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Justiz

Schlägerei in Disko endete vor Gericht

Vorigen September war es zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen gekommen. Gericht folgte der Staatsanwaltschaft.

Ein Mann musste in Cham auf der Anklagebank Platz nehmen. Foto: dpa
Ein Mann musste in Cham auf der Anklagebank Platz nehmen. Foto: dpa

Roding.In der Rodinger Diskothek Galaxy war es am 2. September 2017 zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen gekommen. Einer der Beteiligten saß nun auf der Anklagebank des Chamer Amtsgerichtes, die Anklage lautete auf Körperverletzung.

Der junge Mann äußerte sich aufgrund geringer Deutschkenntnisse über seinen Verteidiger zum Vorfall. Demnach habe der Mandant einen Streit beobachtet und sei dazwischen gegangen. Dabei sei er geschubst worden und habe panisch reagiert. Mit Füßen und Händen habe er sich zur Wehr gesetzt, wobei er zunächst nicht registriert habe, dass er selbst einen Faustschlag abbekam. Das Opfer soll im Zuge dieser Handlungen Blutergüsse erlitten haben. Der Angeklagte habe sich unmittelbar beim Opfer entschuldigt. Die Rodinger Polizei bekam Meldung, dass insgesamt rund zehn Personen an der Auseinandersetzung beteiligt gewesen seien. Es sei der erste Disko-Abend nach der Sommerpause gewesen, auch die hauseigene Security habe die Streitigkeiten beobachtet, sei jedoch zeitweise nicht eingeschritten, da sich einige Vorfälle nach draußen verlagert hätten.

Das Opfer schilderte die Vorgänge so, dass der Angeklagte zusammen mit einem Bekannten auf eine andere Person eingeschlagen hätte. Der Geschädigte selbst sei es gewesen, der dazwischen gehen wollte. Dabei habe er Schläge und Tritte abbekommen. Die Security habe mit Pfefferspray gesprüht, dessen Wirkung bei einigen Beteiligten nicht lange auf sich warten habe lassen. Er sei insbesondere an Arm und Kiefer getroffen worden.

Für die Staatsanwaltschaft war die Sachlage eindeutig, sie forderte für den nicht vorbestraften Mann eine Verurteilung wegen vorsätzlicher Körperverletzung und 60 Stunden gemeinnützige Arbeit. Die Verteidigung war anderer Auffassung und beantragte Freispruch. Das Gericht folgte der Staatsanwaltschaft, verhängte entsprechende Arbeitsauflage. Richter Andreas Lecker empfand den Zeugen als glaubwürdig, am Tatbestand bestünde es keinen Zweifel. Die äußerliche Erkennbarkeit von Verletzungen sei hierzu irrelevant. Auch eine Notwehrsituation, wie von der Verteidigung dargelegt, habe nicht vorgelegen. (cya)

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