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Region Cham
Dienstag, 22. Mai 2018 21° 2

Exkursion

Schule von anno dazumal besucht

Klasse 3a der Stamsrieder Grundschule verlegte ihre Schulstunde nach Fronau.

Die Kinder waren ganz Ohr, als die Museumsleiterin erzählte. Foto: rjm

Stamsried.Eine Zeitreise in die Vergangenheit unternahm die 3a mit Klassenlehrerin Tanja Brunner. Mit dem Bus ging es von Stamsried nach Fronau zum Schulmuseum, wo sie Emmi Murhauser, die seit Jahrzehnten das Schulmuseum im Auftrag des Kulturreferats des Landkreises Cham betreut, bereits erwartete. Im Unterricht befassten sich die Schüler in den letzten Wochen über die Schulzeit in früherer Zeit. Jetzt wollten sie es einmal ganz genau wissen und sehen, wie früher ein Klassenzimmer aussah und mit welchen Hilfsmitteln die Schüler unterrichtet wurden. Nach einem Gruppenfoto am Eingang des Museums erklärte Murhauser vieles rund ums Fronauer Schulhaus. Da staunten die Kinder nicht schlecht, wie eng es damals im Klassenzimmer zuging und wie niedrig die Decke im Zimmer war. Murhauser: „Die Leute waren früher viel kleiner.“ Das kleine Fronauer Schulhaus zeigt die früher übliche Einheit von Lehrerwohnung und Schulraum unter einem Dach. Neben dem Schulsaal für den Unterricht befinden sich Stube und Kammer, die vom Lehrer und seiner Familie bewohnt wurden. Der Schulsaal mit Schulbänken, Lehrerkatheder, Schiefertafel, Wandbildern, Schulranzen, Tintenfässern und Griffeldosen zeigt, wie es in den Schulen um die Jahrhundertwende ausgesehen hat. Diese Ausstellungsstücke wurden aus alten Schuleinrichtungen in verschiedenen Orten des Landkreises zusammengetragen. Die Kinder erfuhren darüber hinaus auch von den damaligen Lebensbedingungen der Lehrer und Schüler. In die schmalen, harten Bänke gedrängt, stellten sie Emmi Murhauser ihre Fragen.. Die Betreuerin des kleinen Schulmuseums zeichnete ihnen anhand der Gegenstände in dem Klassenzimmer und der Wohnung des Lehrers ein authentisches Bild von einem Schultag um 1850. Schulranzen aus Holz, Schiefertafeln, Tintenfässer und Griffeldosen führten sozusagen vor Augen, wie die Kinder damals arbeiten mussten. Der Lehrer arbeitete übrigens nebenbei als Schuster und versorgte sich und seine Familie selbst mit einem Garten und einer Kuh. Natürlich befanden sich alle Klassen in einem Raum, der von der Küche aus mit geheizt wurde. (rjm)

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