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Region Cham
Montag, 18. Juni 2018 24° 3

Erlebnis

Schritt für Schritt die Seele kurieren

Abendliche Schneeschuhwanderung des Wald-Vereins

Der Aufstieg zum Hochzellschachten war kein Problem. Foto: kfl
Der Aufstieg zum Hochzellschachten war kein Problem. Foto: kfl

Lohberg.Wer mit Schneeschuhen unterwegs ist, merkt relativ schnell: Der Unterschied zum Wandern im Sommer ist minimal. Deshalb findet es immer mehr Anhänger. Die Wald-Vereinssektion Lohberg hatte kürzlich zu einer Tour bei hereinbrechender Dunkelheit eingeladen. Wanderwart Reinhard Kollmer war der Fachmann, der eine besondere Route für die Teilnehmer ausgewählt hatte.

Um kurz nach 13 Uhr konnte er die Schneeschuh-Enthusiasten am Brennes-Parkplatz willkommen heißen. Dort bestieg die Gruppe den Ski-Shuttle-Bus Richtung Bodenmais zum Ausgangspunkt Arber-Hochstraße. Hier sah man sich von einer Vielzahl von Rodelschlitten-Begeisterten „umzingelt“, die sich auf dem Winterwanderweg zum Ausgangspunkt der Rodelabfahrt nach Scherau machten. Deshalb wurden die Schneeschuhe auf dem ersten Kilometer getragen. Bald war der Ausgangspunkt der Rodelabfahrt erreicht, und es kehrte Stille ein. Die Gruppe schnallte kurz darauf die Schneeschuhe an. Bei leichtem Schneefall stieg man durch den tief verschneiten Wald stetig leicht bergauf Richtung Hochzellschachten. An der Waldschneise am Hochzellberg, von der die Drachen- und Gleitschirmflieger von April bis September starten, hielten die Ausflügler kurz inne und warfen einen Blick hinab ins Tal nach Bodenmais. Bald darauf staunten sie über die fast vollständig eingeschneite Zellerhütte.

Die Wanderer genossen nicht nur die wohltuende Winterstimmung, sondern tankten auch neue Energie aus der mitgebrachten Rucksackverpflegung mit Tee und Glühwein. Nach einer Viertelstunde mahnte Reinhard Kollmer zum Aufbruch zur Chamer Hütte, wo die Wanderer gegen 17 Uhr zur Einkehr eintrafen. Als die Stirnlampen die Dunkelheit erhellten, machten sich die Freude zum Rückweg breit. Auf dem alten Schmugglerweg brach der Trupp in Richtung Großer Arber auf. Die Scheinwerfer der Skipisten ließen die verschneiten Bäume einzigartig schimmern – ein unvergesslicher Eindruck für die Seele, der die Gruppe auf den letzten Metern zum Brennes begleitete. (kfl)

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