläche im Südwesten, die an den bestehenden Wald angrenzt, aus der schließlich beschlossenen Änderung herausgenommen werden soll.

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Hier hatte sich der Wald näher an das neu entstehende Baugebiet entwickelt, als auf den alten Plänen zu sehen gewesen war. Eine Frage, die normalerweise erst beim Bebauungsplan anstehen würde, wie Kopf erklärte. An dieser Stelle soll, so will es der Stadtrat, ein Abstand von 35 beziehungsweise 25 Metern eingehalten werden, wodurch eine kleinere Fläche nicht bebaut werden kann.

Den Tätigkeitsbericht des Jugendrates der Stadt gab dessen Sprecher Julian Preidl ab. Neben mehreren Teilnahmen an Veranstaltungen der Städtepartnerschaft Douzelage, freute er sich vor allem, dass die Räume des Jugendzentrums auf dem BZ Alte Kaserne dieses Jahr bereits zwölf Mal für Geburtstagsfeiern genutzt worden seien im Vergleich zu acht Mal im Vorjahr.

Mit Blick auf die geplante Neugestaltung des Kurparks regte er an, dass auch eine Kletterwand ebenso angedacht werden könnte wie ein Fitnesspark mit Geräten. Außerdem seien neue Flyer für das Jugendzentrum geplant, für dessen Buchung – das ergab die Nachfrage von Sylvia Ebner-Fuchs – sowohl die Stadt, als auch der Jugendrat Ansprechpartner seien.

Befürwortete Bauanträge

  • Liebenstein:

    Bauantrag zum Neubau von zwei Doppelhaushälften mit Carport und Lager auf dem Grundstück Fl.-Nr. 474 (Parzelle 2); Bauantrag zum Neubau von zwei Doppelhaushälften mit Carport und Lager auf dem Grundstück Fl.-Nr. 474 (Parzelle 3); Antrag auf Erteilung eines Vorbescheides über die Bebaubarkeit des Grundstückes Fl.-Nr. 719auf Errichtung eines Geräteschuppens; Bauantrag zum Neubau einer land- und forstwirtschaftlichen Lagerhalle auf dem Grundstück Fl.-Nr. 131

  • Bad Kötzting:

    Bauantrag auf Errichtung einer Hackschnitzel-Lagerhalle auf dem Grundstück Fl.-Nr. 852 in der Gemarkung der Stadt

  • Traidersdorf:

    Antrag zum Neubau eines Betriebsleitergebäudes mit Garage auf dem Grundstück Fl.-Nr. 935/4; Außerdem lag auch noch ein Antrag auf Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes „Steinbühl Kirchenfelder“ auf Errichtung einer Stützmauer auf dem Grundstück Fl.-Nr. 775/4 vor.

„Schön und gut“, meinte Stadtrat Günther Hofmann für die UWGFraktion, „aber was passiert produktiv?“. Preidl verwies darauf, dass vor allem im Jugendzentrum „erst noch alles anlaufen“ müsse und er bislang zufrieden sei. Bürgermeister Markus Hofmann verwies darauf, dass der Jugendrat vor allem Ansprechpartner des Stadtrates für Ideen der Jugendlichen sein solle, und diese Aufgabe erfülle er auch.

Kämmerer Florian Heigl erklärte den Stadträten, dass die Stadt nach einer Gesetzesänderung künftig bei Arbeiten, die nicht hoheitliche Aufgaben erfüllten (etwa die Erstellung einer Heiratsurkunde), 19 Prozent Umsatzsteuer abführen müsse (etwa das Angebot von Stammbüchern). Bislang sei das nur selten, etwas beim Pfingstfest der Fall gewesen. Genaueres werde sich aber erst in den kommenden Monaten klären. Stadtrat Ludwig Kern, von Beruf Steuerberater, verwies in einer Wortmeldung darauf, dass das – so beim Neubau des Parkhauses – auch Vorteile bringen könne.

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Danach wurde für den Bau des Parkhauses, das Fassadenprogramm der Stadt, den Abbau von Barrieren in der Innenstadt, die Gestaltung des alten Friedhofes und Sanierungsarbeiten auf dem BZ Fördermittel aus dem Topf Stadtumbau West beantragt. Üblich sind hier 60 Prozent Zuschuss, nur für die Arbeiten auf dem BZ werde es wohl 90 Prozent geben. Der Bürgermeister gab noch bekannt, dass er Rossmarkt an Pfingsten nicht mehr vom Reit- und Fahrverein, sondern von den Rosserern organisiert werde – und Freude bei den Wahlhelfern im März: Sie bekommen 70 Euro Entschädigung, üblich sind normalerweise circa 40 Euro.

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