MyMz
Anzeige

Tradition

Schorndorf feierte Kirchweih

In diesem Jahr richteten die Feuerwehr und der SSV Schorndorf die Kirtafeiern aus und stellten den stolzen Kirchweihbaum auf.

  • Eine große Helferschar brachte am Dorfplatz den stattlichen Kirtabaum in die Senkrechte. Foto: cls
  • Bei Regenwetter wurde am Samstagvormittag das Baumherrichten im Wald vorgenommen. Foto: (cls)

Schorndorf.Traditionell am zweiten Sonntag im September, und damit heuer zum frühestmöglichen Zeitpunkt, feierten am Wochenende die Schorndorfer ihr örtliches Kirchweihfest. Mit gleicher Beständigkeit wurde dazu einmal mehr ein stattlicher Kirtabaum in die Höhe gehievt. War die Schorndorfer Kirchweih im letzten Jahr von herrlichem Spätsommerwetter begleitet, so waren heuer die äußeren Bedingungen zum Teil alles andere als einladend.

Für den Kirtabaum selber war dieses Mal der SSV Schorndorf verantwortlich und schon am Samstagmorgen wurde das Fällen und Entrinden im Wald von Regen begleitet. Gespendet wurde der Baum dankenswerterweise von Landwirt Andreas Schmaderer aus Nanzing. Noch trocken war es am Mittwoch und Donnerstag, als die Stützpunktwehr das Reisigholen für die Kränze bzw. das Binden und Schmücken vornahm.

Am späten Samstagnachmittag wurde am Rathaus-Parkplatz bei inzwischen geschlossenen Regenschleusen das Kirtabaum-Aufstellen als Gemeinschaftsaktion in Angriff genommen. Dabei unterstützten den SSV neben der Feuerwehr auch weitere Dorfvereine wie die Burschen, die SuKK und der OGV.

Zimmerer Andreas Pommer aus Schorndorf gab mit seinem „Ho Ruck“ den Takt vor und absolut ruhig und fachmännisch die Anweisungen für den Einsatz der Hilfsgerätschaften wie Stangen und Schwalben. „Und glei no amol, ho Ruck“, so Pommer immer wieder motivierend.

Viele Zuschauer verfolgten interessiert das Geschehen, darunter auch Heimbewohner der Wohnresidenz Sankt Raphael aus unmittelbarer Nachbarschaft. Nach rund einer Stunde waren die schwierigsten Hürden genommen und der Kirtabaum konnte endgültig ausgerichtet und verkeilt werden.

Anschließend ging es nur ein paar Meter gegenüber in den Landgasthof Baumgartner und die große Helferschar durfte sich über eine Brotzeit und Kirta-Freibier freuen. Der Kirtabaum wird zwar noch einige Wochen den Dorfplatz schmücken, wurde aber gleich noch unter den Hammer gebracht und gegen Meistgebot von Andreas Pommer ersteigert. Nach der Zusammenarbeit von SSV und FFW in diesem Jahr, werden sich entsprechend dem Turnus dann 2020 wieder Burschenverein und SuKK hauptverantwortlich der Kirchweihtradition annehmen.

Viele Pfarrangehörige ließen sich zur Kirchweih natürlich den Gottesdienstbesuch nicht nehmen. Das Eingangslied „Ein Haus steht fest gegründet“ stellte gleich den Anlass des Kirchweihfestes in den Vordergrund. „Auch der wunderschöne Kirchenschmuck heute zeigt den besonderen Tag des Kirchweihfestes an“, so Ruhestandspfarrer Gschlößl. Leider sei die Kirche derzeit weniger „Ein Haus voll Glorie schauet“, führte der Geistliche weiter aus, sondern eher ein schwankendes Boot auf stürmischer See im gefährlichen Fahrwasser.

Gschlößl verwies etwa auf den Glaubensabfall und die hohe Zahl an Kirchenaustritten. Trotzdem gebe es in der Christenheit ebenso Anlass zur Zuversicht, etwa mit der jungen Kirche in der Dritten Welt. Und auch mit der Zusage des Herrn: „Ich bin bei euch alle Tage“. Und so sah Gschlößl die Kirchweih insbesondere als „ein Fest unserer Gemeinschaft mit all denen, die an Christus glauben“.

Der Landgasthof Baumgartner lud am Sonntag zum Mittagessen und zum Abendtisch sowie auch am Montag nochmals zur Nachkirchweihfeier ein. (cls)

Kirchweihfreuden

  • Fußballer:

    Die SSV-Herrenfußballer fuhren zum Kirta einen 3:1 Heimsieg ein und feierten entsprechend in der eigenen Vereinsgaststätte „68er“.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht