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Region Cham
Samstag, 23. Juni 2018 18° 4

Neukirchen b Hl Blut

Seit 60 Jahren im Glück der Ehe vereint

„Kostbar, reich und unbezahlbar – das diamantene Band der Ehe“.
Von Helga Brandl

Das Diamant-Paar Klara und Alois Hornig ließen sich von ihren Gratulanten in die Mitte nehmen. Foto: kbr
Das Diamant-Paar Klara und Alois Hornig ließen sich von ihren Gratulanten in die Mitte nehmen. Foto: kbr

Neukirchen b Hl Blut.Diese Worte auf den Tischkarten und glitzernde Deko-Diamanten zierten die Festtafel anlässlich der Diamantenen Hochzeit von Klara und Alois Hornig im Gasthof zur Linde. Dieses Ehejubiläum wird eher selten gefeiert, bedeutet es doch 60 gemeinsame Ehejahre.

Damit ist es ebenso einmalig wie der begehrteste Edelstein der Welt, der hier Namensgeber ist. Ihr Gottvertrauen veranlasste das Jubelpaar, den besonderen Tag mit einem Gottesdienst in der Wallfahrtskirche zu beginnen, den Pfarrer Georg Englmeier zelebrierte. Dieses Fest lädt dazu ein, einmal tiefer über die menschliche Wirklichkeit nachzudenken. Nach 60 Jahren zieht man Bilanz und fragt sich: „Was habe ich erreicht im Leben? Kann ich zufrieden sein?“ Man nimmt sich doch manches vor, wenn man jung ist. Aber vieles lässt sich eben nicht verwirklichen. Bei der Diamantenen Hochzeit geht der Blick verständlicherweise fast zwangsläufig erst einmal zurück: auf die frühere Zeit des Kennenlernens, auf die Trauung und die sechs Jahrzehnte danach. Wie viele Erinnerungen haben sich doch angesammelt. Was hat sich doch seit der Hochzeit alles verändert: die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse, die gesellschaftliche und kirchliche Situation, der Lebensstandard und manche Wertvorstellungen. Menschen kamen und gingen.

Auch Klara und Alois Hornig selbst haben sich verändert: beruflich, wohnlich, persönlich. Die erste Liebe ist dem Alltag gewichen; Freude, aber auch Enttäuschungen, blieben nicht aus. Das Alter hat sich bemerkbar gemacht. Neben Sternstunden gab es auch Tiefpunkte. Und trotzdem sind sie sich treugeblieben und seit 60 Jahren gemeinsam unterwegs.

Das galt es am Sonntag im engsten Familienkreis zusammen mit Pfarrer Georg Englmeier und Bürgermeister Markus Müller – der die Glückwünsche samt Präsenten von Landrat Franz Löffler sowie der Marktgemeinde übermittelte – zu feiern. Dankbar schauten die Eheleute an ihrem Ehrentag in die Vergangenheit: Die Jubelbraut erblickte am 12. Mai 1934 in Brünst das Licht der Welt, während der Jubelbräutigam im selben Jahr am 27. August in Ritzenried geboren wurde.

Er lernte in der Metzgerei Stauber in Furth im Wald das Metzgerhandwerk, und entschied sich mit einer zweiten Lehre in der Schreinerei Schächtl, ebenfalls in der Drachenstichstadt, den Beruf des Schreiners auszuüben. Mit einem Schmunzeln erzählen beide von ihrem Kennenlernen beim Volksfest in Lam, als sich ihre Wege kreuzten. Ihre Liebe besiegelten sie am 10. Februar 1958 in der Wallfahrtskirche Neukirchen, wo Monsignore Josef Krottenthaler den Ehebund besiegelte, der mit drei Söhnen gesegnet war.

Fünf Enkelkinder erweitern den Familienkreis, in den die Großeltern mit eingebunden sind. Glücklich zeigte sich das Jubelpaar – das sich im schmucken Eigenheim in der Unteren Au zum Großteil noch selber versorgt – über das gute Verhältnis zu ihren Kindern und deren Partnern, denn „wenn wir sich brauchen, sind sie da!“ In gemütlicher Runde genossen die Gäste ein feines Mahl und vernaschten eine mit „Diamanten“ verzierte Hochzeitstorte. (kbr)

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