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Kirche

Segen für 21 Jubelpaare der Pfarrei St. Michael

Pater Joseph Kunniparampil nannte die Paare Vorbilder in einer Zeit, in der viele Ehren scheitern. Bis nach Mitternacht wurde gefeiert.
von Martina Matzke

Die Ehejubilare der Pfarrei Windischbergerdorf mit Pater Joseph und Ministrantinnen Foto: Stefan Bucher
Die Ehejubilare der Pfarrei Windischbergerdorf mit Pater Joseph und Ministrantinnen Foto: Stefan Bucher

Cham.Vor Jahrzehnten hatten sich die Paare am Traualtar das Versprechen gegeben, in guten und in schlechten Tagen ihren Lebensweg gemeinsam zu gehen. Miteinander sind die Ehepaare durch dick und dünn gegangen, haben Höhen und Tiefen gemeinsam erlebt, sind in Freud und Leid zusammengestanden. Deshalb hatte der Bergerdorfer Pfarrgemeinderat die Jubelpaare zu einem besonderen Gottesdienst eingeladen, um Gott für ihren langjährigen gemeinsamen Weg zu danken und dies auch zu feiern. 21 Ehepaare waren der Einladung gefolgt.

Pater Joseph Kunniparampil sagte: „Ein Jubiläum bedeutet Rückblick auf die vergangenen Jahre, Zwischenhalt zur Besinnung und Betrachtung des Gewesenen, aber auch Ausblick nach vorne und Neuorientierung. Sie erneuern ihre Bereitschaft zur Fortsetzung ihres Weges in der Kraft des Sakramentes. Möge ihre Ehe glücklich und lebendig bleiben.“

In seiner Predigt ging der Pfarrer auf die Worte aus dem Kolosserbrief ein: Vor allem aber liebt einander. „Ohne Liebe wären sie damals nicht zum Traualtar gekommen. Und sie empfinden heute noch ihre Liebe als ein Geschenk, als eine Gabe des Glücks“, meinte der Geistliche. „Das Versprechen in guten und schlechten Tagen, in Gesundheit und Krankheit einander zu lieben macht deutlich: Liebe ist nicht nur eine Gabe, sondern auch eine Aufgabe. Liebe ist nicht nur ein Geschenk von anderen, sondern eine Verpflichtung, eine Leistung, die Tag für Tag erbracht sein will. In ihren gemeinsamen Ehejahren haben sie sich dieser Aufgabe gestellt. Insofern können sie in einer Zeit, in der viele Ehe scheitern, ein Vorbild sein. Wir, die Kirche, danken ihnen, dass sie dieses Zeugnis geben“, erklärte der Pfarrer. Anschließend erteilte der Geistliche allen Jubelpaaren den Einzelsegen.

Nach dem Dankgottesdienst, den die Gruppe Michaelis musikalisch mit einfühlsamen und modernen Liedern mitgestaltete, waren die Paare ins Pfarrheim eingeladen. Pfarrgemeinderatssprecher Roland Hiebl beglückwünschte die Jubelpaare, stieß mit einem Glas Sekt auf sie an und wünschte ihnen schöne Stunden.

Als Erinnerungsgeschenke erhielten die Ehejubilare einen extra angefertigten Windischbergerdorfer Kalender. Der Sachausschuss Ehe und Familie hatte neben einem reichhaltigen kalten Buffet auch noch Kaffee und Kuchen vorbereitet. Die Tische waren festlich gedeckt, und zwei Musikanten spielten zünftig auf. Der gemütliche Abend dauerte bis nach Mitternacht, als sich die letzten Jubilare auf den Heimweg machten.

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