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Literatur

Sein Enkel hält sein Werk lebendig

Auch nach seinem Tod 2017 laden die Bücher des bekannten Rötzer Heimatdichters Heribert Blab zum Lesen und zum Lachen ein.
Von Georg Sturm

Enkelsohn Benedikt Elsner sorgt mit großer Begeisterung dafür, dass Heribert Blab und seine Bücher nicht in Vergessenheit geraten. Foto: Sturm
Enkelsohn Benedikt Elsner sorgt mit großer Begeisterung dafür, dass Heribert Blab und seine Bücher nicht in Vergessenheit geraten. Foto: Sturm

Rötz.„Der Heimat dienen, Geschichte und Brauchtum erhalten und lebendig werden lassen“, das hatte sich Heribert Blab zu seinen Lebzeiten vorgenommen und treffend auch realisiert. Als Heimatschriftsteller hat Blab zahlreiche Heimat- und Sachbücher, aber auch Romane, im Eigenverlag erfolgreich verlegt – und damit den Menschen viel Freude und Kurzweil geboten. Bis kurz vor seinem Tod am 17. November letzten Jahres war der gelernte Bäckermeister, dem stets seine Heimat am Herzen lag, voll Schaffensdrang – und er hatte viele Ideen.

410-Seiten-Sammlung

Aus der Feder von Heribert Blab

  • Geplant:

    Demnächst sollen nach Auskunft von Benedikt Elsner „Gedichte und Prosa aus dem Schwarzachtal“ als Sammelwerk vieler Gedichte und poetischer Werke Heribert Blabs erscheinen, außerdem ein besonderes Werk „Woast“ wo mei Hoamat is?“

  • Erschienen:

    „Etwas zum Schmunzeln“ heißt das über 400 Seiten umfassende Werk, das derzeit angeboten wird und allerlei humorvolles enthält: Rötzer Leit –gestern & heit!“; „Lustige G’schichtl’n und G’sang!“ sowie „Girtlers g’sammelte Witze“.

  • Bestellung:

    Erworben werden können die beiden neuen Werke von Heribert Blab in Rötz im Kaufhaus Reitmeier, bei Edeka Kohl, in der Bäckerei Dirscherl, in der RedBoxx in den Tankstellen Haberl und Schmidtler sowie in der TouristInfo im Fürstenkasten.

Kurz zuvor hatte er die letzten Texte geschrieben für seine mit 410 Seiten sehr umfangreiche Sammlung von lustigen Gschichtln und Gsangln sowie Girtlers g’sammelten Witzen unter dem Titel „Zum Schmunzeln“. Dank seines Enkelsohns Benedikt Elsner konnte er noch die ersten Exemplare begutachten. Mit einem zufriedenen Lächeln über das zweifellos gelungene Werk habe er ihn, so der 24-Jährige, der ihm stets zur Seite stand, aufgefordert, „jetzt bringt’s es unter die Leit“. Diesem Wunsch kommt Benedikt Elsner neben seiner Ausbildung gerne nach.

Neben „Zum Schmunzeln“ hatte er auch den Roman „Der Seher vom Scharzachtal“ noch rechtzeitig vor seinem Tod abschließen können, der ebenfalls inzwischen im Selbstverlag aufgelegt wurde. Wer weiß denn schon, dass der bayerische Aufstand gegen die österreichischen Besatzer, die 1705 in der Sendlinger Mordweihnacht gipfelten, im Schwarzachtal seinen Anfang nahm? Heribert Blab nahm dies als Grundlage für seinen Roman. Es lohnt sich, das 250 Seiten umfassende Werk zu lesen. Erworben werden können die beiden Werke in Rötz im Kaufhaus Reitmeier, bei Edeka Kohl, in der Bäckerei Dirscherl, in der RedBoxx in den Tankstellen Haberl und Schmidtler sowie in der Touristinfo im Fürstenkasten.

Geschichte der Fasenacht

Heribert Blab 2014 bei der Vorstellung von „d’Mühlwaiz“ Foto: Sturm
Heribert Blab 2014 bei der Vorstellung von „d’Mühlwaiz“ Foto: Sturm

Neben den beiden Werken können auch noch Exemplare früherer Werke des Heimatschriftstellers käuflich erworben werden, gegebenenfalls werden sie nachgedruckt. Es sind dies die „Althistorische Rötzer Fasenacht“. Darin können auf über 350 Seiten viele lustige, humorvolle und interessante Ausschnitte und Beiträge sowie Einblicke in die faszinierende Welt der Rötzer Fasenacht von 1877 bis zum Jubiläumsjahr 2000 nachgelesen werden.

„Burgführer“ ist ein 35-seitiges Geheft überschrieben, das eine kurze Beschreibung mit Führung auf dem Schwarzwihrberg und die Schwarzenburg beinhaltet. Außerdem ist die Chronik der Schwarzenburg und deren einstiger Herrscher nachzulesen. In einem Roman, erschienen 2010, geht es auf über 320 Seiten um „Die Schwarzenburger“ – „...Welche Ehre es ist, mit einem Spross der tapferen Haderer zu reiten!“

Gruslige, schaurige und lustige, teils altüberlieferte, aber auch moderne Geistergeschichten – von Hexen, Drachen und feurigen Hunden – hat Heribert Blab im 2011 erschienenen, 160 Seiten umfassenden Werk „Die Geister vom Schwarzwihr“ niedergeschrieben.

Eine packende, authentische Erzählung aus dem Jahr 1895 mit historischen Schauplätzen rund um den Schwarzwihr ist der Roman „Besenginster“, den der Heimatliterat 2012 aufgelegt hat.

„Der Rote Hahn

In der Zeit des Biedermeiers spielt die Geschichte, die das einfache Leben vor 1840 beschreibt. Skizziert im Jahreslauf beschreibt Heribert Blab den Alltag der Menschen mit ihren Sitten und Bräuchen, aber auch den Ärger und die Freude in der Kommune. Überschrieben hat er den 180 Seiten umfassenden Roman „Der Rote Hahn“.

In die Zeit, als die Lehre Martin Luthers in deutschen Landen Fuß fasste, entführt der 2014 erschienene Roman „d’Mühlwaiz“ auf 310 Seiten. Eine besondere Sammlung allerlei über den Ursprung und die Eigenheiten des ureigenen Rötzer Dialekts ist das 2014 erschienene Werk von Heribert Blab „A so a Schmaatz“. Es ist, wie der Autor einmal erklärte, auch „für jene geeignet, die des Rötzer Dialekts nicht mächtig sind oder gar hier wohnen, denn alles ist erklärt und übersetzt“.

Bestellt werden können die Bücher von Heribert Blab unter heribert.blab@gmx.de oder der Telefonnummer 01 77/ 697 63 22. Interessantes über die Bücher, aber auch Heribert Blab kann im Internet unter www.heribert-blab.de nachgelesen werden.

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