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Liebe

Seit 60 Jahren als Ehepaar durchs Leben

Franziska und Josef Kordik aus Walting feierten diamantene Hochzeit mit Familie und Vertretern der Expositur.
Andreas Engl

Das Jubelpaar Josef und Franziska Kordik feierte am Samstag das seltene Fest der diamantenen Hochzeit. Glückwünsche kamen von der Familie, Kindern, Enkel- und Urenkelkindern sowie von den Vertretern der Expositurgemeinde Walting. Foto: Andreas Engl
Das Jubelpaar Josef und Franziska Kordik feierte am Samstag das seltene Fest der diamantenen Hochzeit. Glückwünsche kamen von der Familie, Kindern, Enkel- und Urenkelkindern sowie von den Vertretern der Expositurgemeinde Walting. Foto: Andreas Engl

Weiding.Josef und Franziska Kordik konnten am Samstag auf 60 Ehejahre blicken. Sie feierten mit der Familie sowie Vertretern von Expositur und Gemeinde diese diamantene Hochzeit. Pfarrer Joseph Kata war mit Pfarrgemeinderätin Irene Kolbeck an die Hohensteinstraße nach Walting gekommen, um dem mit der Kirche eng verbundenen Jubelpaar weiter Gesundheit und Gottes Segen zu wünschen.

Josef Kordik war 25 Jahre im Kirchenchor Walting aktiv, bis es gesundheitlich nicht mehr möglich war. Ehefrau Fanny besucht noch Sonntag für Sonntag die Frühmesse in Walting.

Franziska Kordik, eine geborene Wotruba, erblickte am 10. Mai 1935 in Ösbühl bei Furth im Wald das Licht der Welt und wuchs zusammen mit vier Schwestern und einem Bruder auf. Sie besuchte acht Jahre die Volksschule in Daberg und erlebte im Kindesalter auch noch die schrecklichen Ereignisse des zu Ende gehenden Krieges. Da sie schon mit 16 Jahren im Haushalt von Katharina Wild in Cham, dessen Ehemann Oberschullehrer war, benötigt wurde, musste sie die Pflichtberufsschule in Furth im Wald statt zwei Jahren nur ein Jahr lang besuchen. Nach ihrer Tätigkeit im Chamer Haushalt arbeitete sie zu Hause in der Landwirtschaft immer fleißig mit.

Ihr Ehemann Josef Kordik wurde am 10. Februar 1937 in Fürthel bei Neumark/Všeruby im Sudetenland geboren und verbrachte die Kindheit mit zwei Schwestern in der elterlichen Land- und Gastwirtschaft. Nach dem Krieg musste die Familie die liebgewonnene Heimat verlassen und kam zuerst in ein Sammellager nach Bamberg und schließlich wieder zurück an die Grenze bei Neuaign.

Mitte der 1950er Jahre lernten sich beide kennen und schlossen am 20. November 1959 bei Bürgermeister Xaver Klein in Walting, wo die Familie Kordik mittlerweile sesshaft wurde und sich ein kleines Anwesen kaufte, den Bund fürs Leben. Tags darauf nahm ihnen Kaplan Bernward Bücherl vor Gott das Eheversprechen ab. Zusammen wurden Haus und Anwesen in Walting im Laufe der folgenden Jahre grundlegend umgebaut.

Die Töchter Regina und Christine erblickten das Licht der Welt. und die kleine Landwirtschaft wurde bis Ende der 1980er Jahre betrieben. Später war der Jubelbräutigam noch viele Jahre Hirte einer stattlichen Schafherde auf dem eigenen Hof. Heute gibt es dort noch immer ein Hühnervolk.

Ein schwerer Schicksalsschlag, der viel zu frühe Tod von Schwiegersohn Gerhard, ist mittlerweile fast 17 Jahre her. Heute freuen sich die Groß- und Urgroßeltern über die fünf Enkel – Daniel, Karina, Christoph, Adrian und Tanja und die mittlerweile schon drei Urenkelkinder Leonie, Antonia und Johannes, die immer wieder gerne zu Besuch kommen. Einst den Beruf des Metzgers bei der Firma Frisch in Cham erlernt, war der Jubilar bis zum Renteneintritt viele Jahre Milchfahrer bei der Molkereigenossenschaft Cham.

Der Schießsport bei den Chambtal-Schützen Neumühlen gehörte zu den früheren Hobbys des Jubelpaares. (fea)

Doppelfunktion

  • Enkelsohn: So überbrachte er seinen Großeltern nicht nur als ältester Enkel, sondern auch namens der Gemeinde Weiding herzliche Glück- und Segenswünsche zum seltenen Ehejubiläum.

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