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Unterricht

Sein Tipp: Schützt euch selbst!

„Herr Klicksalat“ informiert Schüler in Bad Kötzting über Cybermobbing und Persönlichkeitsrechte im Internet.

Jörg Kabierske klärt seit 15 Jahren bundesweit Schüler über Gefahren des Internets auf. Foto: Mittelschule
Jörg Kabierske klärt seit 15 Jahren bundesweit Schüler über Gefahren des Internets auf. Foto: Mittelschule

Bad Kötzting.Jörg Kabierske, der seit 15 Jahren als „Herr Klicksalat“ bundesweit unterwegs ist und in mehr als 500 Schulen mehr als eine halbe Million Schüler mit seinen Vorträgen und Workshops erreicht hat, war in den drei 5. Klassen an der Karl-Peter-Obermeier Mittelschule zu Gast, um mit den Schülern über Facebook, WhatsApp, Twitter, Instagram und andere soziale Netzwerke zu sprechen. Allerdings standen nicht nur die positiven Seiten dieser bei Jugendlichen populären Dienste im Blickpunkt, sondern vor allem mögliche Gefahren und wie man damit umgehen kann.

Zu Beginn wurden die Kinder aufgefordert, ihm die zurzeit angesagten Spiele zu nennen und sofort kam man auf das Stichwort „Jugendschutz“. FSK und USK sind Kürzel, von denen auch so manche Kinder gehört haben, aber bei der Nachfrage ergibt sich das Bild, dass sich wohl nicht alle zu Hause daranhalten, welche Altersempfehlung auf diversen Spielen angegeben wird.

Hier wird Kabierskes Ton etwas schärfer, als er unterstreicht, dass es wohl „doofe Eltern“ seien, die das erlaubten und appellierte an die Kinder, sich eben selbst zu schützen, indem sie in Zukunft auf die Altersangaben achteten. Sie sollten ruhig auf ihr Bauchgefühl hören und unangenehme Situationen am Bildschirm mit einem Erwachsenen ihres Vertrauens besprechen, statt sich alleine mit den Gedanken zu quälen.

Welche Gefahren im Internet lauern, verdeutlichte er anhand eines kurzen Videos: Nicht jeder im Internet gibt seine wahre Identität preis und so kann es passieren, dass man ausspioniert wird und Fakten über sich preisgibt, die später gegen einen verwendet werden. Außerdem erklärt er sehr plastisch, dass alle Nachrichten, die einmal ins Internet geschickt wurden, gespeichert sind und nie mehr gelöscht werden können.

So kam er mithilfe der Einwürfe der Schüler von einem Thema zum anderen. Sehr behutsam, aber doch wirkungsvoll arbeitete er Punkte wie Cybermobbing, Sexting, Antivirenschutz, Kettenbriefe und einiges mehr ab. Auch mögliche Straftaten im Zusammenhang der Weitergabe von Daten wurden behandelt, und die jungen Leute merkten, dass „der da vorne echt Ahnung hat“, wie ein Schüler sagte.

In seinem abwechslungsreichen Vortrag schaffte es Jörg Kabierske, die Aufmerksamkeit der Kinder hoch zu halten. Durch den spielerischen Einsatz von Schafscomics überforderte er auch bei sensiblen Themen keine Kinderseele und transportierte doch wichtige Botschaften.

Viel zu schnell gingen die Stunden vorbei. Die Kinder jedenfalls haben genügend Impulse für einen achtsameren Umgang mit dem Medium „Internet“ bekommen. „Hoffentlich“, heißt es in einer Pressemitteilung der Schule, „ist es mit diesem Vortrag gelungen, die oft sorglose Nutzung von Internetdiensten künftig mehr zu hinterfragen“. Ein großer Dank galt dem Lions-Club Cham, der die Veranstaltung finanziell unterstützte.

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