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Zeitgeschichte

Segen für das neue Bauernhof-Museum

Für Liebhaber: Auf dem Schichtl-Hof in Falkenstein ist eine Ausstellung mit alten Arbeitsgeräten und Maschinen zu bewundern.

Familie Semmelmann mit Pater Norbert Lauinger in der kürzlich eingerichteten Schmiede  Foto: Anton Feigl
Familie Semmelmann mit Pater Norbert Lauinger in der kürzlich eingerichteten Schmiede Foto: Anton Feigl

Falkenstein.Viele Helfer des Bauernhof-Museums von Josef und Monika Semmelmann waren mit ihren Familien zum Schichtl-Hof nach Arhalm gekommen, um gemeinsam mit Pater Norbert Lauinger vom Kloster der Pallottiner in Hofstetter, einem Freund der Familie, den Schutz und Segen für das in vielen Stunden errichtete Museum zu erbitten.

Für die Nachwelt erhalten

Pater Lauinger ging auf die Bemühungen von Josef Semmelmann ein, alte Arbeitsgeräte, Maschinen, Gegenstände und Handwerk von einst, für die Nachwelt zu erhalten. „In unserer Wegwerfgesellschaft ist das nicht selbstverständlich“, betonte der Geistliche und hob hervor, dass Monika und Josef Semmelmann anders als viele Menschen denken würden. Sie hätten einen Sinn für die Ahnen, das Werk der Vorfahren und Achtung vor der Vergangenheit. Mit viel zeitlichem und auch finanziellem Aufwand würden Gegenstände einer bereits vergangenen Zeit vor dem Verfall oder dem Schrottplatz bewahrt.

Das Bauernhof-Museum

  • Dank:

    Josef Semmelmann dankte allen seinen Helfern, besonders Ingrid Zwick, für die vielen Anregungen und Leihgaben. Bei einer Museumsführung konnten auch die Angehörigen der Helfer die Ergebnisse vieler Arbeitsstunden bewundern.

  • Öffnungszeiten:

    Interessiere melden sich bei Familie Semmelmann, Telefon (0 94 62) 6 57. (rto)

Im ehemaligen Getreidelager entstand mit viel Liebe zum Detail eine umfangreiche Ausstellung zu verschiedenen Themengebieten. Vorhanden sind dort eine Schreinerei und Schusterei, landwirtschaftliche Geräte und Werkzeuge zur Feldbearbeitung, Getreide- und Futterbereitung, Tierhaltung und vieles mehr.

Erst kürzlich wurden eine Schmiede und eine Wagnerei eingerichtet. Auch das ländliche Hausleben mit Schlafzimmer, Küche und Speisekammer sowie Teile eines alten Klassenzimmers und eines Kramerladens sind ausgestellt.

Restauriert und funktionsfähig

Eine der Hallen im Außenbereich ist voll mit landwirtschaftlichen Großgeräten aus 150 Jahren, die zum Teil bereits restauriert und funktionsfähig sind. Zudem kann im Außenbereich auch eine Vielzahl von Arbeitsgeräten – von alten Standmotoren und Bulldogs der verschiedensten Marken bis hin zu zahlreichen historischen Landmaschinen für Pferd, Ochse oder Traktor – bestaunt werden.

Pater Lauinger wünschte, dass Monika und Josef Semmelmann die Freude am Sammeln dieser ehrwürdigen Gegenstände nie verlieren. Anschließend wurde gemütlich beisammengesessen und gefachsimpelt. (rto)

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