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Seit 65 Jahren in Freud und Leid vereint

Alfons und Hildegard Neidl feierten das seltene Fest der eisernen Hochzeit. Auch Ministerpräsident Markus Söder gratulierte.
von Thomas Mühlbauer

Das Jubelpaar im Kreise der Gratulanten mit den Enkelkindern und Urenkel Fabian
Das Jubelpaar im Kreise der Gratulanten mit den Enkelkindern und Urenkel Fabian Foto: Thomas Mühlbauer

Roding.Ein besonderes Jubiläum konnten am Mittwoch Alfons und Hildegard Neidl aus Wetterfeld feiern. Denn auf den Tag genau, vor 65 Jahren hatten sie in Pösing den Bund der Ehe geschlossen. Und noch heute denken beide an diesen besonderen Tag zurück, als wäre es erst gestern gewesen. In den 65 Jahren ist aber auch viel passiert, doch das Wichtigste für das Jubelpaar war am Mittwoch, dass es dieses besondere Fest – die eiserne Hochzeit – im Kreise der Familie verbringen konnte.

65 Jahre in Freud und Leid vereint, das ist nur wenigen Paaren vergönnt. Der 65. Hochzeitstag steht symbolisch für Eisen. Eisen ist ein sehr widerstandsfähiges Metall. Es kann viele Jahre überdauern. Dabei setzt es zwar Rost an, zerstört wird es dadurch aber nicht. So ist es auch mit einer Ehe, die 65 Jahre gehalten hat. Sie ist stark und hat ihre Widerstandsfähigkeit bewiesen. Nach all den Jahrzehnten hat sie vielleicht hier und da ein paar Rostansätze, doch sie ist immer noch da. Dabei hat bereits der Hochzeitstag, der 8. Juli 1955, den Neidls gezeigt, dass man Widerstände überwinden muss. Denn geheiratet wurde in der St. Vitus-Kirche in Pösing, die man an jenem Tag nur über Strahlfeld erreichen konnte, da zwischen den Orten Hochwasser herrschte. Getraut wurde das Paar von Pfarrer Angerer. In den Jahren danach lebte es in Amberg, wo Alfons Neidl in der Luitpoldhütte arbeitete.

1963 ging es zurück nach Wetterfeld, wo sich beide in der Wetterfelder Siedlung ihr Eigenheim errichteten. Aus der 65-jährigen Ehe gingen zwei Töchter und ein Sohn hervor, mittlerweile komplettieren die Familie drei Enkelkinder und der dreijährige Urenkel Fabian. Zum besonderen Ehejubiläum gratulierte nicht nur die Familie. Die besten Glückwünsche der Pfarrei überbrachte Stadtpfarrer Holger Kruschina, der besonders das doch sehr seltene Ehejubiläum heraushob. Denn, wie der Geistliche sagte, sei es nur wenigen Eheleuten vergönnt, so eine lange Zeit verheiratet zu sein und dann auch noch den Jubeltag in guter Gesundheit miteinander feiern zu können. So wünschte er den beiden, dass sie noch viele gemeinsame Jahre vor sich haben.

In Vertretung der Bürgermeisterin überbrachte Renate Hecht die Glückwünsche, die sich sehr darüber freute, dem Jubelpaar gratulieren zu dürfen, ist ihr doch Alfons Neidl bestens bekannt, da er ein langjähriger SPD-Genosse ist. Der Landkreis gratulierte mit einem Glückwünschschreiben von Landrat Franz Löffler. Aus der Staatskanzlei kamen von Ministerpräsident Dr. Markus Söder Glückwünsche per Karte. Als Geschenk erhielt das Jubelpaar einen Bildband von Bayern. Und so wurde dieses besondere Ehejubiläum mit den Gratulanten und im Kreise der Familie am Mittwoch im Weinbergweg gebührend gefeiert.

Zum Jubiläum

  • Hochzeitstag:

    Die Feierlichkeiten beginnen meist bei der silbernen Hochzeit (25 Jahre), gehen weiter über die goldene Hochzeit (50) bis hin zur diamantenen Hochzeit (60). Doch nur wenigen ist es vergönnt, die eiserne Hochzeit (65) feiern zu dürfen. (rtn)

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