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Neukirchen b Hl Blut

Schulreife, was heißt das eigentlich?

Rektor Christian Hofmaier war erfreut über die Besucherresonanz beim Infoabend für die Eltern von einzuschulenden Kindern.

Rektor Hofmaier (r.) dankte den Referenten Barbara Silberbauer und Marco Kerscher. Foto: kbr
Rektor Hofmaier (r.) dankte den Referenten Barbara Silberbauer und Marco Kerscher. Foto: kbr

Neukirchen b Hl Blut.

Eingangs erläuterte der Schulleiter die Details der Mittagsbetreuung unter der Trägerschaft des Fördervereins. Alle Fahrschüler werden bis zur Abfahrt der Busse beaufsichtigt. Alle Eltern der Grundschule können ihre Kinder bereits um 7.30 Uhr zur Schule schicken, denn sie werden mit den Buskindern beaufsichtigt. Diese sogenannte Kommphase ist für die Eltern kostenlos. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, für alle Grundschüler an der Mittagsbetreuung teilzunehmen, die von Montag bis Donnerstag ab Unterrichtsende bis 15.30 Uhr stattfindet. Diese Betreuung ist dank der Zuschüsse der Kommune kostenlos.

Bei der Leistungserwartung sollte das Kind im Vordergrund stehen, sagte Hofmaier. Mit Lesen und Vorlesen kann man die Kinder von Anfang an unterstützen. Ferner sollte Sport und Bewegung zum Alltag eines Kindes gehören.

Beratungslehrer Marco Kerscher erklärte den Begriff „Schulreife“ und fasste zusammen: Unterforderung ist unangenehm, Überforderung ist katastrophal. Von Eignungstests aus dem Internet riet er ab. Als Orientierung zur körperlichen Entwicklung nannte er das Denken und Fühlen im dreidimensionalen Raum, die motorische Beherrschung oder ob sich das Kind selber anziehen kann. Bezüglich seiner geistigen Entwicklung sollte sich das Kind im Denken und Sprechen sicher im Alltag bewegen können. Dabei sind der Dialekt und die Schriftsprache wichtig. Unter sozial-emotionaler Entwicklung versteht der Fachmann die Schulhofreife. Man stärke das Selbstwertgefühl des Kindes unter dem Leitsatz „Hilf mir, es selbst zu tun!“ und das erfordert Geduld. Egal welchen Weg ein Kind beschreitet – der Weg wird glücklich und erfolgreich sein, wenn das Kind weiß, dass seine Eltern hinter ihm stehen. „Lebe vor, was Du erwartest!“ dies wäre ein Ziel für Eltern.

Erstklasslehrerin Barbara Silberbauer spickte ihren Vortrag mit praktischen Dingen. Sie warnte davor, Ängste zu schüren, sondern das Kind zum Schulstart positiv zu bestärken. Eine große Gehirnleistung sei das Binden von Schuhbändern – dieser Herausforderung solle man durch Klettverschlüsse nicht aus dem Weg gehen. Ihr Credo in Sachen Bewegung: Raus in die Natur – weg von den elektronischen Geräten. Silberbauer schwört auf das Vorlesen. Lobend äußerte sich die Lehrerin über die mathematischen Fähigkeiten der Kinder, die ihnen in der Vorschulgruppe des Kindergartens angeeignet werden. Bei Sprachauffälligkeiten sei der Besuch eines Logopäden hilfreich. Sie verweist auf ein verträgliches Sozialverhalten und warnt vor der Ellenbogengesellschaft. Im Spielen sieht die erfahrene Lehrkraft einen wichtigen Ausgleich zur Schule. Daher sollte auch das Hausaufgabenpensum nur so hoch sein, damit noch ausreichend Zeit bleibt. (kbr)

Vortrag für Eltern

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