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Mittwoch, 22. August 2018 28° 3

Bildung

Schüler erhalten Suchtpräventionspreis

Für ihr Engagement zur Vorbeugung von Suchterkrankungen wurden Jugendliche aus drei Schulen im Landkreis ausgezeichnet.

Die Schüler der Johann-Brunner-Mittelschule aus Cham, der Konrad-Adenauer-Realschule in Roding und des Benedikt-Stattler-Gymnasiums in Bad Kötzting freuten sich über den „Bayerischen Präventionspreis“.Foto: cdk
Die Schüler der Johann-Brunner-Mittelschule aus Cham, der Konrad-Adenauer-Realschule in Roding und des Benedikt-Stattler-Gymnasiums in Bad Kötzting freuten sich über den „Bayerischen Präventionspreis“.Foto: cdk

Cham.„Was ist ein erfolgreiches Präventionskonzept?“ Mit dieser Frage von Schulleiter Johann Pongratz beschäftigten sich im vergangenen Schuljahr gleich drei Schulen im Landkreis. Für diese Arbeit wurden sie am Freitag von der Sieglinde-Nothacker-Stiftung mit dem sogenannten „Bayerischen Präventionspreis“ geehrt.

Zu den Bildungseinrichtungen gehören: die Johann-Brunner-Mittelschule –zugleich Gastgeber der Veranstaltung, die Konrad-Adenauer-Schule Roding und das Benedikt-Stattler-Gymnasium Bad Kötzting.

In der Eröffnungsrede erklärte der Schulleiter der Johann-Brunner-Mittelschule ,Johann Pongratz, die Probleme der Suchtprävention an Schulen. Dazu stellte er die Frage, wie man gegen etwas sein könne, dass seit Jahrhunderten gegenwärtig ist? Das betreffe insbesondere Alkohol und Tabak. Aber auch moderne Laster müssen berücksichtigt werden, da es eine Zunahme der Computer- und Handysucht gebe.

Dies unterstrich der Schulleiter der Rodinger Realschule Alexander Peintinger, der besonders in der Handy-Nutzung Probleme sieht. Seiner Ansicht nach sei die beste Prävention eine Stärkung der Persönlichkeit, um auch mal „Nein“ sagen zu können und so dem Gruppenzwang zu entgehen.

Vom Benedikt-Stattler-Gymnasium war Gertrud Lauerer anwesend. Sie stimmte ihren Kollegen zu und betonte zudem, dass die Gesamterziehung wichtig sei. Die Präventionsprogramme gestalten sich vielseitig. Die anwesenden Schüler erzählten, was sie im letzten Jahr geleistet haben. Einige besuchten Suchtkranke in einer Klinik, nahmen an entsprechenden Lehrveranstaltungen teil oder halfen auch im Pflegeheim aus, um den Bereich der Eigenverantwortung zu lernen.

Als Beispiel nannten die Schüler der Johann-Brunner-Mittelschule Projekte wie den „Klarsichtkoffer“ – ein Mitmach-Parcours zur Alkohol- und Tabakprävention – oder das Theaterstück „Schüttelfrost“, bei dem sich die Schüler direkt mit Suchtproblemen auseinandersetzen mussten.

Im Anschluss an die Präsentation überreichte der Vorstand Dr. Karl Sauer von der Sieglinde-Nothacker-Stiftung den Schulen aus Cham und Roding eine Urkunde für den 1. Platz des „Bayerischen Präventionpreises“ zu gleichen Teilen, da das Juroren-Team sich nicht für den 2. Platz entscheiden konnte. Zusätzlich gab es für beide Schulen 750 € Preisgeld.

Das Benedikt-Stadler-Gymnasium durfte sich über einen Sonderpreis freuen. Aufgrund langjähriger Verdienste und Leistungen wurde die Bad Kötztinger Schule mit einem Geldpreis von 1000 Euro belohnt. (cdk)

SChulprojekte

Klarsichtkoffer: So titelte ein Mitmach-Parcours zur Alkohol- und Tabakprävention, den die Schüler der Johann-Brunner-Mittelschule entwickelt hatten.

Schüttelfrost: Dieser Namen stand über einem Theaterstück, das die Chamer Mittelschüler auf die Bühne gebracht haben. Die Auseinandersetzung mit Suchtproblemen haben die Jugendlichen damit kreativ aufgearbeitet.

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