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Unfall

Schutzengel wachte über Sekundenschlaf

Ein 49-Jähriger schlief auf der B 20 bei Satzdorf ein und fuhr in den Gegenverkehr. Die drei Verletzten hatten großes Glück.
Von Johannes Schiedermeier

Durch die Wucht des Aufpralls wurde die Vorderachse des Passat herausgerissen und die Fahrertür verklemmt.
Durch die Wucht des Aufpralls wurde die Vorderachse des Passat herausgerissen und die Fahrertür verklemmt. Foto: Schiedermeier

Cham.Am Donnerstag um 8.04 Uhr hat der Schutzengel besonders gut aufgepasst. Das dürfte nach Zeugenaussagen der Moment gewesen sein, als der 49-jährige Fahrer eines Skoda am Steuer einnickte.

Wie Zeugen der Chamer Polizei vor Ort berichteten, kam der Tscheche auf der Heimfahrt in Richtung Furth im Wald mit seinem Skoda auf der B 20 in Höhe Satzdorf immer weiter auf die Gegenfahrbahn. Dort prallte er mit einem Passat zusammen, in dem eine 39-Jährige aus Eschlkam mit ihrer 16-jährigen Tochter saß.

Linke Vorderachse herausgerissen

Der Aufprall erfolgte zwar nicht frontal, war aber so heftig, dass aus dem Passat die linke Vorderachse herausgerissen wurde. Obwohl zum Unfallzeitpunkt auf beiden Spuren reger Lkw-Verkehr herrschte, konnten alle Brummis noch rechtzeitig anhalten. Es bildete sich binnen Minuten ein kilometerlanger Rückstau in beide Richtungen.

Der Fahrer des Skoda war auf der B 20 eingenickt.
Der Fahrer des Skoda war auf der B 20 eingenickt. Foto: Schiedermeier

Wie Kreisbrandinspektor Marco Greil berichtete, wurden die Feuerwehren aus Cham, Chammünster, Kothmaißling und Weiding zu einem „Unfall mit eingeschlossener Person“ alarmiert. Das stellte sich vor Ort als richtig heraus, weil die Fahrertür des Passat so deformiert war, dass sie mit dem Rettungsspreizer geöffnet werden musste.

Schwere Schocks

Rettungsdienstleiter Mich Daiminger brachte drei Rettungswagen und einen Notarzt zum Einsatz. Die Fahrerin des Passat erlitt leichte Verletzungen, ebenso wie der Skodafahrer. Die 16-jährige Tochter auf dem Beifahrersitz wurde mittelschwer verletzt. Alle erlitten schwere Schocks und wurden ins Chamer Krankenhaus gebracht.

Der Fahrer selbst bestätigte gegenüber den ermittelnden Polizeibeamten, dass er kurz eingenickt sei. Gegen ihn wird Anzeige wegen Gefährdung des Straßenverkehrs erstattet. Zur Reinigung der mit Trümmern übersäten Fahrbahn wurde das THW alarmiert.

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