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Region Cham
Montag, 23. Juli 2018 26° 8

Tradition

Schmieden wie in alten Zeiten

Der Trachtenverein Pastritztaler lud zum Hammerschmiedefest mit Bauernbrotbacken, Tanzvorführungen und Goaslschnalzern.

Kulturwart Sepp Maier formte rotglühendes Eisen unter dem 123 Kilogrammm schweren wasserbetriebenen Voithenberghammer. Fotos: fer
Kulturwart Sepp Maier formte rotglühendes Eisen unter dem 123 Kilogrammm schweren wasserbetriebenen Voithenberghammer. Fotos: fer

Furth im Wald.Für die Waldlermesse beim Hammerschmiedfest hatte Petrus sein schönstes Sonntagswetter geschickt. Darüber und dass so viele Messbesucher gekommen waren, freuten sich Stadtpfarrer Bischöflich Geistlicher Rat Richard Meier und die Mitglieder des Heimat- und Volkstrachtenvereins „Die Pastritztaler Schafberg“. Bei der Feldmesse am Sonntagmorgen stellten die Pastritztaler die Ministranten und die Lektorin. Die Stubenmusik des Trachtenvereins Stamm begleitete den Gottesdienst musikalisch. Mit ihrem ersten Lied „Fest wia a Baum, so steht mei Glaum“ besangen sie die Treue der Menschen hierzulande zu Christus.

In der Lesung aus dem Buch der Weisheit hieß es:„Gott hat den Tod nicht gemacht und hat keine Freude am Untergang der Lebenden. Gott hat den Menschen zur Unvergänglichkeit erschaffen und ihn zum Bild seines eigenen Wesens gemacht. Doch durch den Neid des Teufels kam der Tod in die Welt und ihn erfahren alle, die ihm angehören.“

Ein Krügerl für den Pfarrer

Um den Tod ging es auch im Tagesevangelium nach Markus, das davon handelte, dass ein Synagogenvorsteher Jesus um Hilfe anflehte, weil seine Tochter im Sterben liege. Weil aber das Kind schon gestorben war, als sie das Haus des Synagogenvorstehers erreichten, weinten die Leute laut und jammerten. „Warum schreit und weint ihr? Das Kind ist nicht gestorben, es schläft nur, sagte Jesus zu ihnen.“ Da lachten sie ihn aus. Jesus fasste das Mädchen an der Hand und sagte zu ihm: „Talita kum“, was übersetzt heißt: „Mädchen, ich sage dir, steh auf.“ Sofort stand das Mädchen auf und ging umher. Die Leute waren außer sich vor Entsetzen. Doch er schärfte ihnen ein, niemand dürfe etwas davon erfahren.

In seiner Predigt ging der Geistliche darauf ein, dass von Jesus drei Totenerweckungen überliefert sind. Die Tochter des Synagogenvorstehers war dabei erst ganz kurze Zeit tot. Den Jüngling zu Naim trug man schon aus der Stadt heraus, als Jesus ihn von den Toten auferweckte und ihn seiner Mutter übergab. Lazarus dagegen hatte schon vier Tage im Grab gelegen. Diese Steigerung zeigt, dass Jesus die Vollmacht hat, Tote zum Leben zu erwecken. „Ich bin die Auferstehung und das Leben“, sagt er. Und seine Botschaft sind nicht nur Worte. Er stirbt den Tod und steht wieder auf. „Glauben ist Vertrauen auf unseren Herrn Jesus Christus“, betonte der Prediger. „Und jeder Tag bringt uns dem Tor zum ewigen Leben näher. So sagt Jesus es uns selber, und wir dürfen sein Versprechen annehmen“, schloss er seine Predigt.

Nach dem Gottesdienst dankte Vorsitzende Beate Stoiber dem scheidenden Stadtpfarrer für die Feier des Gottesdienstes und vieler anderer zuvor und überreichte ihm zum Abschied ein Pastritztaler-Krügel. Sie lud ihn ein, bei Gelegenheit wieder bei den Pastritztaler Trachtlern vorbeizuschauen, bei denen er immer herzlich willkommen sei.

Bauernbrot und Pizza

„Nach der Mess zur Mass!“ Dieses geflügelte Wort von Pfarrer Meier ließen sich die Besucher nicht zweimal sagen und nahmen die Einladung der Trachtler zum Weißwurstfrühstück und später zum Mittagstisch gerne an, so dass die Bedienungen alle Hände voll zu tun hatten, Getränke und Essen auszuteilen. Zur musikalischen Unterhaltung spielten im Wechsel die „Schwarzachtaler Saitenmusik“ und die „Further Tanzlmusi“ in der neuen Formation mit Adolf Altmann (Klarinette), Toni Bierl (Klarinette), Fritz Fuchs (Akkordeon, als Vertreter von Hans Altmann), Manfred Früchtl (Tuba) und Blasius Körner (Trompete) auf.

Die Pastritztaler Trachtler hatten für die Besucher des Hammerschmiedfestes ein vielseitiges Programm zusammengestellt: Bauernbrotbacken im steinernen Backofen, Pizzabacken mit Kindern, Tanzvorführungen der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen und Auftritt der Goislschnalzer des Trachtenvereins, Schmiedevorführungen in der Hammerschmiede sowie Besichtigung des Museumsstadels mit vielen historischen landwirtschaftlichen Geräten. (fer)

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